Löhrerhof
Der Löhrerhof im Hürther Stadtteil Alt-Hürth ist eine bäuerliche Hofanlage aus dem 19. Jahrhundert. Sie wird als Kulturzentrum genutzt. Der Hof ist als Baudenkmal in der Denkmalliste der Stadt Hürth unter der Bezeichnung Hofanlage Lindenstraße 20 / Löhrerhof eingetragen. Das Hauptgebäude der Hofanlage wurde in den Jahren 1839/40 als Fachwerkhaus errichtet. In Auftrag gegeben wurde der Bau von Pfarrer Peter Klinkhammer, der von 1830 bis zu seinem Tode 1878 als Pfarrer in der Kirche St. Katharina arbeitete. Klinkhammer hatte 1839 das Grundstück an der damaligen Schmiede- oder Schmittenstraße, der heutigen Lindenstraße, erworben. Der Bau dauerte ca. ein Jahr. Ab 1840 bewohnte er das Haus mit der sechsköpfigen Familie seiner Schwester Agnes, die mit Reiner Löhrer verheiratet war, und ihren vier Kindern. 1866 erwarb die katholische Kirchengemeinde ein Grundstück mit Burg unmittelbar neben der Kirche und baute es zu einem Pfarrhaus um. 1867 wurde der Hof von Reiner Löhrer übernommen, der durch die Errichtung von Scheune und Stallungen das bisherige Gebäude zu einem landwirtschaftlichen Hof erweiterte. Sein Sohn Michael übernahm die Gebäude. Er war seit 1870 mit der Müllerstochter Eva Kohlhaas von der gleichnamigen Hürther Mühle verheiratet, die Vermögen und Ackerland mit in die Ehe brachte, das den weiteren Ausbau der Hofanlage ermöglichte. Nach seinem Tod kam es 1915 zu einem Erbstreit zwischen seinem Sohn Peter und den unverheirateten Töchtern Elisabeth und Helene Löhrer. Zur Hofanlage gehörten sieben Morgen Land. Der Sohn übernahm den Hof, und für die Töchter wurde die „Villa Löhrer“ in direkter Nachbarschaft erbaut. Das Bauerndorf erfuhr durch die beginnende Industrialisierung größere Einschränkungen, da die Braunkohlegruben um Hürth das Land der Bauern dezimierten. Der Löhrerhof musste ab 1898 zunächst 31 Ar Ackerland an die Grube Theresia und 1910 75 Ar an die Gewerkschaft Hürtherberg verkaufen. Die Gemeinde Hürth erwarb zudem 1912 von der Familie Löhrer weitere fast 60 Ar zur Anlage eines neuen Friedhofes. Um 1970 verkauften die Erben nochmals größere Ländereien zur Umbettung des Hürther Friedhofes. Die Erben betrieben im Anschluss nur noch Gartenbau und Kleintierhaltung. Nachdem die Familie weggezogen war, übernahm 1986 die Stadt Hürth die Hofanlage, renovierte sie und baute diese 1988 zu einem Kulturzentrum um. Die Tenne als Veranstaltungsort fasst bis zu 100 Plätze. Die Stallungen und der Schuppen mussten wegen schlechter Bausubstanz abgerissen werden und wurden durch Neubauten ersetzt. Erhalten blieb dabei der Innenhof mit Basalt-Kopfsteinpflaster.
Auszug des Wikipedia-Artikels Löhrerhof (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).Löhrerhof
Lindenstraße,
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Geographische Koordinaten (GPS)
| Breitengrad | Längengrad |
|---|---|
| N 50.870257 ° | E 6.866436 ° |
Adresse
Lindenstraße 20
50354 , Alt-Hürth
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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