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Judenhaus (Hürth)

Bauwerk in HürthGeschichte (Hürth)Holocaust im Deutschen Reich
Stolpersteine Hürth, Alt Hürth, Ida Nathan (Große Ölbruchstraße 29)
Stolpersteine Hürth, Alt Hürth, Ida Nathan (Große Ölbruchstraße 29)

Als Judenhaus wurde in Hürth das Haus, bzw. Hinterhaus der Familie Nathan in Alt-Hürth bezeichnet, in dem 1941 alle noch in Hürth lebenden Juden einziehen mussten.

Auszug des Wikipedia-Artikels Judenhaus (Hürth) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Judenhaus (Hürth)
Große Ölbruchstraße,

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 50.868462 ° E 6.861579 °
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Adresse

Große Ölbruchstraße 31
50354 , Alt-Hürth
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Stolpersteine Hürth, Alt Hürth, Ida Nathan (Große Ölbruchstraße 29)
Stolpersteine Hürth, Alt Hürth, Ida Nathan (Große Ölbruchstraße 29)
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In der Umgebung

Jüdischer Friedhof (Hürth)

Der ehemalige Hürther Jüdische Friedhof lag auf dem Streufenberg im jetzt so genannten Ortsteil Alt-Hürth der heutigen Stadt Hürth im Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen. Der jüdische Friedhof lag an der ehemaligen Berrenrather Straße, heute Marienbornweg, und ersetzte einen kleinen Vorgängerfriedhof, der an derselben Straße und Gemarkung, nur näher zum Ortsausgang lag. Zur Belegung dieses älteren Friedhofs ist nichts bekannt. Das Grundstück des sehr kleinen Friedhofes wurde später, 1922, an die RWE verkauft, die dort direkt an der Straße Werkswohnungen errichteten. Das Gelände hinter diesen Häusern – dort lag vermutlich dieser Friedhof – blieb vorerst Gartengelände. Von der ursprünglichen Ausstattung sind keine Grabsteine (Mazewot) erhalten, aber das Gelände ist noch vorhanden. Das neue größere Grundstück hatte der reiche Hürther Kaufmann Cosmann Brünell 1878 erworben, der dies wie auch das Grundstück für die Synagoge, etwa 1882 der Kultusgemeinde bereitstellte. Der Friedhof wurde von 1886 bis 1931 mit 35 Bestattungen belegt. Nach Auflösung der Synagogengemeinde Hürth (1937) und Beginn der Drangsalierung der Juden wurde das Friedhofsgelände von der Roddergrube für deren anstehenden Braunkohle-Abbau gekauft. Die Gräber mussten im Frühsommer 1940 von den verbliebenen Hürther Juden exhumiert werden (etwa elf Personen inklusiv von Alten und Kindern wohnten noch im Ortsteil (Alt-)Hürth). Die Überreste sollten auf den jüdischen Friedhof Bocklemünd umgebettet werden. Über den Verbleib ist dort aber nichts dokumentiert. Auch von den Grabsteinen (Mazewot) ist nichts mehr vorhanden. Der Braunkohleabbau im Feld Theresia/Gotteshülfe kam aber erst 1965 wieder in Gang.→ Abschnitt zur Gemeindegeschichte bei Alt-Hürth

Löhrerhof
Löhrerhof

Der Löhrerhof im Hürther Stadtteil Alt-Hürth ist eine bäuerliche Hofanlage aus dem 19. Jahrhundert. Sie wird als Kulturzentrum genutzt. Der Hof ist als Baudenkmal in der Denkmalliste der Stadt Hürth unter der Bezeichnung Hofanlage Lindenstraße 20 / Löhrerhof eingetragen. Das Hauptgebäude der Hofanlage wurde in den Jahren 1839/40 als Fachwerkhaus errichtet. In Auftrag gegeben wurde der Bau von Pfarrer Peter Klinkhammer, der von 1830 bis zu seinem Tode 1878 als Pfarrer in der Kirche St. Katharina arbeitete. Klinkhammer hatte 1839 das Grundstück an der damaligen Schmiede- oder Schmittenstraße, der heutigen Lindenstraße, erworben. Der Bau dauerte ca. ein Jahr. Ab 1840 bewohnte er das Haus mit der sechsköpfigen Familie seiner Schwester Agnes, die mit Reiner Löhrer verheiratet war, und ihren vier Kindern. 1866 erwarb die katholische Kirchengemeinde ein Grundstück mit Burg unmittelbar neben der Kirche und baute es zu einem Pfarrhaus um. 1867 wurde der Hof von Reiner Löhrer übernommen, der durch die Errichtung von Scheune und Stallungen das bisherige Gebäude zu einem landwirtschaftlichen Hof erweiterte. Sein Sohn Michael übernahm die Gebäude. Er war seit 1870 mit der Müllerstochter Eva Kohlhaas von der gleichnamigen Hürther Mühle verheiratet, die Vermögen und Ackerland mit in die Ehe brachte, das den weiteren Ausbau der Hofanlage ermöglichte. Nach seinem Tod kam es 1915 zu einem Erbstreit zwischen seinem Sohn Peter und den unverheirateten Töchtern Elisabeth und Helene Löhrer. Zur Hofanlage gehörten sieben Morgen Land. Der Sohn übernahm den Hof, und für die Töchter wurde die „Villa Löhrer“ in direkter Nachbarschaft erbaut. Das Bauerndorf erfuhr durch die beginnende Industrialisierung größere Einschränkungen, da die Braunkohlegruben um Hürth das Land der Bauern dezimierten. Der Löhrerhof musste ab 1898 zunächst 31 Ar Ackerland an die Grube Theresia und 1910 75 Ar an die Gewerkschaft Hürtherberg verkaufen. Die Gemeinde Hürth erwarb zudem 1912 von der Familie Löhrer weitere fast 60 Ar zur Anlage eines neuen Friedhofes. Um 1970 verkauften die Erben nochmals größere Ländereien zur Umbettung des Hürther Friedhofes. Die Erben betrieben im Anschluss nur noch Gartenbau und Kleintierhaltung. Nachdem die Familie weggezogen war, übernahm 1986 die Stadt Hürth die Hofanlage, renovierte sie und baute diese 1988 zu einem Kulturzentrum um. Die Tenne als Veranstaltungsort fasst bis zu 100 Plätze. Die Stallungen und der Schuppen mussten wegen schlechter Bausubstanz abgerissen werden und wurden durch Neubauten ersetzt. Erhalten blieb dabei der Innenhof mit Basalt-Kopfsteinpflaster.

Laubenganghaus (Hürth)
Laubenganghaus (Hürth)

Das Laubenganghaus in Hürth ist als Laubenganghaus ein denkmalgeschütztes Wohnhausensemble in Alt-Hürth. Der Gebäudekomplex wurde in den Jahren 1928 bis 1931 vom Hürther Amtsbaumeister Albert Lüttgenau im Bauhaus-Stil errichtet. Die Wohnanlage entsprach in sachlich-funktionaler sowie zeittypischer Architektur den sozialen Wohnungsbau in der Endphase der Weimarer Republik. Die Wohnungen sich ca. 30 bis 40 Quadratmeter groß. Die Laubenganghäuser waren bis 1975 im Besitz der Gemeinde Hürth. 1975 das Gebäude an die GWG Rhein-Erft verkauft. Diese verkauften das Ensemble 2012 weiter an ein privat geführtes mittelständisches Unternehmen. Dieses sanierte das mit mit den 16 Wohneinheiten in Abstimmung mit der Denkmalbehörde der Stadt Hürth und baute es zum energieeffizienten Denkmal aus. Die verklinkerten Laubenganghäuser bestehen aus zwei Vollgeschossen. Durch die leichte Hanglage verspringt das Gebäude. Der Zugang zu den beiden Häusern befindet sich mittig der Häuser. Über eine Treppenhaus gelangt man zu den Laubengängen, über die die Wohnungen im ersten Stock erreicht werden. Die unteren Wohnungen sind einzeln über die Veranda zugänglich. Die Laubengänge sind mit einer geschlossenen Brüstung versehen, die einen relingartigen Handlauf aufweist, der halbrund endet. Auf dem Flachdach wiederholt sich die Rundung mit einen gerundeten Überstand. Albert Lüttgenau hat damit Elemente des Schiffsbaus aufgegriffen.

Pfarrhaus (Alt-Hürth)
Pfarrhaus (Alt-Hürth)

Das Pfarrhaus im Hürther Stadtteil Alt-Hürth ist das Pfarrhaus der Kirchengemeinde St. Katharina. Es wurde noch zu Zeiten der Kirche Alt St. Katharina errichtet. Es ist als Baudenkmal in der Denkmalliste der Stadt Hürth als Pfarrhaus der Pfarre St. Katharina eingetragen. 1865 kaufte die Gemeinde das Burggelände der ehemaligen Burg Hürth mit einem dort auf den Fundamenten des alten Herrenhauses der ehemaligen Burg errichten Wohngebäude. Ein Jahr später tauschte die Kirchengemeinde einen Teil des Areals mit einer eine Größe von 2 Morgen, 6 Ruthen und 40 Fuß gegen ein Grundstück in der Pastoratsstraße, das bisher als Pfarrhaus genutzt wurde, und nutzt das Haus seitdem als Pfarrhaus. Der ehemalige Burggarten dient als Pfarrgarten. Das Pfarrhaus wurde 1866 als Fachwerkhaus gegenüber der alten Pfarrkirche errichtete. Es ist inzwischen verputzt. Es steht leicht erhöht, weil es auf den Fundamenten des Rittersaals der mittelalterlichen Hürther Burg erbaut wurde. An der Nordwestseite des Hauses erinnert ein Wappen von 1691 an den Oberst Johann Ernst von Tzerklaes, der die Burg 1675 von seinem Schwiegervater Balduin von Harff erhalten hatte und laut der Inschrift unter dem Wappen in den folgenden Jahren ausbauen ließ. Das Wappen war ursprünglich an einem Torbogen der Burg und später des Pfaarhauses angebracht. Der ehemalige Burggarten dient als Pfarrgarten. Das eckige Gartenhäuschen im Pfarrgarten stammt auch aus der Zeit des Baus des Pfarrheim und steht auf den Resten der Burganlage.