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Dorf (Bozen)

Ersterwähnung 1173Geographie (Bozen)Geschichte BozensOrt in Südtirol
Bozen Dorf 2
Bozen Dorf 2

Das sogenannte Dorf (auch Bozen-Dorf; italienisch Villa) ist eine historische Ortslage von Bozen, Teil der Katastralgemeinde Zwölfmalgreien, und bis heute gängige Bezeichnung einer nördlich der Bozner Altstadt gelegenen Gegend am Hangfuß des Rittner Bergs, die sich in etwa zwischen St. Johann im Dorf, Schloss Maretsch und dem Ansitz Compil erstreckt. Historisch handelt es sich um den ältesten vorstädtischen Bozner Siedlungskern, der bereits um 1173/77 als „forum in loco qui Uilla dicitur iuxta fluvium molendinorum“ – also als Marktplatz im Dorf nahe dem Mühlbach – in einer Traditionsnotiz des Klosters Biburg urkundlich bezeugt ist und damit zeitlich der im ausgehenden 12. Jahrhundert planmäßig gegründeten urbanen Marktsiedlung der Bozner Lauben vorausgeht. Ein eigenes dorfgericht mit für die Bewohner zuständiger Gerichtsbarkeit ist 1273 und 1277 bezeugt. Der exakte Umfang des Dorfs lässt sich nicht leicht bestimmen; laut Richard Staffler gehören zu ihm die tiefliegenden Teile des Viertels St. Peter (also ohne die Höfe an der Berglehne) sowie das Viertel St. Johann. In der Landgerichtsordnung von Gries-Bozen von 1487 gelten die Leute von sand Peter, sand Johanns, die aus dem Oberndorff vnd die der Zolstang als ein Viertel, die für das militärische Aufgebot herangezogen werden können; als Hauptleute fungierten Jörg Mändl bzw. Cristl Zimmermann, Versammlungsort war die Kirche von St. Johann. In einem Reiseführer von 1868 heißt es: „Zu Füssen [von St. Anton] zwischen Weinbergen liegt das ‚Dorf‘ mit den Ansitzen Gerstburg, Campill, Prakenstein, Hörtenberg, Lindenburg und Payersberg.“ Das Bozner Adressbuch von 1920 listet 59 dem Dorf zugehörige Häuser und Höfe auf. Das Dorf existiert heute auch als Straßenname im Dorf, ein kurzer Abzweig der Selig-Heinrich-Straße, der aber nur einen kleinen Teil des so bezeichneten Gebiets abdeckt.

Auszug des Wikipedia-Artikels Dorf (Bozen) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Dorf (Bozen)
Im Dorf, Bozen Zentrum-Bozner Boden-Rentsch

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39100 Bozen, Zentrum-Bozner Boden-Rentsch
Trentino-Südtirol, Italien
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Bozen Dorf 2
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In der Umgebung

Fagenbach
Fagenbach

Der Fagenbach (italienisch Rio Fago), im oberen Bereich auch Altenbach genannt, ist ein rechter Zufluss der Talfer, der im Bozener Ortsteil Gries bei Scharfeck (Rastbichl) in den Stadtfluss einmündet. Der Wasserlauf entspringt im Gemeindegebiet von Jenesien am nördlichen Gipfelbereich des Alten. Die sog. Leck, der oberste Teil des Fagenbachtals, ist mit gut sichtbaren Grödener Schichten ausgebaut. Kurz vor der Vereinigung mit der Talfer bildet der Bach in einer schluchtartigen Enge einen als Naturdenkmal ausgewiesenen Wasserfall aus, der vom winterseitigen Teil der Guntschnapromenade gut eingesehen werden kann. Hier quert auch die 1981 eröffnete Landesstraße nach Jenesien in gerundeter Brückenbauweise als Viadukt den talartigen Einschnitt des Fagenbachs. Der Bachname ist bereits 1276 als „Vach“ urkundlich bezeugt. Im 15. Jahrhundert wird der „Vagenpach“ genannt. Vom Fagenbach geht bei Starkregenereignissen aufgrund seines großen Wassereinzugsgebiets erhebliche Überschwemmungsgefahr für Gries und Bozen aus. Dies führte bereits im 15. Jahrhundert zur Begründung einer sogenannten Wasserleege am Fagen („lege am Vagen“), wie aus einer von König Maximilian I. im Jahr 1497 erlassenen Verfügung hervorgeht. Sie war unter anderem für die Eindämmung der Wassergefahr durch Uferschutzmaßnahmen zuständig. Für die Verbesserung des Hochwasserschutzes wurde am unteren Bachlauf im Jahr 2023 bei St. Georgen eine 8 m hohe Betonsperre errichtet. Ein letztes großes Hochwasserereignis ereignete sich am 8. August 1957.