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St.-Andreas-Kapelle (Bozen)

Andreaskirche (Patrozinium)Ersterwähnung 1189Geschichte BozensKirchengebäude (Mittelalter)Kirchengebäude in Bozen
Kirchengebäude in der Diözese Bozen-BrixenKirchenrest
Kornplatz 4
Kornplatz 4

Die Sankt-Andreas-Kapelle war eines der ältesten Kirchengebäude Bozens (Südtirol). Sie stand am Kornplatz und gehörte zu der im 12. Jahrhundert errichteten und im 13. Jahrhundert abgerissenen Stadtburg des Bischofs von Trient. Die dem Apostel Andreas dedizierte Kapelle wird 1189 ersturkundlich erwähnt und war die einzige kirchliche Einrichtung im hochmittelalterlichen Gründungsareal der Stadt Bozen rund um die Bozner Lauben. Als Teil der bischöflichen Befestigung der Marktsiedlung ist sie als Privatkapelle der Trienter Bischöfe anzusprechen, deren Kapläne mit Bertold Köhl im Jahr 1438 („Perichtoldt Köel, gewaltiger capplan der cappellen zu sand Andre zu Boczen“) genannt sind. Die Kapelle war unmittelbar am ehemaligen Stadtgraben gelegen, der im 13. Jahrhundert verfüllt wurde und die heutige Silbergasse bildet. Dank zahlreicher Stiftungen im Stadtbereich verfügte das mit der Kapelle verknüpfte Benefiziat auch über ein eigenes Archiv, das bereits im frühen 16. Jahrhundert vom Bozner Notar Friedrich Schlegel verzeichnet wurde.Die noch 1759 als „S. Andree-Kürchen“ genannte Kapelle wurde 1786 aufgelassen und säkularisiert, teilweise abgerissen und in den Nachfolgebau integriert. Im Gebäude der ehemaligen Kapelle am Kornplatz Nr. 4 wurde bis in die 1960er Jahre das legendäre Gasthaus zum Schlutzigen Luis (Unterhofer) betrieben. Heute befinden sich in dem Gebäude einige Geschäfte und Wohnungen sowie der Sitz der Südtiroler Tagesmüttergenossenschaft.

Auszug des Wikipedia-Artikels St.-Andreas-Kapelle (Bozen) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

St.-Andreas-Kapelle (Bozen)
Kornplatz, Bozen Altstadt

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 46.499155 ° E 11.35525 °
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Adresse

Kornplatz 4a
39100 Bozen, Altstadt
Trentino-Südtirol, Italien
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Kornplatz 4
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In der Umgebung

Gumergasse
Gumergasse

Die Gumergasse (bisweilen auch: Gummergasse; italienisch Via Gumer) ist eine Straße im altstädtischen Kern der Stadt Bozen. Der kurze Straßenzug liegt an der südöstlichen Hinterseite der Laubengasse. Er mündet am Westende auf den Kornplatz, am östlichen Ende auf den Rathausplatz. Benannt ist die Straße nach der Bozner Kaufmannsfamilie Gumer von Engelsburg, die seit dem 17. Jahrhundert mehrere Bozner Bürgermeister stellte und mit dem Haus Lauben 9 ein mit der Südseite auf die Gumergasse gerichtetes Geschäftshaus besessen hat. Die Gasse ist auf dem im 13. Jahrhundert zugeschütteten südlichen Stadtgraben entstanden. In vormoderner Zeit rechnete das Areal zum 4. Stadtviertel. Mit dem sogenannten Turm am Plärrer (Gumergasse 14) hat sich ein mittelalterlicher Wohnturm erhalten, dessen steinsichtiges Mauerwerk mit Buckelquadern im unteren Gebäudeabschnitt gut sichtbar und auf das frühe 13. Jahrhundert zu datieren ist. Im Namen des Turms ist der alte Platzname Plärrer erhalten, der eine freie und unbebaute Fläche im Weichbild der Stadt bezeichnete. Aufgrund der massiven Schäden, die der Luftkrieg des Zweiten Weltkriegs anrichtete, wurden Teile des Areals in der Nachkriegszeit neu bebaut. 1962/63 entstand hier südseitig ein neuer Flügel des Bozner Rathauses. Die Gumergasse gehört zu Bozens Fußgängerzone, kann aber von Fahrrädern in beiden Richtungen und von Taxis und (zu gewissen Zeiten) Zulieferern und Anrainern in westlicher Richtung befahren werden.