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Flebbe-Haus

Baudenkmal in BraunschweigBauwerk der Moderne in NiedersachsenErbaut in den 1950er JahrenKaufhaus in Braunschweig
BS Flebbe Haus
BS Flebbe Haus

Das Flebbe-Haus ist ein denkmalgeschütztes Geschäftshaus am Bohlweg 1–2, Ecke Damm in Braunschweig. Es wurde 1950/54 nach Plänen des in Braunschweig tätigen Architekten Friedrich Wilhelm Kraemer errichtet.

Auszug des Wikipedia-Artikels Flebbe-Haus (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Flebbe-Haus
Bohlweg, Braunschweig Mitte

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 52.2624258 ° E 10.5253531 °
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Adresse

Flebbe-Haus

Bohlweg 1
38100 Braunschweig, Mitte
Niedersachsen, Deutschland
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linkOpenStreetMap (116132625)

BS Flebbe Haus
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In der Umgebung

Sondergericht Braunschweig
Sondergericht Braunschweig

Das Sondergericht Braunschweig wurde wie andere NS-Sondergerichte, nur wenige Wochen nach der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten eingerichtet. Die erste Verhandlung fand am 8. April 1933 statt. Zu seinen letzten Sitzungen trat das Gericht nur wenige Tage vor der Übergabe der Stadt Braunschweig am 12. April 1945 zusammen. Dem Gericht in Braunschweig kam dieselbe Aufgabe zu, wie den anderen Sondergerichten im NS-Staat: Als Schnellgericht mit eingeschränkten Rechten für die Angeklagten war es fester Bestandteil des ideologisch motivierten Unterdrückungsapparates zur Entrechtung, Verfolgungen, Einschüchterung und Beseitigung vermeintlicher oder tatsächlicher Regimegegner. Wie es Roland Freisler, Präsident des Volksgerichtshofs, 1939 beschrieb, betrachtete das NS-Regime die Sondergerichte als „Panzertruppe der Rechtspflege“ und als „Kriegsgerichte der inneren Front“. Die Richter am Sondergericht Braunschweig verhandelten in den knapp 12 Jahren ihrer Tätigkeit mehr als 6000 Fälle und verhängten 92 Todesurteile, neun davon gegen Frauen. Der wohl bekannteste Fall ist das Verfahren gegen die 19-jährige Erna Wazinski, die Ende 1944 hingerichtet wurde. Das Sondergericht Braunschweig war bis kurz von der Übergabe der Stadt am 12. April 1945 an US-Truppen tätig. Das letzte Urteil (6 Monate Gefängnis) erging am 6. April 1945, das letzte vollstreckte Todesurteil erging am 6. Februar 1945 gegen Victoria Breuer. Sie wurde am 9. März 1945 hingerichtet. Das letzte – nicht mehr vollstreckte – Todesurteil erging am 27. März 1945. Sämtliche Richter und Staatsanwälte des Sondergerichts Braunschweig wurden in der Nachkriegszeit entnazifiziert und größtenteils wieder in den Justizdienst der jungen Bundesrepublik eingestellt. Wenn es überhaupt zu Anklagen kam, so endeten diese sämtlich wegen Mangels an Beweisen bzw. weil sich die Angeklagten darauf beriefen, geltendes Recht umgesetzt zu haben, mit einem Freispruch.

Braunschweiger Schloss
Braunschweiger Schloss

Das Braunschweiger Schloss, auch Braunschweiger Residenzschloss genannt, ist Teil eines Hybridgebäudes am Bohlweg im Zentrum der Stadt Braunschweig. Seine Vorgängerbauten waren von 1753 bis zum 8. November 1918 die Residenz der braunschweigischen Herzöge aus dem Hause der Welfen. Der erste Bau wurde ab 1717 unter der Leitung des braunschweigischen Landbaumeisters Hermann Korb errichtet, konnte aber erst 1791 vollendet werden. Nachdem dieses Gebäude in der Nacht vom 7. auf den 8. September 1830 niedergebrannt war, wurde unter Carl Theodor Ottmer bis 1841 ein zweiter Bau errichtet. Dieser wiederum wurde durch schwere Luftangriffe während des Zweiten Weltkrieges stark beschädigt und 1960 endgültig abgerissen. Dieser Abriss war in Westdeutschland ein einmaliger Vorgang, der in der deutschen Nachkriegszeit nur in diversen Schlossruinenabbrüchen durch die DDR-Staatsführung seine Parallelen hat. Auf der so entstandenen Brache wurde von 1961 bis 1963 der Schlosspark angelegt. Von 2005 bis 2007 entstand an dieser Stelle ein Neubau, die Kombination des Einkaufszentrums „Schloss-Arkaden“ mit der optischen Rekonstruktion der Außenfassade des Braunschweiger Residenzschlosses, dessen dreiflügelige Form mit fünf Hauptfassaden weitgehend dem Ottmer-Schloss entspricht. Nur im überdachten Innenhof und halben Erdgeschoss ragt das Einkaufszentrum in den Schlosskörper. Als eigenständiger Baukörper setzt es sich nach Norden in einem modernen Geschäftshaus fort. 80 Prozent der Grundfläche der Schlossrekonstruktion sind von der Stadt angemietet und werden kulturell genutzt, unter anderem als Stadtbibliothek und Schlossmuseum.