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Shelter Now

Christliche Organisation (Deutschland)EntwicklungshilfeorganisationGegründet 1993Hilfsorganisation (Deutschland)Humanitäre Hilfsorganisation
Organisation (Afghanistan)Organisation mit DZI-Spenden-SiegelVerein (Braunschweig)

Shelter Now (auch bekannt unter dem Namen Shelter Now International (SNI)) ist ein internationales christliches Hilfswerk, das seit 1983 in Pakistan, seit 1988 in Afghanistan, seit 2014 in Kurdistan und seit 2020 in Usbekistan tätig ist. Laut Satzung leistet es „Hilfe für Arme und Notleidende insbesondere durch Hilfsprojekte technischer, medizinischer und humanitärer Art ohne Ansehen der Rasse, der politischen Gesinnung oder der Religion“.Regionale Büros führt die Organisation in: Afghanistan, Shelter Now Afghanistan Deutschland, Shelter Now Germany e.V. Niederlande, Adresgegevens Shelter Holland Pakistan, Shelter Now International Pakistan Vereinigte Staaten (USA), Shelter Now America (USA)Organisatorisch besteht SNI aus einem Zusammenschluss von Schwesterorganisationen in verschiedenen Ländern. Die Entwicklungsarbeit des humanitären Hilfswerks konzentriert sich vor allem auf Afghanistan und Pakistan und wird vom deutschen Zweig mit Sitz in Braunschweig koordiniert. International bekannt wurde die Organisation im Jahr 2001, als 24 Mitarbeiter der Organisation in Afghanistan von den Taliban unter dem Vorwurf der christlichen Missionierung gefangen genommen wurden. Erst nach über 100 Tagen in Haft kamen sie wieder frei.

Auszug des Wikipedia-Artikels Shelter Now (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Shelter Now
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Sondergericht Braunschweig
Sondergericht Braunschweig

Das Sondergericht Braunschweig wurde wie andere NS-Sondergerichte, nur wenige Wochen nach der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten eingerichtet. Die erste Verhandlung fand am 8. April 1933 statt. Zu seinen letzten Sitzungen trat das Gericht nur wenige Tage vor der Übergabe der Stadt Braunschweig am 12. April 1945 zusammen. Dem Gericht in Braunschweig kam dieselbe Aufgabe zu, wie den anderen Sondergerichten im NS-Staat: Als Schnellgericht mit eingeschränkten Rechten für die Angeklagten war es fester Bestandteil des ideologisch motivierten Unterdrückungsapparates zur Entrechtung, Verfolgungen, Einschüchterung und Beseitigung vermeintlicher oder tatsächlicher Regimegegner. Wie es Roland Freisler, Präsident des Volksgerichtshofs, 1939 beschrieb, betrachtete das NS-Regime die Sondergerichte als „Panzertruppe der Rechtspflege“ und als „Kriegsgerichte der inneren Front“. Die Richter am Sondergericht Braunschweig verhandelten in den knapp 12 Jahren ihrer Tätigkeit mehr als 6000 Fälle und verhängten 92 Todesurteile, neun davon gegen Frauen. Der wohl bekannteste Fall ist das Verfahren gegen die 19-jährige Erna Wazinski, die Ende 1944 hingerichtet wurde. Das Sondergericht Braunschweig war bis kurz von der Übergabe der Stadt am 12. April 1945 an US-Truppen tätig. Das letzte Urteil (6 Monate Gefängnis) erging am 6. April 1945, das letzte vollstreckte Todesurteil erging am 6. Februar 1945 gegen Victoria Breuer. Sie wurde am 9. März 1945 hingerichtet. Das letzte – nicht mehr vollstreckte – Todesurteil erging am 27. März 1945. Sämtliche Richter und Staatsanwälte des Sondergerichts Braunschweig wurden in der Nachkriegszeit entnazifiziert und größtenteils wieder in den Justizdienst der jungen Bundesrepublik eingestellt. Wenn es überhaupt zu Anklagen kam, so endeten diese sämtlich wegen Mangels an Beweisen bzw. weil sich die Angeklagten darauf beriefen, geltendes Recht umgesetzt zu haben, mit einem Freispruch.