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Hochbunker Münsterstraße

Abgegangenes Bauwerk im Kreis RecklinghausenBauwerk in Castrop-RauxelBunker in Nordrhein-WestfalenErbaut in den 1940er JahrenSprengung
Zerstört in den 1970er Jahren

Der Hochbunker Obere Münsterstraße war ein Luftschutzbunker in Castrop, einem Stadtteil von Castrop-Rauxel. Er sollte die Bevölkerung im Luftkrieg im Ruhrgebiet (1939–1945) schützen. Der Bunker wurde in der Zeit von August 1941 bis Ende 1942 gebaut. Er zählte verwaltungstechnisch zum „Luftschutzort Bochum, Luftschutzabschnitt 3“. Er war 40 m hoch, hatte 13 Obergeschosse und war für 1000 Menschen ausgelegt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zivil genutzt. Der Bunker wurde am 24. Mai 1975 gesprengt, um dem Altstadtring Platz zu schaffen.

Auszug des Wikipedia-Artikels Hochbunker Münsterstraße (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Hochbunker Münsterstraße
Altstadtring,

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.552792 ° E 7.309667 °
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Adresse

Engelsburgplatz

Altstadtring
44575 , Castrop
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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In der Umgebung

Synagoge (Castrop)
Synagoge (Castrop)

Die Synagoge in Castrop, ein Teil der heutigen Stadt Castrop-Rauxel in Nordrhein-Westfalen, wurde 1845 in der Ortsmitte von Castrop errichtet. Ihre Lage befand sich im Verlauf der heutigen Verbindungsstraße, die Münsterstraße und Busbahnhof verbindet. Sie unterschied sich nicht wesentlich von den umliegenden Fachwerkhäusern; allerdings wurde das Gebäude in späteren Jahren mit Platten verkleidet. Laut dem Statut von 1857 umfasste der Synagogenbezirk Castrop die Juden der Bürgermeisterei Castrop sowie der Ortschaften Mengede, Bodelschwingh und Deusen. Im Jahr 1901 erfolgte die Erweiterung des Bezirks um die Ortschaften Rauxel, Habinghorst, Merklinde, Frohlinde, Sodingen, Holthausen und Börnig. Die Maße der Synagoge waren 13,5 m mal 8,5 m. Der Eingang führte zum kleineren Schulraum und zum nach Osten ausgerichteten Betsaal. Er war an den Seiten mit hohen, gefächerten Rundbogenfenstern versehen und hatte an der Stirnseite eine Apsis, sodass der Toraschrein mit seinen kunstvoll geschnitzten Holztüren wie in die Vorderwand eingelassen wirkte. Die Wände waren bis zur Decke mit ornamentalen Kacheln bedeckt, wobei der untere Bereich vermutlich aus akustischen Gründen mit Tüchern verhängt war. Die Bima war, ebenso wie der Toraschrein, nach Osten hin ausgerichtet und stand vor diesem. Die Ewige Lampe hing über ihr. Aufgrund der Raumbreite wurden drei Bankreihen aufgestellt. Zwischen diesen lagen zwei Durchgänge zur Bima und zum Toraschrein. Die Frauengalerie erhob sich über dem hinteren Teil des Betsaals. Dieses Erscheinungsbild war vermutlich das Resultat einer gründlichen Renovierung im Jahr 1922. Auch ein Harmonium wurde in diesem Zusammenhang angeschafft und aufgestellt. Die „Israelitische Gemeinde Castrop“, wie im Briefkopf erwähnt, zählte in diesen Jahren etwa 130 Mitglieder. Sie gehörte zu den ärmsten jüdischen Gemeinden in Westfalen und erhielt regelmäßig einen Zuschuss vom Landesverband, um den Schuletat zu decken. Beim Novemberpogrom 1938 setzten Nationalsozialisten die Synagoge in Brand. Ein paar Tage später ließ die Baupolizei einen vollständigen Abbruch durchführen. Der Rat beschloss im Januar 1939 den Erwerb des Grundstücks, um die Straße „Im Ort“ zu verbreitern. Ein Gedenkstein erinnert seit 1970 an die ehemalige Synagoge. Heute erinnern ihr Gebäudeumriss im Pflaster und eine Gedenktafel an das ehemalige Bauwerk. Die Platzfläche trägt den Namen „Simon-Cohen-Platz“, benannt nach dem Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Castrop-Rauxel. Dies wurde bereits durch die Volkszählung im Amt Castrop-Rauxel am 14. Dezember 1849 für das Wohn- und Geschäftshaus an der Münsterstraße 14 nachgewiesen. Simon Cohen, der in der Kommunalpolitik tätig war, gehörte u. a. zu den Gründern der Freiwilligen Feuerwehr und weiterer Organisationen in Castrop.

Amt Castrop
Amt Castrop

Das Amt Castrop, im 19. Jahrhundert auch in der Schreibweise Amt Kastrop, war ein Amt im Landkreis Dortmund.Das Amt entstand als Bürgermeisterei Castrop 1817 in Nachfolge der Mairie Castrop, die ihrerseits wenige Jahre zuvor unter französischer Herrschaft im Département Ruhr des Großherzogtums Berg gegründet wurde und dem Kanton Dortmund des Arrondissement Dortmund zugewiesen wurde. Preußen verwaltete provisorisch das Großherzogtum nach Abzug der Franzosen im Generalgouvernement Berg, bevor es auf dem Wiener Kongress das Gebiet des Großherzogtums endgültig zugesprochen bekam. Nach Gründung der Provinz Westfalen führte Preußen unter zunächst weitgehender Beibehaltung der französischen Verwaltungsgliederung seine eigenen Verwaltungsstrukturen ein. Die Bürgermeisterei Castrop wurde dabei dem Landkreis Dortmund, der seinerseits in Nachfolge des Arrondissement Dortmund stand, zugeordnet. Zu der Bürgermeisterei gehörten zwei Steuergemeinden, die aus 26 Bauerschaften bestanden, die ihrerseits teilweise zu elf bzw. 13 Landgemeinden zusammengeschlossen waren (zeitgenössische Schreibweise): Steuergemeinde Kastrop: Kastrop (Titularstadt), Behringhausen, Börnig, Gisenberg mit Sodingen, Holthausen, Ober-Kastrop, Bövinghausen, Merklinde, Frohlinde, Rauxel mit Goldschmieding und Habinghorst Steuergemeinde Mengede: Mengede, Ickern, Brüninghausen, Oestrich, Deininghausen, Dingen, Bodelschwingh, Westerfilde, Nette, Deusen, Ellinghausen, Schwieringhausen und Groppenbruch1843 wurde die Bürgermeisterei aufgrund der preußischen Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen von 1841 zu einem westfälischen Amt umgewandelt. Es umfasste die Titularstadt Castrop und 23 Landgemeinden. Das Amt bestand 1887 aus folgenden Gemeinden (zeitgenössische Schreibweise): Am 1. April 1889 schieden die dreizehn Gemeinden Bodelschwingh, Brüninghausen, Deininghausen, Deusen, Dingen, Ellinghausen, Groppenbruch, Ickern, Mengede, Nette, Oestrich, Schwieringhausen und Westerfilde aus dem Amt Castrop aus und bildeten das Amt Mengede.Das Amt Castrop wurde am 1. April 1902 aufgelöst, gleichzeitig erhielt die Gemeinde Castrop die Stadtrechte gemäß der Städteordnung und wurde dadurch amtsfrei. Die amtsangehörigen Gemeinden wurde auf die neugegründeten Ämter Rauxel und Sodingen sowie die Stadt Castrop aufgeteilt: Amt Rauxel: Bövinghausen bei Castrop, Frohlinde, Habinghorst, Merklinde und Rauxel Amt Sodingen: Börnig, Holthausen bei Castrop und Giesenberg-Sodingen Stadt Castrop: Behringhausen, Castrop und ObercastropIn der Zeit nach der Amtsauflösung fanden folgende Gebietsänderungen in den Gemeinden statt.