place

Lutherkirche (Castrop-Rauxel)

Backsteinbauwerk des HistorismusBaudenkmal in Castrop-RauxelBauwerk in Castrop-RauxelErbaut in den 1880er JahrenKirche in der Evangelischen Kirche von Westfalen
Kirchengebäude im Kreis RecklinghausenMartin-Luther-KircheNeugotisches Bauwerk in Nordrhein-WestfalenNeugotisches Kirchengebäude
Castrop Lutherkirche
Castrop Lutherkirche

Die Lutherkirche ist eine Kirche in Castrop-Rauxel und eines der Wahrzeichen der Altstadt von Castrop. Sie wurde 1881 von der evangelischen Kirchengemeinde Castrop im Stil der Neobacksteingotik errichtet und am 1. Advent desselben Jahres (30. November 1881) in einem Festgottesdienst eingeweiht. Im Vorraum der Kirche befindet sich ein wertvolles Grabepitaph von Philipp von Viermundt, der auf Schloss Bladenhorst die Reformation in Castrop einführte. Nach dem Abriss der Schlosskirche wurde das Epitaph in der Lutherkirche aufgestellt. Die Lutherkirche wird aufgrund ihrer guten Akustik immer wieder für Konzerte genutzt.

Auszug des Wikipedia-Artikels Lutherkirche (Castrop-Rauxel) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Lutherkirche (Castrop-Rauxel)
Wittener Straße,

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse Webseite Weblinks In der Umgebung
placeAuf Karte anzeigen

Wikipedia: Lutherkirche (Castrop-Rauxel)Bei Wikipedia weiterlesen

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.548577 ° E 7.312989 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Lutherkirche

Wittener Straße 25
44575 , Castrop
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
mapBei Google Maps öffnen

Webseite
paulusgemeinde-castrop.de

linkWebseite besuchen

linkWikiData (Q1877934)
linkOpenStreetMap (87285081)

Castrop Lutherkirche
Castrop Lutherkirche
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Amt Castrop
Amt Castrop

Das Amt Castrop, im 19. Jahrhundert auch in der Schreibweise Amt Kastrop, war ein Amt im Landkreis Dortmund.Das Amt entstand als Bürgermeisterei Castrop 1817 in Nachfolge der Mairie Castrop, die ihrerseits wenige Jahre zuvor unter französischer Herrschaft im Département Ruhr des Großherzogtums Berg gegründet wurde und dem Kanton Dortmund des Arrondissement Dortmund zugewiesen wurde. Preußen verwaltete provisorisch das Großherzogtum nach Abzug der Franzosen im Generalgouvernement Berg, bevor es auf dem Wiener Kongress das Gebiet des Großherzogtums endgültig zugesprochen bekam. Nach Gründung der Provinz Westfalen führte Preußen unter zunächst weitgehender Beibehaltung der französischen Verwaltungsgliederung seine eigenen Verwaltungsstrukturen ein. Die Bürgermeisterei Castrop wurde dabei dem Landkreis Dortmund, der seinerseits in Nachfolge des Arrondissement Dortmund stand, zugeordnet. Zu der Bürgermeisterei gehörten zwei Steuergemeinden, die aus 26 Bauerschaften bestanden, die ihrerseits teilweise zu elf bzw. 13 Landgemeinden zusammengeschlossen waren (zeitgenössische Schreibweise): Steuergemeinde Kastrop: Kastrop (Titularstadt), Behringhausen, Börnig, Gisenberg mit Sodingen, Holthausen, Ober-Kastrop, Bövinghausen, Merklinde, Frohlinde, Rauxel mit Goldschmieding und Habinghorst Steuergemeinde Mengede: Mengede, Ickern, Brüninghausen, Oestrich, Deininghausen, Dingen, Bodelschwingh, Westerfilde, Nette, Deusen, Ellinghausen, Schwieringhausen und Groppenbruch1843 wurde die Bürgermeisterei aufgrund der preußischen Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen von 1841 zu einem westfälischen Amt umgewandelt. Es umfasste die Titularstadt Castrop und 23 Landgemeinden. Das Amt bestand 1887 aus folgenden Gemeinden (zeitgenössische Schreibweise): Am 1. April 1889 schieden die dreizehn Gemeinden Bodelschwingh, Brüninghausen, Deininghausen, Deusen, Dingen, Ellinghausen, Groppenbruch, Ickern, Mengede, Nette, Oestrich, Schwieringhausen und Westerfilde aus dem Amt Castrop aus und bildeten das Amt Mengede.Das Amt Castrop wurde am 1. April 1902 aufgelöst, gleichzeitig erhielt die Gemeinde Castrop die Stadtrechte gemäß der Städteordnung und wurde dadurch amtsfrei. Die amtsangehörigen Gemeinden wurde auf die neugegründeten Ämter Rauxel und Sodingen sowie die Stadt Castrop aufgeteilt: Amt Rauxel: Bövinghausen bei Castrop, Frohlinde, Habinghorst, Merklinde und Rauxel Amt Sodingen: Börnig, Holthausen bei Castrop und Giesenberg-Sodingen Stadt Castrop: Behringhausen, Castrop und ObercastropIn der Zeit nach der Amtsauflösung fanden folgende Gebietsänderungen in den Gemeinden statt.

Synagoge (Castrop)
Synagoge (Castrop)

Die Synagoge in Castrop, ein Teil der heutigen Stadt Castrop-Rauxel in Nordrhein-Westfalen, wurde 1845 in der Ortsmitte von Castrop errichtet. Ihre Lage befand sich im Verlauf der heutigen Verbindungsstraße, die Münsterstraße und Busbahnhof verbindet. Sie unterschied sich nicht wesentlich von den umliegenden Fachwerkhäusern; allerdings wurde das Gebäude in späteren Jahren mit Platten verkleidet. Laut dem Statut von 1857 umfasste der Synagogenbezirk Castrop die Juden der Bürgermeisterei Castrop sowie der Ortschaften Mengede, Bodelschwingh und Deusen. Im Jahr 1901 erfolgte die Erweiterung des Bezirks um die Ortschaften Rauxel, Habinghorst, Merklinde, Frohlinde, Sodingen, Holthausen und Börnig. Die Maße der Synagoge waren 13,5 m mal 8,5 m. Der Eingang führte zum kleineren Schulraum und zum nach Osten ausgerichteten Betsaal. Er war an den Seiten mit hohen, gefächerten Rundbogenfenstern versehen und hatte an der Stirnseite eine Apsis, sodass der Toraschrein mit seinen kunstvoll geschnitzten Holztüren wie in die Vorderwand eingelassen wirkte. Die Wände waren bis zur Decke mit ornamentalen Kacheln bedeckt, wobei der untere Bereich vermutlich aus akustischen Gründen mit Tüchern verhängt war. Die Bima war, ebenso wie der Toraschrein, nach Osten hin ausgerichtet und stand vor diesem. Die Ewige Lampe hing über ihr. Aufgrund der Raumbreite wurden drei Bankreihen aufgestellt. Zwischen diesen lagen zwei Durchgänge zur Bima und zum Toraschrein. Die Frauengalerie erhob sich über dem hinteren Teil des Betsaals. Dieses Erscheinungsbild war vermutlich das Resultat einer gründlichen Renovierung im Jahr 1922. Auch ein Harmonium wurde in diesem Zusammenhang angeschafft und aufgestellt. Die „Israelitische Gemeinde Castrop“, wie im Briefkopf erwähnt, zählte in diesen Jahren etwa 130 Mitglieder. Sie gehörte zu den ärmsten jüdischen Gemeinden in Westfalen und erhielt regelmäßig einen Zuschuss vom Landesverband, um den Schuletat zu decken. Beim Novemberpogrom 1938 setzten Nationalsozialisten die Synagoge in Brand. Ein paar Tage später ließ die Baupolizei einen vollständigen Abbruch durchführen. Der Rat beschloss im Januar 1939 den Erwerb des Grundstücks, um die Straße „Im Ort“ zu verbreitern. Ein Gedenkstein erinnert seit 1970 an die ehemalige Synagoge. Heute erinnern ihr Gebäudeumriss im Pflaster und eine Gedenktafel an das ehemalige Bauwerk. Die Platzfläche trägt den Namen „Simon-Cohen-Platz“, benannt nach dem Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie aus Castrop-Rauxel. Dies wurde bereits durch die Volkszählung im Amt Castrop-Rauxel am 14. Dezember 1849 für das Wohn- und Geschäftshaus an der Münsterstraße 14 nachgewiesen. Simon Cohen, der in der Kommunalpolitik tätig war, gehörte u. a. zu den Gründern der Freiwilligen Feuerwehr und weiterer Organisationen in Castrop.