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Gesellschaftswissenschaftliches Institut Hannover

AufklärungForschungseinrichtung in HannoverGegründet 1991Gottfried Wilhelm Leibniz Universität HannoverKritische Theorie
Linden-SüdPhilosophische InstitutionVerein (Hannover)

Das Gesellschaftswissenschaftliche Institut Hannover ist ein gemeinnütziger Verein, der 1991 in Hannover gegründet wurde. Inzwischen arbeiten in ihm Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen (Philosophie, Mathematik, Sozialwissenschaften, Geschichte, Naturwissenschaften, Literatur- und Sprachwissenschaften) zusammen, deren Interesse am gegenwärtigen Stand des wissenschaftlichen Bewusstseins und der Gesellschaftswissenschaft durch die allen gemeinsame Orientierung an der philosophischen Tradition und der Marxschen Theorie bestimmt ist. Das GI organisiert regelmäßig Seminare und Vorträge zu Themen der Gesellschaftswissenschaft, der Philosophie und fächerübergreifenden Gegenständen, außerdem bietet es in der vorlesungsfreien Zeit Ferienkurse an. Die Seminarreihen sollen das Lehrangebot der Universität Hannover ergänzen. Sie wurden in der Regel in Zusammenarbeit mit Dozenten des Philosophischen Seminars oder der sozialwissenschaftlichen Institute konzipiert. Die in der Regel in der Universität, teilweise auch im eigenen Seminarraum stattfindenden öffentlichen Seminare werden ehrenamtlich von Studenten höheren Semesters oder ehemaligen Studenten geleitet. Sie stehen nicht nur Studenten der Philosophie und der Sozialwissenschaften offen, sondern sie ermöglichen auch Studenten anderer Fachrichtungen, sich mit den philosophischen Grundlagen ihrer Wissenschaft vertraut zu machen. Neben den öffentlichen Angeboten gibt es Arbeitsgruppen, die der internen Weiterbildung sowie der Realisierung mehrjähriger Forschungsvorhaben dienen. Seit dem November 2004 hat das GI zudem die Aufgabe, die Veröffentlichung des wissenschaftlichen Nachlasses von Peter Bulthaup zu organisieren. Zurzeit finanziert sich das GI zum überwiegenden Teil aus Spenden. Vorstand: Maxi Berger Helge Nickelé Michael StädtlerMitarbeiter: Łukasz Mazur Heiko VollmannWissenschaftlicher Beirat: Andreas Arndt (Berlin) Peter Bulthaup (†) Andreas Gruschka (Frankfurt am Main) Adelheid Homann (Oldenburg) Gernot Koneffke (†) (Darmstadt) Günther Mensching (Hannover) Moshe Zuckermann (Tel Aviv)

Auszug des Wikipedia-Artikels Gesellschaftswissenschaftliches Institut Hannover (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Gesellschaftswissenschaftliches Institut Hannover
Badenstedter Straße, Hannover Linden-Mitte (Linden-Limmer)

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In der Umgebung

Niemeyerstraße
Niemeyerstraße

Die Niemeyerstraße in Hannover wurde 1874 im heutigen Stadtteil Linden-Mitte angelegt und nach Heinrich Niemeyer benannt, dem letzten Lindener Gemeindevorsteher vor der Erhebung des damaligen Dorfes zur Stadt. An dem von der Posthornstraße bis zur Kirchstraße führenden Verkehrsweg begann nur wenige Jahre nach der deutschen Reichsgründung eine erste Bebauung, zunächst nur auf der nördlichen Straßenseite gegenüber einer damals neu erbauten Mauer mit älterem Toreingang zum Von-Alten-Park. Während der östliche Teil der Niemeyerstraße – zwischen der Egestorffstraße und der Hallermünder Straße – anfangs lediglich Gewerbeeinrichtungen vorbehalten blieb, entstand in den Jahren von 1874 bis 1891 am westlichen Straßenabschnitt nach und nach eine geschlossenene Reihenbebauung. Zu den ersten in den Grundbüchern des Königlichen Amtsgerichts erfassten Immobilienbesitzern, die teils auch in der Niemeyerstraße wohnten, zählten neben dem Namensgeber der Straße unter anderem Victor von Alten und der Maurermeister Heinrich Köhler. Auf Veranlassung der Grundstückseigentümer entstanden schließlich die in einer Linie fluchtende Reihe aus zwei- bis viergeschossigen Wohnhäusern, die mit ihren Fassaden durch ihre Backsteinziegel und ihre gleichmäßige Ausstattung mit eingefriedeten Vorgärten nur auf den ersten Blick „relativ homogen“ wirken. Als ältestes erhaltenes Wohngebäude in der Straße gilt das Haus Nummer 11, das im späten 19. Jahrhundert jedoch erweitert und verändert wurde. 1874 datiert das Haus Nummer 10, während das Haus Nummer 12, 1875 erbaut, ähnlich wie die jüngere Nummer 15 den Typus des villenähnlichen Wohnhauses repräsentieren. Die rückwärtig erschlossenen Gebäude Nummer 13 und 14 dokumentieren, ähnlich wie Nummer 10, „das große zweispännige mit Bauwich errichtete Mietwohnhaus der Jahre vor 1890“, das sich durch flache, sparsam gesetzte Gesimse und Formsteine auszeichnet sowie durch eine Gliederung der Fassade mittels farblich abgesetzten Ziegelsteinen. Erst „nach der selbstbewußten Planung des Lindener Marktes“ und dem damit verbundenen neuen Straßensystem entstand um 1890 auf trapezförmigen Baugrundstück das Eckgebäude an der Egestorffstraße. Der Erste Weltkrieg leitete 1917 die Bebauung der südlichen Straßenseite ein: Die beiden Direktorenvillen für die Leiter der Lindener Eisen- und Stahlwerke stellten erstmals sichtbar eine Verbindung zur Lindener Industrie her.