Die Romstraße (italienisch via Roma) ist eine Straße in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Sie nimmt im Norden am Hadrianplatz ihren Anfang, wo sie die Fortsetzung der Italienallee bildet und auf die West-Ost-Achse der Drususallee trifft, und führt von dort zwischen dichter Bebauung in südliche Richtung, wobei sie zunächst die Grenze zwischen den Stadtvierteln Gries-Quirein und Europa-Neustift bildet. Sie überquert mittels der Rombrücke die Radroute 1 „Brenner–Salurn“ und den Eisack, unterquert die auf einem Viadukt geführte Brennerautobahn, wird selbst von der Brennerstaatsstraße in einem Tunnel unterquert, und erreicht das Bozner Industriegebiet. Eine kurze Wegstrecke weiter unterquert sie die Trassen der Bahnstrecke Bozen–Meran und der Brennerbahn und erreicht das Wohngebiet des Stadtviertels Oberau-Haslach, wo sie an einem Kreisverkehr endet.
Der einzige städtische Platz entlang ihres Wegverlaufs ist der westseitig angeordnete Lino-Ziller-Platz, benannt nach Bozens erstem demokratisch gewählten Nachkriegsbürgermeister Lino Ziller. Dort waren einstmals die Messe Bozen und die Eishalle der Stadt („Palaghiaccio“) angesiedelt. Der Platzraum bekam erst 2013 einen eigenen Namen und wurde 2019 komplett umgestaltet.
Wenig weiter südlich befindet sich eine große Straßenkreuzung, an der die Florenzstraße, Dalmatienstraße und Turinstraße in die Romstraße einmünden; diese platzähnliche Straßenweitung hat zwar keine offizielle Benennung, wird aber im Volksmund der umliegenden Viertel – nach einer ehemals dort befindlichen Bar – „il Moretti“ genannt.
Die einzige öffentliche Einrichtung entlang des Straßenzugs – zwischen dem Lino-Ziller-Platz und dem piazzale Moretti gelegen – ist die deutschsprachige Landesberufsschule für Handwerk und Industrie, deren Neubau im Jahr 2009 mit dem Südtiroler Architekturpreis ausgezeichnet wurde.