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Maria Heim (Bozen)

Baudenkmal in BozenBauwerk in BozenErbaut im 17. JahrhundertKirchengebäude in Bozen
Maria Heim Bozen
Maria Heim Bozen

Maria Heim (auch Mariaheim) ist ein ehemaliger Gutshof des Chorherrenstifts Neustift bei Brixen. Heute wird die Anlage, die im Wesentlichen Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet wurde, als Gemeinschaftszentrum für die deutschsprachige Bevölkerung des mehrheitlich italienischen Stadtviertels Europa-Neustift genutzt. Der Name des Stadtviertels bezieht sich indirekt auf Maria Heim, da der namensgebende Neustifterweg, an dem auch Maria Heim liegt, seine Bezeichnung von den örtlichen Besitzungen Neustifts trägt.

Auszug des Wikipedia-Artikels Maria Heim (Bozen) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Maria Heim (Bozen)
Neustifterweg, Bozen Europa-Neustift

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 46.492399 ° E 11.337799 °
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Adresse

Conventino di Novacella - Marienheim

Neustifterweg 5
39100 Bozen, Europa-Neustift
Trentino-Südtirol, Italien
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Maria Heim Bozen
Maria Heim Bozen
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In der Umgebung

Romstraße (Bozen)
Romstraße (Bozen)

Die Romstraße (italienisch via Roma) ist eine Straße in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Sie nimmt im Norden am Hadrianplatz ihren Anfang, wo sie die Fortsetzung der Italienallee bildet und auf die West-Ost-Achse der Drususallee trifft, und führt von dort zwischen dichter Bebauung in südliche Richtung, wobei sie zunächst die Grenze zwischen den Stadtvierteln Gries-Quirein und Europa-Neustift bildet. Sie überquert mittels der Rombrücke die Radroute 1 „Brenner–Salurn“ und den Eisack, unterquert die auf einem Viadukt geführte Brennerautobahn, wird selbst von der Brennerstaatsstraße in einem Tunnel unterquert, und erreicht das Bozner Industriegebiet. Eine kurze Wegstrecke weiter unterquert sie die Trassen der Bahnstrecke Bozen–Meran und der Brennerbahn und erreicht das Wohngebiet des Stadtviertels Oberau-Haslach, wo sie an einem Kreisverkehr endet. Der einzige städtische Platz entlang ihres Wegverlaufs ist der westseitig angeordnete Lino-Ziller-Platz, benannt nach Bozens erstem demokratisch gewählten Nachkriegsbürgermeister Lino Ziller. Dort waren einstmals die Messe Bozen und die Eishalle der Stadt („Palaghiaccio“) angesiedelt. Der Platzraum bekam erst 2013 einen eigenen Namen und wurde 2019 komplett umgestaltet. Wenig weiter südlich befindet sich eine große Straßenkreuzung, an der die Florenzstraße, Dalmatienstraße und Turinstraße in die Romstraße einmünden; diese platzähnliche Straßenweitung hat zwar keine offizielle Benennung, wird aber im Volksmund der umliegenden Viertel – nach einer ehemals dort befindlichen Bar – „il Moretti“ genannt. Die einzige öffentliche Einrichtung entlang des Straßenzugs – zwischen dem Lino-Ziller-Platz und dem piazzale Moretti gelegen – ist die deutschsprachige Landesberufsschule für Handwerk und Industrie, deren Neubau im Jahr 2009 mit dem Südtiroler Architekturpreis ausgezeichnet wurde.

Hadrianplatz
Hadrianplatz

Der Hadrianplatz (italienisch Piazza Adriano) ist ein Platz in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Er ist nach dem römischen Kaiser Hadrian benannt. Der 1935/36 im Kontext der faschistischen Stadtplanung angelegte Platz trug zunächst den einsprachigen Namen Piazza XXVIII Ottobre, benannt nach dem Tag des Marschs auf Rom. Nach dem Sturz Mussolinis am 25. Juli 1943 und dem damit verbundenen Machtverfall des faschistischen Regimes wurde der Platz im August 1943 einsprachig in Piazza Adriano umbenannt. Nach 1945 wurde daraus der heutige zweisprachige Platznamen. Der Platz ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt des Kraftverkehrs in Bozen und ist an der Grenze zwischen den Stadtvierteln Gries-Quirein und Europa-Neustift gelegen. An ihm trifft die Ost-West-Achse der Drususallee auf die Nord-Süd-Achse, die aus der Italienallee und der Romstraße gebildet wird. Allein an der nordwestlichen Seite des Platzes, wo zudem die Duca-d'Aosta-Allee einmündet, besteht genug Raum für eine kleine, von Straßenflächen eingefriedete Parkanlage. In dieser befindet sich ein Denkmal des Künstlers Claudio Trevi, das zwei sich gegenseitig stützende, unbekleidete Jünglinge zeigt und laut Widmungsaufschrift an alle Zivilpersonen und Soldaten erinnert, die während der Befreiungskämpfe des Zweiten Weltkriegs getötet wurden („Ai caduti per la libertà / Den für die Freiheit Gefallenen“). Das Bronzerelief des Denkmals wurde 1949 im Auftrag der ANPI gegossen, aber erst 1955 an der Quireiner Wassermauer an der Talfer aufgestellt. 1957 musste die Stadtgemeinde für eine Erneuerung der beschädigten Bronze-Inschrift aufkommen, 1965 wurde das Denkmal – nun mit einem von Guido Pelizzari entworfenen Betonrahmen versehen – auf den Hadrianplatz versetzt. Im Rahmen einer Neugestaltung der Platzfläche 2005 erhielt das Relief seinen heutigen Rahmen aus Cortenstahl; direkt neben ihm wurden nach einer Idee der Künstlerin Cristina Vignocchi auf einer Stele Worte zum Frieden von europäischen Schriftstellern und Philosophen (wie etwa Platon) angebracht. Von der ursprünglichen Randverbauung des Platzes sind nur die Etagenwohnhäuser mit Läden an der Südwestecke (Drususallee 47–53), ein Werk des Architekten Armando Ronca aus den Jahren 1935–1937, erhalten geblieben. Der architektonisch qualitätvolle ehemalige Firmensitz von Fiat im nordwestlichen Platzbereich fiel hingegen in den 1990er Jahren „der unersättlichen Spekulationsgier eines örtlichen Baumagnaten zum Opfer“ und wurde durch Funktionsbauten ersetzt.

Gerichtsplatz (Bozen)
Gerichtsplatz (Bozen)

Der Gerichtsplatz (italienisch Piazza del Tribunale) ist ein Platz in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Er wurde zur Zeit des Faschismus im Ortsteil Gries-Quirein erbaut und trug ursprünglich den Namen Piazza Arnaldo Mussolini, benannt nach Arnaldo Mussolini (1885–1931), dem Bruder des Diktators Benito Mussolini. Nördlich des Platzes befindet sich der Justizpalast, welcher das Landesgericht Bozen beherbergt. Gegenüber im Süden liegt die 1939/42 errichtete Casa Littoria mit ihrem überdimensionalen, den Faschismus verherrlichenden Relief des Bildhauers Hans Piffrader; dabei handelt es sich um das ehemalige Parteigebäude der Nationalen Faschistischen Partei. Die beiden Gebäude und der Platz bilden zusammen ein monumentales Ensemble, das vom rationalistischen Baustil der faschistischen Ära deutlich geprägt ist.Auf dem gepflasterten Platz befindet sich der Najadenbrunnen. Er stammt von dem Trentiner Bildhauer Eraldo Fozzer (1908–1995) und wurde im Jahre 1958 auf dem Gerichtsplatz aufgestellt. 2003 erfolgte zusammen mit dem Neubau einer Tiefgarage unter dem Platz und der Platzneugestaltung die Sanierung des Najadenbrunnens. Zur Gesamtkonzeption des Platzes gehört mittelbar auch die östlich seitlich der Italienallee etwas abgesetzte Christkönigskirche, die ebenfalls ab 1938 errichtet wurde und zusammen mit der Casa Littoria und dem Gerichtsgebäude ein ideologisch aufgeladenes Entrée des vom Faschismus geplanten „Groß-Bozens“ darstellte.

Italienallee
Italienallee

Die Italienallee (italienisch Corso Italia) ist ein breiter Boulevard in der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen, der im Stadtteil Gries-Quirein in süd-nördlicher Richtung die Drususallee mit der Freiheitsstraße bzw. den Hadrianplatz mit dem Mazziniplatz verbindet. Etwa in der Mitte der Allee befindet sich seitlich angeordnet der Gerichtsplatz. Angelegt in den Jahren 1938/39 im Kontext der Faschisierung des Bozner Stadtbildes, hieß die von Bäumen gesäumte Straße ursprünglich Julius-Caesar-Allee (Viale Giulio Cesare). Gemäß dem Bauleitplan von Marcello Piacentini für ein den Ordnungsvorstellungen des italienischen Faschismus entsprechendes „Groß-Bozen“ sollte das Dreigestirn von ehemaligem Parteisitz in der Casa Littoria (heutiges Finanzamt), Justizpalast und der Christkönigskirche ein neues städtisches Entrée bilden. Hier war mit dem unmittelbaren Zusammenspiel von gerichtlicher, politischer und ideologisch-religiöser Macht „das totalitäre Programm architektonisch mit Händen zu greifen“. Die bis zur Befreiung von Faschismus und Nationalsozialismus nur marginal mit Gebäuden versehene Straße erhielt ihre Randverbauung erst ab den 1950er Jahren. Ihre südliche Fortsetzung, die Romstraße und -brücke (über den Eisack), bindet den Stadtraum axial an das Industriegebiet Bozen an und vermittelt in das Stadtviertel Oberau-Haslach. Die Straße besitzt zwei Fahrspuren sowie in südlicher Richtung eine Vorzugsspur für den Busverkehr und wird beidseits von Fahrradwegen gesäumt.

Justizpalast (Bozen)
Justizpalast (Bozen)

Der Justizpalast (auch Gerichtsgebäude genannt; italienisch Palazzo di Giustizia) in Bozen (Südtirol) ist der zentrale Sitz der örtlichen Justizbehörden. Am Gerichtsplatz im Stadtteil Gries-Quirein gelegen, wurde der ausladende Bau im rationalistischen Stil des späten Faschismus nach den Entwürfen der Architekten Paolo Rossi de Paoli und Michele Busiri Vici ab 1939 errichtet, aber erst 1956 abgeschlossen und bezogen. Heute befinden sich hier die Büros und Gerichtssäle des Landesgerichts Bozen und der örtlichen Staatsanwaltschaft. Das an der Stirnseite mit weißen Travertinplatten verkleidete und rückseitig in Sichtziegelmauerwerk verzierte Gebäude weist eine monumentale Eingangstreppe auf; die konkave Krümmung der Fassade korrespondiert mit der südlich gegenüber liegenden Casa Littoria (bis 1943 Sitz der örtlichen Sektion der Faschistischen Partei, heute Heimstatt der Finanzämter). Oberhalb des Eingangsbereichs befindet sich ein die Göttin Justitia zeigendes Relief, die ohne Augenbinde, dafür mit direktem Blick auf das ehemalige faschistische Parteigebäude dargestellt ist.Die lateinische Aufschrift auf dem Architrav des Justizpalastes Pro Italico Imperio virtute iustitia hierarchia unguibus et rostris („Für das italienische Imperium in Tugend, Gerechtigkeit und Hierarchie mit Klauen und Zähnen“) verweist mit ihrem expliziten Bezug auf das 1936 ausgerufene faschistische Mittelmeerreich auf die ursprüngliche Funktion des Gebäudes, gemeinsam mit dem Parteisitz und der schräg versetzten Christkönigskirche der Verherrlichung des Regimes zu dienen und entlang der früheren Julius-Caesar-Allee (der heutigen Italienallee) „die Funktion eines ideologisch aufgeladenen Portals zum neuen faschistischen «Groß-Bozen» [zu] erfüllen“.Am 12. September 1948 fand im noch unfertigen Gebäude bzw. auf dem Gerichtsplatz die erste in der Nachkriegszeit ausgerichtete Internationale Bozner Mustermesse statt. Der Messestandort wurde in den 1950er Jahren in das Areal der inzwischen abgerissenen Eishalle an der Romstraße verlegt.Im Dezember 2017 ging der bis dahin staatliche Bau kostenlos ins Eigentum der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol über, die seitdem für den Unterhalt des Gebäudes aufkommt.