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Justitia (Kampmann)

Denkmal in BraunschweigErbaut in den 1950er JahrenFrauenskulpturFritz BauerJustitia
KupferskulpturRezeption der römischen MythologieSkulptur (20. Jahrhundert)Skulptur in Braunschweig
Kampmann Bodo Justitia LG Braunschweig 2022 (Brunswyk)3
Kampmann Bodo Justitia LG Braunschweig 2022 (Brunswyk)3

Die Justitia des Künstlers Bodo Kampmann ist eine aus Kupfer getriebene, überlebensgroße Statue, die dieser 1956 im Auftrag von Fritz Bauer, Generalstaatsanwalt am Landgericht Braunschweig, schuf. Die allegorische Darstellung der Göttin der Gerechtigkeit wurde am 8. März 1956 an einer Außenwand des Neubaus des Landgerichts angebracht.

Auszug des Wikipedia-Artikels Justitia (Kampmann) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Justitia (Kampmann)
Fritz-Bauer-Platz, Braunschweig Mitte

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Breitengrad Längengrad
N 52.263874 ° E 10.523171 °
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Adresse

Fritz-Bauer-Platz 1
38100 Braunschweig, Mitte
Niedersachsen, Deutschland
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Kampmann Bodo Justitia LG Braunschweig 2022 (Brunswyk)3
Kampmann Bodo Justitia LG Braunschweig 2022 (Brunswyk)3
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In der Umgebung

Sondergericht Braunschweig
Sondergericht Braunschweig

Das Sondergericht Braunschweig wurde wie andere NS-Sondergerichte, nur wenige Wochen nach der sogenannten Machtergreifung der Nationalsozialisten eingerichtet. Die erste Verhandlung fand am 8. April 1933 statt. Zu seinen letzten Sitzungen trat das Gericht nur wenige Tage vor der Übergabe der Stadt Braunschweig am 12. April 1945 zusammen. Dem Gericht in Braunschweig kam dieselbe Aufgabe zu, wie den anderen Sondergerichten im NS-Staat: Als Schnellgericht mit eingeschränkten Rechten für die Angeklagten war es fester Bestandteil des ideologisch motivierten Unterdrückungsapparates zur Entrechtung, Verfolgungen, Einschüchterung und Beseitigung vermeintlicher oder tatsächlicher Regimegegner. Wie es Roland Freisler, Präsident des Volksgerichtshofs, 1939 beschrieb, betrachtete das NS-Regime die Sondergerichte als „Panzertruppe der Rechtspflege“ und als „Kriegsgerichte der inneren Front“. Die Richter am Sondergericht Braunschweig verhandelten in den knapp 12 Jahren ihrer Tätigkeit mehr als 6000 Fälle und verhängten 92 Todesurteile, neun davon gegen Frauen. Der wohl bekannteste Fall ist das Verfahren gegen die 19-jährige Erna Wazinski, die Ende 1944 hingerichtet wurde. Das Sondergericht Braunschweig war bis kurz von der Übergabe der Stadt am 12. April 1945 an US-Truppen tätig. Das letzte Urteil (6 Monate Gefängnis) erging am 6. April 1945, das letzte vollstreckte Todesurteil erging am 6. Februar 1945 gegen Victoria Breuer. Sie wurde am 9. März 1945 hingerichtet. Das letzte – nicht mehr vollstreckte – Todesurteil erging am 27. März 1945. Sämtliche Richter und Staatsanwälte des Sondergerichts Braunschweig wurden in der Nachkriegszeit entnazifiziert und größtenteils wieder in den Justizdienst der jungen Bundesrepublik eingestellt. Wenn es überhaupt zu Anklagen kam, so endeten diese sämtlich wegen Mangels an Beweisen bzw. weil sich die Angeklagten darauf beriefen, geltendes Recht umgesetzt zu haben, mit einem Freispruch.