place

Brancacci-Kapelle (Florenz)

Historisches Zentrum von FlorenzKapelle in ItalienKirchengebäude in Florenz
Brancacci Carmine 10
Brancacci Carmine 10

Die Brancacci-Kapelle ist eine Seitenkapelle in der Kirche Maria del Carmine in Florenz in der Toskana. Sie wird zuweilen wegen ihres Gemäldezyklus, der zu den bekanntesten und einflussreichsten seiner Zeit gehört, als „Sixtinische Kapelle der Frührenaissance“ bezeichnet.

Auszug des Wikipedia-Artikels Brancacci-Kapelle (Florenz) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Brancacci-Kapelle (Florenz)
Piazza del Carmine, Florenz Quartiere 1

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse Weblinks In der Umgebung
placeAuf Karte anzeigen

Wikipedia: Brancacci-Kapelle (Florenz)Bei Wikipedia weiterlesen

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 43.767778 ° E 11.243611 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Cappella Brancacci

Piazza del Carmine
50125 Florenz, Quartiere 1
Toskana, Italien
mapBei Google Maps öffnen

linkWikiData (Q1996075)
linkOpenStreetMap (4653668717)

Brancacci Carmine 10
Brancacci Carmine 10
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Santa Maria del Carmine (Florenz)
Santa Maria del Carmine (Florenz)

Santa Maria del Carmine ist eine römisch-katholische Kirche auf der südlichen Seite des Arno in Florenz. Die Kirche trägt seit 1955 den Titel einer Basilica minor. Die Kirche, die Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel gewidmet ist, wurde ab 1268 als Teil eines bis heute bestehenden Karmeliterklosters errichtet. Vom ursprünglichen Gebäude haben sich lediglich ein paar romanisch-gotische Reste an den Seiten erhalten. Die Klosteranlage wurde erstmals 1328 und danach 1464 erweitert, als der Kapitelsaal und das Refektorium errichtet wurden. Die einschiffige Kirche behielt dabei den Grundriss des Lateinischen Kreuzes bei. Wie bei vielen anderen Kirchen in Florenz (so z. B. San Lorenzo) blieb die Fassade unvollendet; die vorgesehenen Inkrustationen wurden nicht mehr ausgeführt. Nachdem das Bauwerk im 16. und 17. Jahrhundert im Barock-Stil umgebaut worden war, wurde die Kirche 1771 durch ein Feuer schwer beschädigt. Die Sakristei wurde von dem Brand verschont, sodass dort einige Kunstwerke erhalten blieben. Das Innere der Kirche wurde 1782 im Stil des Rokoko wiedererrichtet, dabei wurde das Gewölbe illusionistisch ausgemalt. Die bedeutendste Kapelle, die Brancacci-Kapelle, blieb ebenfalls erhalten. Die Ausmalung zeigt 15 Szenen aus dem Leben des Apostels Petrus und ist einer der bedeutendsten Freskenzyklen der Frührenaissance in Florenz. Dieser wurde 1424 von Masolino begonnen, 1427 von Masaccio wesentlich erweitert und 1485 von Fra Filippino Lippi vollendet. Die Brancacci-Kapelle wurde nach jahrelangen Restaurierungsarbeiten (finanziert von der italienischen Computerfirma Olivetti) 1990 wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei diesem Anlass wurde im Juni 1990 auch eine große Masaccio-Ausstellung eröffnet. Die Restaurierung der Masaccio-Fresken ist derjenigen der Michelangelo-Fresken in der Sixtinischen Kapelle in der Vatikanstadt vergleichbar; das bedeutendste Fresko ist Der Zinsgroschen.

Ponte Amerigo Vespucci
Ponte Amerigo Vespucci

Die Ponte Amerigo Vespucci (oft auch kurz Ponte Vespucci genannt) überbrückt den Arno in Florenz als dritte Brücke unterhalb der Ponte Vecchio und verbindet die Uferstraßen Lungarno Amerigo Vespucci am rechten mit dem Lungarno Soderini am linken Ufer. Etwas oberhalb der Brücke wird der Fluss durch die Pescaia di Santa Rosa aufgestaut, eine schräg über den Fluss gebaute Sohlschwelle, mit der seine Fließgeschwindigkeit verringert wird. Sie ist nach Amerigo Vespucci benannt, der aus Florenz stammte. Die Brücke ist eine moderne, erst nach dem Zweiten Weltkrieg gebaute Straßenbrücke, die sich dennoch gut in die historische Umgebung einfügt. Die 163 m lange und 22,50 m breite Brücke hatte ursprünglich je zwei durch eine Mittelbarriere getrennte Fahrstreifen, einen Streifen für parkende Autos und einen etwa 2 m breiten Gehweg. 2022 wurde beidseitig ein Radweg neben dem Gehweg installiert und der Anwohner-Parkstreifen zu Lasten eines Fahrstreifens verschoben. Die Brücke wird von zwei mit Naturstein verkleideten Pfeilern aus Stahlbeton getragen, die auf tief in den Untergrund des Flusses reichenden Bohrpfählen gegründet sind. Die Widerlager sind hinter den Ufermauern verborgen. Die Spannbetonbrücke wurde von Riccardo Morandi mit Unterstützung der Architekten Ernesto Nelli, Giuseppe Giorgio Gori und Enzo Gori entworfen und in den Jahren 1955 bis 1957 gebaut. Ihre drei jeweils 54,3 m weiten Felder sind jeweils eigenständige Konstruktionen aus flachen, geringfügig gevouteten 14-zelligen Hohlkästen, deren Spannstähle über das ganze Feld bis in die Pfeiler bzw. Widerlager reichen. Bei der Sanierung 2019 wurde auch eine tiefe Auskolkung am linken Pfeiler geschlossen. Außerdem wurde das ursprüngliche Steinpflaster durch eine Asphaltdecke ersetzt.