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Hanomag-Gelände

HanomagLinden-Süd
Halle 96 factory building Hanomag Hanomagstrasse Hanover Germany 02
Halle 96 factory building Hanomag Hanomagstrasse Hanover Germany 02

Die Gebäude des ehemaligen Hanomag-Geländes sind ein bedeutendes Beispiel für die deutsche Industriearchitektur im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Das Gelände befindet sich im südlichen Gebiet der früheren Stadt Linden, heute ein Stadtteil von Hannover. Die Firma Hanomag ging 1984 in Konkurs. Während der folgenden Jahre wurden die meisten Fabrikanlagen abgerissen. Die erhaltenen Gebäude sind heute (2014) größtenteils saniert und werden von verschiedenen Firmen und Privatpersonen genutzt. An dem Gelände lässt sich noch immer erkennen, welche Bedeutung die Eisenverarbeitung in Linden besaß. Es zeugt auch von einem fragwürdigen Aufschwung in einer von Aufrüstung und Krieg bestimmten Zeit.

Auszug des Wikipedia-Artikels Hanomag-Gelände (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Hanomag-Gelände
Hanomagstraße, Hannover Linden-Süd (Linden-Limmer)

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 52.359166666667 ° E 9.7130555555556 °
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Adresse

Zentraler Kriminaldienst

Hanomagstraße
30449 Hannover, Linden-Süd (Linden-Limmer)
Niedersachsen, Deutschland
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Halle 96 factory building Hanomag Hanomagstrasse Hanover Germany 02
Halle 96 factory building Hanomag Hanomagstrasse Hanover Germany 02
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In der Umgebung

Arbeiterstandbild (Hannover)
Arbeiterstandbild (Hannover)

Das Arbeiterstandbild, auch als Hammermann bezeichnet, steht vor dem Werksgelände des früheren Maschinenbauunternehmens Hanomag in Hannover. Es wurde 1941 vom Bildhauer Georg Herting im Sinne der vom NS-Regime propagierten Deutschen Kunst geschaffen. Die denkmalgeschützte Statue aus Muschelkalk steht an der vierspurigen Göttinger Straße neben dem ehemaligen Haupttor der Hanomag. Der dahinter liegende frühere Produktions- und Verwaltungstrakt wurde in den Jahren 1939 und 1940 von Emil Rudolf Mewes erbaut. Die Kolossalstatue sollte die Monumentalwirkung des Gebäudetrakts unterstreichen. Die Statue ist die überlebensgroße Darstellung eines Industriearbeiters. Die Figur hält mit der linken Hand einen großen Hammer und stützt die rechte Hand in der Hüfte auf. Der muskulöse Oberkörper und die Arme sind unbekleidet. Der untere Körperbereich ist ab der Brust mit einem schürzenartigen Kleidungsstück bedeckt, das von einem Riemen zusammengehalten wird und Schutzkleidung darstellen könnte. Das Standbild stellt den „Arbeiter“ heroisierend als Bezwinger der Elemente dar. Diese überhöhte Darstellung der Arbeiterklasse steht im krassen Widerspruch zu den tatsächlichen politischen Verhältnissen in der Zeit des Nationalsozialismus. Das Arbeiterstandbild zeigt eine heroische Körperlichkeit, klare Konturen sowie demonstrative Stärke und entspricht damit dem Monumentalstil der NS-Zeit. Es glorifiziert „ehrliche“ körperliche Arbeit, was im Nationalsozialismus ein ideologisch aufgeladenes und propagandistisch genutztes Motiv war. Nach dem Zweiten Weltkrieg besetzten britische Truppen im Juni 1945 das Werksgelände der Hanomag und demontierten Anlagen. Sie wollten auch das Arbeiterstandbild nach England bringen, in dem sie den besiegten deutschen Herkules sahen. Mitarbeiter der Hanomag verhinderten dies, in dem sie die bereits in drei Teile zerlegte und in Kisten verpackte Statue im Bauhof auf dem Hanomag-Werksgelände versteckten. Zwei Jahre nach Abzug der britischen Truppen kam das Standbild zurück an seinen ursprünglichen Aufstellungsort.