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Schillstraße (Braunschweig)

Ferdinand von SchillStraße in BraunschweigStraße in EuropaUrbaner Freiraum in Braunschweig
Braunschweig Schill Denkmal
Braunschweig Schill Denkmal

Die Schillstraße in Braunschweig liegt im Stadtbezirk Viewegsgarten-Bebelhof in der Nähe des Hauptbahnhofs und verbindet die Helmstedter Straße mit dem Leonhardplatz bzw. dem Berliner Platz. Sie erinnert an Major Ferdinand von Schill, der 1809 in Stralsund während des Aufstands gegen die Herrschaft von Napoléon Bonaparte ums Leben kam. Die im damaligen Flecken St. Leonhard 1874 gewidmete Wörthstraße wurde nach Zweitgen Weltkrieg, 1945 oder 1946, in die Campestraße einbezogen (vermutlich wegen ihres an die Schlacht bei Wörth erinnernden militaristischen Namens), Ende der 1950er Jahre aber wieder abgetrennt und erhielt den Namen Schillstraße. Eine bis dahin „Schillstraße“ benannte andere Straße hatte im Zuge des Baus des neuen Hauptbahnhofs (ehemaliger Bahnhof St. Leonhard/Ostbahnhof) weichen müssen, sie war unmittelbar angrenzend an die heutige Schillstraße nach Süden verlaufen und hatte das unten beschriebene KZ-Außenlager ebenfalls begrenzt.

Auszug des Wikipedia-Artikels Schillstraße (Braunschweig) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).
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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 52.256944444444 ° E 10.543611111111 °
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Adresse

Schillstraße 4
38102 Braunschweig (Viewegsgarten- Bebelhof)
Niedersachsen, Deutschland
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Braunschweig Schill Denkmal
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In der Umgebung

KZ-Außenlager Schillstraße
KZ-Außenlager Schillstraße

Das KZ-Außenlager Schillstraße in Braunschweig wurde am 5. November 1944 als Außenlager des KZ Neuengamme errichtet. Dieses KZ-Außenlager der SS wurde auch als Lager Büssing-NAG/Schillstraße nach der Firma bezeichnet, für die zunächst rund 2000 KZ-Häftlinge Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion der Braunschweiger Automobilwerke Büssing-NAG leisten mussten. Im März 1945 wurde das Konzentrationslager aufgelöst, da die Produktion in den Büssing-Werken aufgrund von Bombenschäden eingestellt werden musste. Die Häftlinge wurden in andere Konzentrationslager verlegt. Auf dem ehemaligen Lagergelände und bei der heutigen Gedenkstätte daran befindet sich auch das Schill-Denkmal, das 1837 als Grabstätte für den Major Ferdinand von Schill und einige seiner Offiziere errichtet wurde. Ferdinand von Schill leitete 1809 einen gescheiterten Aufstandsversuch gegen die napoleonische Besatzung. 1955 wurde das Schilldenkmal neugeweiht und sollte dann auch an die gefallenen Braunschweiger Soldaten des Zweiten Weltkrieges erinnern. Bis zur Errichtung der Gedenkstätte fand am Volkstrauertag die offizielle Gedenkveranstaltung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) und der Stadt Braunschweig am Schilldenkmal statt. Vertreter der Stadt, der Volksparteien, der Bundeswehr und Traditionsverbände ehemaliger Truppenteile legten dort Kränze nieder. 1994 und 1995 kam es am Schilldenkmal zu Auseinandersetzungen der Teilnehmer der offiziellen Gedenkveranstaltung mit Teilnehmern einer an gleicher Stelle und zu gleicher Zeit stattfindenden Gedenkveranstaltung antifaschistischer Gruppen für die Opfer des KZ-Außenlagers. Diese Auseinandersetzungen führten schließlich dazu, dass die Stadt die Gedenkstätte KZ-Außenlager Schillstraße errichtete und die offizielle Gedenkveranstaltung auf den Hauptfriedhof verlegte.

CJD Jugenddorf-Christophorusschule Braunschweig
CJD Jugenddorf-Christophorusschule Braunschweig

Das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. Braunschweig (CJD Braunschweig) ist ein 1977 gegründeter und staatlich anerkannter privater Bildungsanbieter in Braunschweig, dessen Träger das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. (CJD) ist. Die Schüler kommen aus über 28 Nationen. 1981 startete das CJD Braunschweig als erste Einrichtung ein Programm für die Förderung hochbegabter Kinder. Im Gegensatz zum Trend einer möglichst umfassenden Standardisierung und Inklusion im Bildungssektor ist es bis heute die Philosophie im CJD Braunschweig, in einer starken Wertegemeinschaft möglichst umfassende Individualisierung und Differenzierung zu ermöglichen. Die Mitarbeiter werden als „Chancengeber“ bezeichnet. Es verfügt über ein Gymnasium und eine Grundschule, die den entsprechenden staatlichen Schulformen gleichgestellt sind. Außerdem gehören zum CJD Braunschweig ein Internat, die International School Braunschweig-Wolfsburg und die New Yorker Musische Akademie im CJD Braunschweig. Im Jahr 1999 führte das CJD Braunschweig ein externes Qualitätsmanagement ein. Zum mittlerweile dritten Mal wurde 2012 das CJD Braunschweig erfolgreich re-zertifiziert, zuletzt im Sommer 2015. Geltungsbereiche des Zertifikats sind: Ganztagsgrundschule, Ganztagsgymnasium mit differenzierten Unterrichtsprofilen – etwa zur Hochbegabtenförderung sowie zur Förderung des Lern- und Arbeitsverhaltens, International School, Internat mit integrierter Jugendhilfeeinrichtung, psychologische Beratungsstelle zur Diagnostik und Schullaufbahnberatung, Entwicklung von Dienstleistungen in Bildung, Beratung und Pädagogik. Das CJD wiederum bietet jährlich 155.000 jungen und erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunftschancen. Sie werden von 9.500 hauptamtlich und vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter an über 150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebildet. Grundlage ist das christliche Menschenbild mit der Vision „Keiner darf verloren gehen!“.