place

Kulturzentrum Bahnhof-Langendreer

Bauwerk des Jugendstils in Nordrhein-WestfalenDiskothek (Bochum)Erbaut in den 1900er JahrenKulturzentrum (Nordrhein-Westfalen)Route der Industriekultur (Bochum)
Bochum Langendreer Wallbaumweg Kulturbahnhof 04 ies
Bochum Langendreer Wallbaumweg Kulturbahnhof 04 ies

Das Kulturzentrum Bahnhof-Langendreer ist ein überregional bekanntes soziokulturelles Zentrum im Ruhrgebiet. Es befindet sich im Bochumer Stadtteil Langendreer im ehemaligen Empfangsgebäude des dortigen Bahnhofs. 1907 bis 1908 wurde der Bau im modifizierten Jugendstil nach den Plänen des Architekten Schlomeyer als Ersatz zweier alter Bahnhofsgebäude errichtet. 1984 hatte er ausgedient und wurde aufgelassen. Der Abriss konnte durch eine Bürgerinitiative verhindert werden, diese führte auch die umfangreiche Renovierung durch. 1986 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt und ist eine Sehenswürdigkeit auf der Route der Industriekultur. Es beherbergt Gastronomie (in den einstigen Gepäckräumen), zwei Konzert- und Veranstaltungshallen, ein Arthouse- und Programmkino (endstation.kino) und Versammlungsräume. Das Zentrum wird in Selbstverwaltung vom Verein Bahnhof Langendreer e. V. geführt und von der Stadt Bochum durch Zuschüsse mitgetragen. Es ist der Sitz vieler Initiativen und Vereine. Die große Halle dient neben seiner Hauptnutzung als Veranstaltungssaal für diverse Konzerte, Kabarett, Comedy, Lesungen und Kindertheater unter anderem auch für Diskothekenbetrieb und bietet bis zu 600 Personen Platz. Als kleinere Spielstätte gibt es auch noch das "Studio 108" für Veranstaltungen in kleinerem Rahmen.

Auszug des Wikipedia-Artikels Kulturzentrum Bahnhof-Langendreer (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Kulturzentrum Bahnhof-Langendreer
Wallbaumweg, Bochum Langendreer

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse Weblinks In der Umgebung
placeAuf Karte anzeigen

Wikipedia: Kulturzentrum Bahnhof-LangendreerBei Wikipedia weiterlesen

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.479166666667 ° E 7.3211111111111 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Kulturzentrum Bahnhof Langendreer

Wallbaumweg 108
44894 Bochum, Langendreer
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
mapBei Google Maps öffnen

linkWikiData (Q1791903)
linkOpenStreetMap (155888059)

Bochum Langendreer Wallbaumweg Kulturbahnhof 04 ies
Bochum Langendreer Wallbaumweg Kulturbahnhof 04 ies
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Müser-Brauerei
Müser-Brauerei

Die Müser Brauerei AG war eine Bierbrauerei im Bochumer Stadtteil Langendreer. Sie wurde 1866 als Dampfbrauerei Gebr. Müser von Wilhelm und Heinrich Müser, den Söhnen des Schankwirts Johann Wilhelm Müser, nach dessen Tod gegründet. Er hatte an der Hauptstraße seit 1806 eine Brauerei, eine Schankwirtschaft und einen Laden betrieben. Die Brüder erkannten, dass eine industrielle Ausrichtung erforderlich ist und dass der Trend in die Richtung „heller“ bayerischer Biere ging. Am 24. November 1891 wurde das Unternehmen in die Bierbrauerei Gebrüder Müser Aktiengesellschaft umgewandelt. Dadurch erhielten die Brüder das notwendige Kapital für den Ausbau zur Großbrauerei. 1885 wurden die Erzeugnisse der Brauerei auf der Weltausstellung in Antwerpen mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Im Geschäftsjahr 1907/1908 erreichte man bereits eine Produktion von 139.550 Hektolitern Bier mit 100 Beschäftigten. Die Maschinenhalle beherbergte vier Dampfmaschinen. Die Kesselhalle wurde mit einem 50 m hohen Schornstein ausgerüstet. Zum Gelände gehörten Sudhaus- und Kelleranlagen, die bis in 15 m Tiefe reichten, Speicher- und Abfüllhallen. Man stellte ober- und untergäriges Bier her, Eis und ein alkoholfreies Getränk namens Sonetta. 1938 erfolgte die Umbenennung in Müser-Brauerei AG, nach der Überwindung der Weltwirtschaftskrise bestimmten nun die Großaktionäre. Das Dortmunder U auch von Ingenieurs und Architekten Emil Moog bildet einen Pendant zur Müser-Brauerei in Bochum. Die Schultheiss-Brauerei übernahm die Brauerei 1960 und schloss das traditionsreiche Brauhaus im Jahr 1976. Am 1. November 1978 wurde darin eine Diskothek namens „Rockpalast“ eröffnet, heute „Matrix“. Seit März 2014 ist die ehemalige Brauerei eine Station in der Route der Industriekultur, Themenroute Bochum.

Volkspark Langendreer
Volkspark Langendreer

Der Volkspark Langendreer ist ein Volkspark im Stadtteil Langendreer im Osten von Bochum. Der Park mit Liegewiese, Bäumen und Sträuchern entspricht vom Konzept her einem Volkspark bzw. Volksgarten des letzten Jahrhunderts. Er entstand Anfang der 1960er Jahre nach einem Entwurf des Stadtgartendirektors Helmuth Rockholtz (1923–2017) auf dem Gelände zweier ehemaliger Ziegeleien. Von der Tradition her gehört er zu den vergleichbaren Volksgärten des mittleren Ruhrgebiets wie dem Volksgarten Lütgendortmund und dem Rombergpark in Dortmund, sowie dem Volksgarten Kray und dem Grugapark in Essen. Der Volkspark wurde und wird von den Mitarbeitern der ehemals naheliegenden Opel-Werke zur Erholung genutzt. Die Größe des Parks liegt bei 9,4 Hektar. Zum Baumbestand zählen 80 Sorten verschiedener Laub- und Nadelbäume. Im Juli 2021 war die Erneuerung des Parks durch die Stadt Bochum abgeschlossen. Der grüne Charakter der im Stil eines englischen Landschaftsgartens gestalteten Grünanlage wurde beibehalten. Der Spielplatz wurde vergrößert und neu strukturiert. Dieser hat nun Spielflächen zum Rutschen, Schaukeln, Balancieren und Klettern sowie große Sandspielflächen mit Sitzgruppen. Rückzugsbereiche befinden sich im neu gestalteten Rosengarten sowie im Pergolagarten. Für das Fontänenbecken verwendete man Waschbeton. Es gibt eine Boulebahn und zahlreiche Beete voller essbarem Gemüse, die von einer Urban-Gardening-Gruppe gepflegt werden. Alle Wege des Parks wurden überarbeitet. Der sanierte Fußweg führt nun direkt in den Park und verbindet das Zentrum mit der Oase am Alten Bahnhof.