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Brennerei Eickelberg

Ehemaliges Unternehmen (Bochum)Produzierendes Unternehmen (Bochum)Route der Industriekultur (Bochum)
Bochum Ost oberstraße 197267
Bochum Ost oberstraße 197267

Die Brennerei Eickelberg wurde 1866 von Dietrich Eickelberg in Langendreer an der heutigen Oberstraße 43 gegründet, zeitgleich mit der nahegelegenen Müser-Brauerei an der Hauptstraße. Der Betrieb produzierte hochwertigen Korn und Wacholderschnaps, im Gegensatz zum weitverbreiteten billigen Kartoffelschnaps, und war besonders bei der Arbeiterschaft im 19. Jahrhundert beliebt. Der Alkoholkonsum förderte Geselligkeit in Kneipen, verschärfte jedoch Ernährungsdefizite und Suchtprobleme in der Ruhrgebiets-Industriegesellschaft. Das Familienunternehmen wurde über Generationen bis zur Stilllegung 1970 betrieben; Nachfolger Arthur Eickelberg erweiterte es um eine Wacholderbrennerei und Likörfabrik. Der repräsentative Neubau entstand 1933/34 und wurde 1989 unter Denkmalschutz gestellt (A 61). In den 1990er-Jahren folgte eine detailgetreue Sanierung, bei der der Turm abgetragen und mit gereinigten Originalsteinen wiederaufgebaut sowie 526 bis 930 Thermopanescheiben für die Fensterfront maßgefertigt wurden. Die restaurierte Innenausstattung dokumentiert Brennereitechnik aus dem frühen 20. Jahrhundert, ergänzt aus anderen Betrieben. 1996 erhielt das Objekt den Westfälischen Denkmalpreis für exemplarische Pflege. Trotz einzigartigem industriekulturellem Wert blieb eine dauerhafte Nutzung aus, wie Eigentümer- und Nutzungswechsel zeigen.

Auszug des Wikipedia-Artikels Brennerei Eickelberg (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Brennerei Eickelberg
Oberstraße, Bochum Langendreer

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.47483 ° E 7.3292 °
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Adresse

Ehemalige Brennerei Eickelberg

Oberstraße 43
44892 Bochum, Langendreer
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Webseite
brennerei-eickelberg.de

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Bochum Ost oberstraße 197267
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In der Umgebung

Müser-Brauerei
Müser-Brauerei

Die Müser Brauerei AG war eine Bierbrauerei im Bochumer Stadtteil Langendreer. Sie wurde 1866 als Dampfbrauerei Gebr. Müser von Wilhelm und Heinrich Müser, den Söhnen des Schankwirts Johann Wilhelm Müser, nach dessen Tod gegründet. Er hatte an der Hauptstraße seit 1806 eine Brauerei, eine Schankwirtschaft und einen Laden betrieben. Die Brüder erkannten, dass eine industrielle Ausrichtung erforderlich ist und dass der Trend in die Richtung „heller“ bayerischer Biere ging. Am 24. November 1891 wurde das Unternehmen in die Bierbrauerei Gebrüder Müser Aktiengesellschaft umgewandelt. Dadurch erhielten die Brüder das notwendige Kapital für den Ausbau zur Großbrauerei. 1885 wurden die Erzeugnisse der Brauerei auf der Weltausstellung in Antwerpen mit der Silbermedaille ausgezeichnet. Im Geschäftsjahr 1907/1908 erreichte man bereits eine Produktion von 139.550 Hektolitern Bier mit 100 Beschäftigten. Die Maschinenhalle beherbergte vier Dampfmaschinen. Die Kesselhalle wurde mit einem 50 m hohen Schornstein ausgerüstet. Zum Gelände gehörten Sudhaus- und Kelleranlagen, die bis in 15 m Tiefe reichten, Speicher- und Abfüllhallen. Man stellte ober- und untergäriges Bier her, Eis und ein alkoholfreies Getränk namens Sonetta. 1938 erfolgte die Umbenennung in Müser-Brauerei AG, nach der Überwindung der Weltwirtschaftskrise bestimmten nun die Großaktionäre. Das Dortmunder U auch von Ingenieurs und Architekten Emil Moog bildet einen Pendant zur Müser-Brauerei in Bochum. Die Schultheiss-Brauerei übernahm die Brauerei 1960 und schloss das traditionsreiche Brauhaus im Jahr 1976. Am 1. November 1978 wurde darin eine Diskothek namens „Rockpalast“ eröffnet, heute „Matrix“. Seit März 2014 ist die ehemalige Brauerei eine Station in der Route der Industriekultur, Themenroute Bochum.