Die Weberschlüchte ist ein südwestliches Nebental des Großen Zschand in der hinteren Sächsischen Schweiz.
Die Weberschlüchte wird insbesondere durch die Gesteinsschichten (nach F. Lamprecht) c und d gebildet. Dazwischen ist der untere Höhlenhorizont, der die Webergrotte bildet.
Der als Bergpfad (grünes Dreieck auf grauem Grund) gekennzeichnete Wanderweg beginnt ca. 200 m südlich des Abzweigs zu den Richterschlüchten. Vom Großen Zschand bis zur Webergrotte ist die Weberschlüchte etwa 1,8 km lang, der Höhenunterschied beträgt etwa 150 m.
In der Mitte der Weberschlüchte erinnert ein Gedenkstein an den Waldbrand von 1842. Dort zweigt ein Pfad in die Schlucht Jortan in Richtung Staatsgrenze ab, die auf Meilenblättern von 1782 als „Jordane“ bezeichnet wird. Der Pfad darf lediglich noch als Zugang zu den im Jortan stehenden Kletterfelsen (Jortansriff, Jortansturm und Gratwand) begangen werden.
Götzinger erwähnt 1812 „Webers Schlüchte“ im Zusammenhang mit dem Weg vom Prebischtor zum Großen Zschand. Richters Reiseführer Sächsische Schweiz erwähnt die Weberschlüchte ebenfalls im Kontext einer Wanderung vom Winterberg über die Landesgrenze zum Prebischtor.
Auf der Wanderkarte dieses Reiseführers von 1914 sind mehrere Wege verzeichnet, die von den Weberschlüchten u. a. noch in den 1980er Jahren über eine kleine Leiter seitlich der Webergrotte weiterführten. Im Zuge der Sperrungen in der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz wurde die Leiter an der Webergrotte entfernt, seitdem endet der Bergpfad an der Webergrotte.
In den Weberschlüchten befinden sich folgende Kletterfelsen:
Sommerwand
Jortanshorn
Kleines Jortanshorn
Zschandgendarm
Jortansriff
Jortansturm
Gratwand
Schartenturm
Weberschluchtkegel
Weberschluchturm
Weberschluchtwächter
Blaues Horn
Fensterturm
Adventspitze
Lößnitzturm
Zweifreundespitze