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Altes Gaswerk (Mainz)

Denkmalzone (Rheinland-Pfalz)Ehemalige militärische Einrichtung (Deutschland)Erbaut in den 1850er JahrenGaswerkIndustriekultur Rhein-Main (Mainz)
Kulturdenkmal in MainzStillgelegtes VersorgungsbauwerkUmgenutztes Bauwerk in MainzVersorgungsbauwerk in Mainz
Altes Gaswerk (Mainz) 6
Altes Gaswerk (Mainz) 6

Das Alte Gaswerk von Mainz (auch Altes Rohrlager) ist ein ehemaliges Gaswerk in der Weisenauer Straße 15. Es wurde 1987 als bauliche Gesamtanlage unter Denkmalschutz gestellt. Als Besonderheit gilt, dass die Gebäude an der Süd-Ost-Seite als Teil der Verteidigungsanlagen von Mainz befestigt werden mussten.

Auszug des Wikipedia-Artikels Altes Gaswerk (Mainz) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Altes Gaswerk (Mainz)
Weisenauer Straße, Mainz Oberstadt

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Breitengrad Längengrad
N 49.991498 ° E 8.285945 °
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Adresse

Weisenauer Straße 15
55131 Mainz, Oberstadt
Rheinland-Pfalz, Deutschland
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Altes Gaswerk (Mainz) 6
Altes Gaswerk (Mainz) 6
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In der Umgebung

Drehbrücke am Winterhafen
Drehbrücke am Winterhafen

Die Drehbrücke am Winterhafen in Mainz wurde um 1877 erbaut und zählt somit zu den ältesten noch erhaltenen Drehbrücken. Sie überquert den Winterhafen und dient als Verbindungsstück zwischen der Altstadt und der Mole am Victor-Hugo-Ufer. Zwölf Jahre nach Eröffnung des Winterhafens 1865 ermöglichte die Drehbrücke eine Schiffsdurchfahrt bei jedem Wasserstand. Nach der Rheinufererweiterung gab es zwei Drehbrücken in Mainz. Die Brücke am Zoll- und Binnenhafen wurde jedoch nach 1945 abgebrochen. Das Objekt steht unter Denkmalschutz und gilt als Kulturdenkmal. Die mechanische Drehvorrichtung der Brücke am Winterhafen war seit 1996 nicht mehr funktionstüchtig und wurde 2009 durch eine hydraulische Vorrichtung ersetzt, da sie sprödbruchgefährdet war. Außerdem sollen künftig auch Yachten in den Winterhafen fahren können um den Freizeitwert für ein nahes Baugelände zu steigern. Die Gesamtkosten für das Projekt wurden auf 1,1 Millionen € beziffert. Die Demontage der alten Drehbrücke erfolgte am 20. März 2009 unter Beteiligung von Riga Mainz. Die neue Drehbrücke wurde ab April des gleichen Jahres in den Werkstätten des Wiesbadener Unternehmens Huhle Stahl- und Metallbau gefertigt. Die Montage der neuen Stahlkonstruktion erfolgte am 29. Oktober 2009. Das Bauwerk ist 37,50 Meter lang, 4,50 Meter breit und 54 Tonnen schwer. Das alte Brückenteil wog lediglich 21,5 Tonnen. Vom Typ handelt es sich um eine asymmetrische, zweiflügelige Straßendrehbrücke aus genietetem Stahlfachwerk. Damit soll das Aussehen der neuen Brücke weitgehend an das der alten Brücke angepasst werden. Die Konstruktionsmaterialien entsprechen modernen Anforderungen, so besteht der Bodenbelag aus Aluminium, statt wie früher aus Holzbohlen. Der „Königszapfen“ als Drehpunkt ist auf einem Sandsteinpfeiler platziert. Dieser nun nicht mehr sichtbare Teil der Mechanik hat einen Durchmesser von 20 Zentimetern. Vom Bewegungsmechanismus kann man ausschließlich den Lauf- und Rollkranz des Drehpfeilers erkennen. Die Brückenwiderlager werden durch Balustraden akzentuiert, die in gebogenen Mauerstücken mit Steinbänken ausklingen.

Stift St. Alban vor Mainz
Stift St. Alban vor Mainz

Das Stift St. Alban vor Mainz ging aus einer südlich der Stadt Mainz auf dem Albansberg gelegenen Benediktinerabtei hervor. Bereits seit der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts bestand dort eine mit 13 × 28 m recht große einschiffige Saalkirche des heiligen Alban, zu der spätestens seit dem 7. Jahrhundert (Grabstein eines Abtes Pertram) eine Mönchsgemeinschaft des sogenannten Mischregelzeitalters columbanischer Prägung (Beziehungen zu St. Gallen!) mit nachweisbarer beachtlicher Güterausstattung gehört haben muss. Durch den Mainzer Erzbischof Richulf (787–813) wurde ein bedeutender Neubau (Weihe am 1. Dezember 805) errichtet. Vielleicht schon damals, spätestens 813 muss der Übergang zur benediktinischen Observanz im Rahmen der Klosterreform Benedikts von Aniane eingeleitet worden sein. Die Bedeutung des Ortes spiegelte sich bereits in der außergewöhnlichen Größe des spätantiken Saalbaus wider. Die am 1. Dezember 805 von Richulf eingeweihte dreischiffige karolingische Klosterkirche erreichte in ihren Dimensionen (Mittelschiffbreite ca. 12,40 m, Seitenschiffbreite ca. 6,20 m), den allerdings um einiges längeren karolingischen Kölner Dom und war bis zum Bau des Domes St. Martin durch Erzbischof Willigis die größte Kirche in Mainz. Das Kloster war bekannt durch seine Schulen pietate doctrinaque inclinitum und durch seine prachtvolle Kirche. Die Schule stand in Beziehungen zur karolingischen Hofschule, an der sowohl Erzbischof Richulf als auch der um 780 in Mainz geborene spätere Erzbischof Hrabanus Maurus ausgebildet worden waren. Zumindest ein Teil der bedeutenden frühmittelalterlichen Handschriftenproduktion Mainzer Provenienz, die ein charakteristisches Gepräge aufweist, dürfte nach St. Alban zu lokalisieren sein, doch scheint am Dom das wichtigere Skriptorium bestanden zu haben.

Museum für Antike Schifffahrt
Museum für Antike Schifffahrt

Das Museum für Antike Schifffahrt in Mainz wurde 1994 in der ehemaligen Großmarkthalle (davor Eisenbahnreparaturwerkstatt der Hessischen Ludwigsbahn) am Südbahnhof als Außenstelle des Römisch-Germanischen Zentralmuseums eröffnet, nachdem 1981/82 bei Bauarbeiten in Rheinnähe die guterhaltenen Überreste mehrerer Schiffe aus spätrömischer Zeit, die so genannten Mainzer Römerschiffe, gefunden wurden. Es handelte sich um zwei unterschiedliche Kriegsschifftypen der spätrömischen Rheinflotte sowie um weitere Schiffsarten. Zu den Exponaten zählen Überreste von fünf römischen Kriegsschiffen aus dem 4. Jahrhundert, Nachbauten in Originalgröße, das Fragment eines Lastkahnes, viele Schiffsreliefs und Steindenkmale sowie Modelle und Schautafeln, die zusätzlich über den antiken Schiffbau generell, Bautechnik und römisches Flottenwesen in den germanischen Provinzen und im gesamten Imperium informiert. Dem Museum ist eine Werkstatt angeschlossen, bei der die Besucher die Möglichkeit haben, den Mitarbeitern bei der Herstellung antiker Schiffsmodelle zuzuschauen. Mitte April 2010 wurde das Museum wegen umfangreicher Sanierungs- und Umbaumaßnahmen geschlossen. Nach langer Verzögerung konnte es am 13. Dezember 2011 eröffnet werden. Neben einer Umstrukturierung der Ausstellungsflächen war die didaktische Seite der Ausstellung verändert worden. Die energetischen Veränderungen dienten neben der Kostenreduzierung auch der besseren Erhaltung der originalen Funde. Der Besuch der Dauerausstellung ist kostenlos.