place

Nationales Museum der ukrainischen dekorativen Volkskunst

Bauwerk in KiewKiewer HöhlenklosterMuseum in KiewVolkskundemuseum
Музей декоративного мистецтва
Музей декоративного мистецтва

Das Nationale Museum der ukrainischen dekorativen Volkskunst (ukrainisch Національний музей українського народного декоративного мистецтва) ist ein Volkskundemuseum in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Das Museum ist eines der größten Kunstmuseen der Ukraine und im liegt im Rajon Petschersk in der Lawrskastraße (Лаврська вулиця) 9, Gebäude 29. Es befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude innerhalb des Kiewer Höhlenklosters. Das Museum ist von Mittwoch bis Montag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Auszug des Wikipedia-Artikels Nationales Museum der ukrainischen dekorativen Volkskunst (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Nationales Museum der ukrainischen dekorativen Volkskunst
Лаврська вулиця, Kiew

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse In der Umgebung
placeAuf Karte anzeigen

Wikipedia: Nationales Museum der ukrainischen dekorativen VolkskunstBei Wikipedia weiterlesen

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 50.434361111111 ° E 30.556555555556 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Будинок намісника

Лаврська вулиця 9 к1
01015 Kiew
Ukraine
mapBei Google Maps öffnen

Музей декоративного мистецтва
Музей декоративного мистецтва
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Pionierpalast (Kiew)
Pionierpalast (Kiew)

Der Pionierpalast Kiew (russisch Киевский дворец пионеров, ukrainisch Київський палац піонерів, in beiden Sprachen wörtlich Kiewer Palast der Pioniere) ist ein Bauwerk der zweiten sowjetischen Moderne in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Der im Rajon Petschersk liegende Palast wurde 1964/65 nach einem Entwurf der Architekten Awraam Milezki, Eduard Bilski und Ariadna Loboda erbaut. Benannt wurde der Palast nach dem sowjetischen Schriftsteller Nikolai Ostrowski. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle die Militärkathedrale St. Nikolaus, die 1934 gesprengt wurde. In diesem Jahr wurde die Hauptstadt der Ukrainischen SSR von Charkow nach Kiew verlegt. Das Gelände bis zum Michaelplatz war für den Bau des Regierungsviertels der neuen Hauptstadt vorgesehen. Nach Änderung der Planungen sollte hier der Kulturpalast des Arsenal-Werkes entstehen. Aufgrund des Beginns des Zweiten Weltkrieges kam es jedoch nicht zum Bau. Auf dem bis dahin weitgehend brachliegenden Gelände begann der Bau des Pionierpalastes 1962. Das Refektorium als letztes verbliebenes Gebäude des Nikolausklosters wurde 1964 abgetragen. Der Entwurf stützt sich auf bekannte Vorbilder des sowjetischen Funktionalismus, insbesondere den von Alexander Alexandrowitsch Wesnin und Wiktor Alexandrowitsch Wesnin erbauten Kulturpalast des Moskauer Lichatschow-Werkes. Im Gebäude mit einem H-förmigen, asymmetrischen Grundriss befinden sich insgesamt 180 Räume, darunter Konferenz- und Veranstaltungssäle, Proben- und Atelierräume, Ausstellungsflächen, Turnhallen und ein Verwaltungstrakt. Zentrum des Gebäudes ist ein frei im Foyer platzierter runder Theatersaal. Die Funktionsräume lassen sich durch Schiebewände umgestalten. Milezki und Bilski bemühten sich, den Palast so weit wie möglich an die bestehende architektonische Umgebung mit der Lavra und dem Ruhmespark (Парк Вічної Слави) anzupassen sowie die Aussicht auf das linke Dnjepr-Ufer auch aus dem Inneren des Palastes zu ermöglichen. Äußerlich betont der Entwurf die Horizontale durch die durchlaufenden Fensterbänder. Lediglich die Kuppel des Observatoriums und der Obelisk, der den Standort des Haupteingangs kennzeichnet, überragen das Gebäude. Die Kombination großer transparenter Verglasungsflächen mit den Stahlbetonkonstruktionen prägen die Fassade des Gebäudes. Die Mosaike im Innenraum wurden von Ada Rybatschuk und ihrem Ehemann Wolodymyr Melnytschenko geschaffen. Sie bilden einen Kontrast zu den Glaswänden und den geradlinigen architektonischen Formen des Gebäudes. Rybatschuk und Melnytschenko hatten mit Milezki bereits bei der Gestaltung des Zentralen Kiewer Busbahnhofes zusammengearbeitet. Statt der in der Sowjetunion zu Beginn der 1960er Jahre noch üblichen ideologiegeladenen Darstellungen verwendeten die Künstler Motive der Volkskunst, die in leuchtenden Farben und fließenden Linien gestaltet wurden. Vor dem Palast wurde der Brunnen „Sonne, Morgenröte und Sternbilder“ (ukrainisch Сонце, Зорі та Сузір'я) angelegt, dessen Mosaike ebenfalls von Rybatschuk und Melnytschenko geschaffen wurden. In den 1980er Jahren wurde der Brunnen abgestellt. Die Einweihung des Pionierpalastes fand am 23. Mai 1965 in Anwesenheit des 1. Sekretärs der Kommunistischen Partei der Ukraine, Petro Schelest, statt. 1967 wurden die Architekten des Palastes mit dem Staatspreis der UdSSR ausgezeichnet. Milezki hatte jedoch die als unangepasst geltenden Rybatschuk und Melnytschenko nicht in die Liste der Autoren aufgenommen, da er fürchtete dadurch die Verleihung insgesamt zu gefährden. Der Palast wird auch heute noch zu den besten Werken ukrainischer Architekten der 1960er Jahre gezählt. 1991 wurde der Palast in Kiewer Palast der Kinder und Jugendlichen (Київський палац дітей та юнацтва) umbenannt. Im Palast waren bzw. sind bis zu 300 Pädagogen und 200 weitere Mitarbeiter tätig. Ausgelegt ist der Palast für den gleichzeitigen Aufenthalt von 26.500 Kindern. Einer der Architekten des Palastes, Eduard Bilski, kritisierte den Bau des Geschäftszentrum „Dneprsteig-1“ (Днепровский спуск 1), weil dieses Gebäude den Pionierpalast teilweise verdeckt und dessen Wahrnehmung stört.