place

Nikolaus-Kettenbrücke

Abgegangenes Bauwerk in KiewBrücke in EuropaBrücke in KiewDneprbrückeErbaut in den 1850er Jahren
KettenbrückeStraßenbrücke in der UkraineZerstört in den 1920er Jahren
Nicholas Chain Bridge LOC 03819
Nicholas Chain Bridge LOC 03819

Die Nikolaus-Kettenbrücke (ukrainisch Миколаївський ланцюговий міст, russisch Николаевский цепной мост) war eine Straßenbrücke in Kiew über den Dnepr. Sie verband als erste feste Brücke die damals zum Russischen Kaiserreich gehörende Stadt auf den Hügeln des rechten Flussufers mit dem noch kaum besiedelten flachen Land am linken Ufer und darüber hinaus mit den östlichen Landesteilen und der Straße nach Moskau. Die Kettenbrücke wurde mit Genehmigung von Zar Nikolaus I. von dem britischen Ingenieur Charles Blacker Vignoles geplant und unter seiner Leitung zwischen 1848 und 1853 gebaut. Ihre feierliche Eröffnung fand zusammen mit der Enthüllung des Denkmals für Wladimir den Heiligen statt. Die insgesamt 780,9 m (2562 ft) lange Brücke hatte fünf gemauerte Pylone in Form großer Portale, zwischen denen die vier Hauptfelder mit Spannweiten von je 134,1 m (440 ft) an Ketten hingen. Die beiden Seitenfelder waren je 68,6 m (225 ft) lang. Das 16 m breite Brückendeck bestand aus eisernen Trägern, auf denen Holzbohlen befestigt waren. Vor dem linken Ufer war eine 15,2 m (50 ft) lange Drehbrücke, damit die Schiffe auch bei Hochwasser passieren konnte, wenn unter der Brücke nicht mehr genügend Raum war. Die geschmiedeten Ketten und sonstige Eisenteile wurden in Birmingham von Fox, Henderson & Co. hergestellt, nach Odessa verschifft und von dort mit Ochsenkarren über die rund 500 km nach Kiew transportiert.Ein Modell der Brücke wurde 1851 auf der Weltausstellung in London ausgestellt. 1898 wurde die Brücke verstärkt, um 3,4 m angehoben und die Drehbrücke durch eine feste Brücke ersetzt. 1920 wurde im Polnisch-Sowjetischen Krieg ein Brückenfeld von den abziehenden polnischen Truppen gesprengt, worauf die gesamte Brücke auf ihrer ganzen Länge zusammenbrach.Die Nikolaus-Kettenbrücke war die längste Kettenbrücke der Geschichte. 1925 wurde auf den noch vorhandenen Pfeilern von E. O. Paton eine nach Jewgenija Bosch benannte Zügelgurtbrücke gebaut. Sie wurde 1941 von russischen Truppen auf ihrem Rückzug vor der Wehrmacht gesprengt. Seit dem 5. November 1965 führt die 700 m lange Metrobrücke an gleicher Stelle auf den auf zwei Dneprinseln gelegenen Hidropark.

Auszug des Wikipedia-Artikels Nikolaus-Kettenbrücke (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Nikolaus-Kettenbrücke
Броварський проспект, Kiew

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse In der Umgebung
placeAuf Karte anzeigen

Wikipedia: Nikolaus-KettenbrückeBei Wikipedia weiterlesen

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 50.442222 ° E 30.564444 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Метро міст

Броварський проспект
01010 Kiew
Ukraine
mapBei Google Maps öffnen

Nicholas Chain Bridge LOC 03819
Nicholas Chain Bridge LOC 03819
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Pionierpalast (Kiew)
Pionierpalast (Kiew)

Der Pionierpalast Kiew (russisch Киевский дворец пионеров, ukrainisch Київський палац піонерів, in beiden Sprachen wörtlich Kiewer Palast der Pioniere) ist ein Bauwerk der zweiten sowjetischen Moderne in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Der im Rajon Petschersk liegende Palast wurde 1964/65 nach einem Entwurf der Architekten Awraam Milezki, Eduard Bilski und Ariadna Loboda erbaut. Benannt wurde der Palast nach dem sowjetischen Schriftsteller Nikolai Ostrowski. Ursprünglich befand sich an dieser Stelle die Militärkathedrale St. Nikolaus, die 1934 gesprengt wurde. In diesem Jahr wurde die Hauptstadt der Ukrainischen SSR von Charkow nach Kiew verlegt. Das Gelände bis zum Michaelplatz war für den Bau des Regierungsviertels der neuen Hauptstadt vorgesehen. Nach Änderung der Planungen sollte hier der Kulturpalast des Arsenal-Werkes entstehen. Aufgrund des Beginns des Zweiten Weltkrieges kam es jedoch nicht zum Bau. Auf dem bis dahin weitgehend brachliegenden Gelände begann der Bau des Pionierpalastes 1962. Das Refektorium als letztes verbliebenes Gebäude des Nikolausklosters wurde 1964 abgetragen. Der Entwurf stützt sich auf bekannte Vorbilder des sowjetischen Funktionalismus, insbesondere den von Alexander Alexandrowitsch Wesnin und Wiktor Alexandrowitsch Wesnin erbauten Kulturpalast des Moskauer Lichatschow-Werkes. Im Gebäude mit einem H-förmigen, asymmetrischen Grundriss befinden sich insgesamt 180 Räume, darunter Konferenz- und Veranstaltungssäle, Proben- und Atelierräume, Ausstellungsflächen, Turnhallen und ein Verwaltungstrakt. Zentrum des Gebäudes ist ein frei im Foyer platzierter runder Theatersaal. Die Funktionsräume lassen sich durch Schiebewände umgestalten. Milezki und Bilski bemühten sich, den Palast so weit wie möglich an die bestehende architektonische Umgebung mit der Lavra und dem Ruhmespark (Парк Вічної Слави) anzupassen sowie die Aussicht auf das linke Dnjepr-Ufer auch aus dem Inneren des Palastes zu ermöglichen. Äußerlich betont der Entwurf die Horizontale durch die durchlaufenden Fensterbänder. Lediglich die Kuppel des Observatoriums und der Obelisk, der den Standort des Haupteingangs kennzeichnet, überragen das Gebäude. Die Kombination großer transparenter Verglasungsflächen mit den Stahlbetonkonstruktionen prägen die Fassade des Gebäudes. Die Mosaike im Innenraum wurden von Ada Rybatschuk und ihrem Ehemann Wolodymyr Melnytschenko geschaffen. Sie bilden einen Kontrast zu den Glaswänden und den geradlinigen architektonischen Formen des Gebäudes. Rybatschuk und Melnytschenko hatten mit Milezki bereits bei der Gestaltung des Zentralen Kiewer Busbahnhofes zusammengearbeitet. Statt der in der Sowjetunion zu Beginn der 1960er Jahre noch üblichen ideologiegeladenen Darstellungen verwendeten die Künstler Motive der Volkskunst, die in leuchtenden Farben und fließenden Linien gestaltet wurden. Vor dem Palast wurde der Brunnen „Sonne, Morgenröte und Sternbilder“ (ukrainisch Сонце, Зорі та Сузір'я) angelegt, dessen Mosaike ebenfalls von Rybatschuk und Melnytschenko geschaffen wurden. In den 1980er Jahren wurde der Brunnen abgestellt. Die Einweihung des Pionierpalastes fand am 23. Mai 1965 in Anwesenheit des 1. Sekretärs der Kommunistischen Partei der Ukraine, Petro Schelest, statt. 1967 wurden die Architekten des Palastes mit dem Staatspreis der UdSSR ausgezeichnet. Milezki hatte jedoch die als unangepasst geltenden Rybatschuk und Melnytschenko nicht in die Liste der Autoren aufgenommen, da er fürchtete dadurch die Verleihung insgesamt zu gefährden. Der Palast wird auch heute noch zu den besten Werken ukrainischer Architekten der 1960er Jahre gezählt. 1991 wurde der Palast in Kiewer Palast der Kinder und Jugendlichen (Київський палац дітей та юнацтва) umbenannt. Im Palast waren bzw. sind bis zu 300 Pädagogen und 200 weitere Mitarbeiter tätig. Ausgelegt ist der Palast für den gleichzeitigen Aufenthalt von 26.500 Kindern. Einer der Architekten des Palastes, Eduard Bilski, kritisierte den Bau des Geschäftszentrum „Dneprsteig-1“ (Днепровский спуск 1), weil dieses Gebäude den Pionierpalast teilweise verdeckt und dessen Wahrnehmung stört.

Askolds Grab (Park)
Askolds Grab (Park)

Askolds Grab (ukrainisch Аскольдова могила) ist ein Park im Kiewer Stadtteil Petschersk und ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Der Ort hieß ursprünglich „Ungarischer Trakt“, weil hier im 9. Jahrhundert die ungarischen Stämme den Dnepr überquerten. Er wird in der Nestorchronik als Ort des Todes und der Beerdigung Askolds im Jahr 882 erwähnt, an dem später eine Sankt-Nikolaus-Kirche errichtet wurde. Die Chronik weist auch auf die Existenz einer Fürstenresidenz im Gebiet hin. Später wurde hier das Einsiedelei-Kloster des Heiligen Nikolaus gegründet. Die ersten urkundlichen Erwähnungen des Klosters stammen aus dem Jahr 1411, doch Höhlengänge mit Mönchszellen, Zeichnungen und Inschriften an den Wänden aus dem 11. und 12. Jahrhundert in der Nähe des Klosters deuten auf einen älteren Ursprung hin. Der Name „Askolds Grab“ wurde erstmals im 17. Jahrhundert in der Kiewer Synopsis erwähnt. Danach verbreitete er sich allmählich. Ende des 17. Jahrhunderts wurde auf Iwan Masepas Kosten die Sankt-Nikolaus-Militärkathedrale errichtet und das Kloster dorthin verlegt. Auf dem Klostergelände blieb eine kleine dreistöckige Holzkirche erhalten, die 1809 abgerissen wurde. An ihrer Stelle errichtete der Architekt Andrei Melenski 1809–10 eine gemauerte Rotunde im Empire-Stil mit einem darunterliegenden Grabmal, die heutige St.-Nikolaus-Kirche auf Askolds Grab. Ab dem 18. Jahrhundert begann man das Gebiet um die alte Kirche als Nekropole zu nutzen, die ebenfalls „Askolds Grab“ genannt wurde. 1861 wurde die Nekropole mit einem Ziegelzaun umgeben Die Nekropole wurde für die Bestattung angesehener Militärangehöriger und Zivilisten, wie Helden des Russlandfeldzugs 1812, Nachkommen der Dekabristen, Ritter des Ordens des Heiligen Georg des Ersten Weltkriegs und Gefallene der Schlacht bei Kruty genutzt. Insgesamt wurden hier etwa 2000 Menschen bestattet. 1919 wurde die Nekropole für Beerdigungen geschlossen. 1935 wurde von den sowjetischen Behörden das Friedhofsgelände meterhoch mit Sand bedeckt und ein Park angelegt. Der Zaun um die Nekropole wurde abgerissen. Die Kirche wurde in einen Parkpavillon umgewandelt. Seit 1979 ist das Kirchengebäude eine Zweigstelle des Kiewer Geschichtsmuseums. 1992 errichteten Kiewer Studenten ein Kreuz und eine Gedenktafel zu Ehren der bei Kruty gestorbenen. 1998 wurde eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Überquerung des Dnepr im 9. Jahrhundert durch ungarische Stämme aufgestellt. Im Park befinden sich Gedenktafeln für die Verstorbenen der Himmlischen Hundertschaft und der Kämpfe um Ilowajsk, Debalzewe und Donezk. Im Februar 2014 fand hinter der Kirche die erste Beerdigung seit der Unabhängigkeit statt: Die des Maidan-Demonstranten Oleksandr Klitynskyj. 2023 wurden hier Dmytro Kozjubajlo und Andrij Pilschtschykow beerdigt. Im März 2023 reichte Alina Mychajlowa eine Petition beim Präsidenten der Ukraine ein, um die Errichtung eines nationalen Pantheons der Helden der Ukraine im Park zu fordern. Die Petition erreichte innerhalb von anderthalb Tagen die erforderlichen 25.000 Unterschriften.