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Gustav Tietze

Aufgelöst 1991Ehemaliges Unternehmen (Leipzig)Produzierendes Unternehmen (DDR)Produzierendes Unternehmen (Leipzig)Reudnitz (Leipzig)
SpielwarenherstellerUnternehmensgründung 1896

Gustav Tietze war ein Unternehmer, der ab 1896 in Leipzig Stempel herstellte, später produzierte er auch Stempelfarben, -spiele, Schreibmaschinen und ähnliches. Er verwendete die Marke Famos (Eigenschreibweise: „FAMOS“) unter anderem für einfache Schreibmaschinen, Kinder-Druckereien und Kinderpost-Spiele. Das Geschäft wurde von der 1923 gegründeten Gustav Tietze AG fortgeführt. 1946 wurde die Aktiengesellschaft verstaatlicht und wurde zu einem Volkseigenen Betrieb. Sie hieß dann Famos Leipziger Stempelwaren- und Maschinenfabrik, später VEB Famos Leipziger Stempelwarenfabrik und danach bis 1990 VEB Famos Leipzig. Nach der Wende wurde daraus 1990 die Leipziger Stempelwaren Famos GmbH, die bereits 1991 ihren Betrieb einstellte. Der Standort des Unternehmens war ab etwa 1903 durchgehend Ecke Martinstraße / Eilenburger Straße in Leipzig.

Auszug des Wikipedia-Artikels Gustav Tietze (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Gustav Tietze
Anger-Crottendorfer Bahnschneise, Leipzig Reudnitz-Thonberg (Südost)

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H. Sperling
H. Sperling

Die H. Sperling Buchbinderei in Leipzig war eine der ältesten Buchbindereien Leipzigs. Die 1846 gegründete Firma setzte im Zuge der Industrialisierung als erste Leipziger Buchbinderei im Jahr 1866 Dampfmaschinen im eigenen Betrieb ein und stellte zudem die damals neuesten Hilfsmaschinen auf. 1888 zerstörte ein Feuer die Sperlingsche Fabrik. Um dem Betriebsausfall zu begegnen, wurde die 1851 gegründete „Herzogsche Buchbinderei“ aufgekauft, die damals 150 Arbeiter rund um mehr als 100 Hilfsmaschinen beschäftigte. 1889 informierte ein Geschäftsrundschreiben zur „Übernahme des Geschäftes von J. R. Herzog“.1896 übernahm der Buchbinder und Fachschriftsteller Paul Kersten die Leitung der Handbinde-Abteilung bei H. Sperling, um kurz darauf seine ersten Erfolge auf der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung in Leipzig 1897 vorstellen zu können. Dort präsentierte sich das Unternehmen zudem mittels einer mit Jugendstil-Elementen verzierten Mappe in bewusster Abgrenzung insbesondere zu den angeblich teureren englischen Konkurrenten nicht als kunst-, sondern als kunstgewerbliche Anstalt: Ein kommentierter Katalog mit einer illustrierten Darstellung ausgestellter eigener Produkte mit Preisangaben listete unter der Überschrift „Künstlerische Bucheinbände in Handarbeit“ dennoch beispielsweise die „Adressmappe für Se. Kgl. Hoheit Prinz Georg Herzog zu Sachsen gefertigt. Braun Kalbleder, Mittelfeld oliv Plüsch, Lederschnitteinlagen mit reichen silbernen und vergoldeten Beschlägen. Preis: 1000 Mark.“Noch vor der Jahrhundertwende wurde eine Filiale mit einer kunstgewerblichen Buchbinderabteilung in Berlin eröffnet, die zudem eine Vereinigung mit der Kaiserlichen Hofbuchbinderei W. Collin unter Georg Collin einging.Etwa zur selben Zeit produzierte Sperling vor allem für den Verlagsbuchhandel, insbesondere die verschiedenartigsten Einbände für Bücher sowie Einbanddecken und Mappen.Von 1910 bis 1913 ließ das Unternehmen einen Fabrikneubau an der Leipziger Ostmannstraße Ecke Platzmannstraße errichten.Kurz vor dem Ersten Weltkrieg betrieb H. Sperling in Leipzig eine Dampfmaschine mit 100 PS und rund 400 Hilfsmaschinen; eine gleich hohe Zahl von Arbeitern kam dort zum Einsatz. Zudem war unterdessen in Berlin eine Filiale eingerichtet worden, in der rund 200 Arbeiter tätig waren. Dort lieferten bereits Elektromotoren eine Gesamtkraft von 50 PS.Am 1. April 1971 übernahm H. Sperling die Firma Th. Knaur-Hübel & Denck, Großbuchbinderei und führte deren Produktion unter eigenem Namen fort.