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Lachine-Stromschnellen

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Rapides de Lachine 3
Rapides de Lachine 3

Die Lachine-Stromschnellen (französisch Rapides de Lachine, englisch Lachine Rapids) sind eine Reihe von Stromschnellen im Sankt-Lorenz-Strom. Sie liegen südlich der Île de Montréal, zwischen dem Montrealer Stadtbezirk LaSalle am Nord- und der Gemeinde Sainte-Catherine am Südufer. Benannt sind sie nach dem weiter westlich gelegenen Lachine, da das Gebiet von LaSalle einst zur dortigen Pfarrei gehörte. Auf Grund der Auswirkungen der Stromschnellen auf den Warenverkehr im Osten Kanadas und der damit Rolle bei der Etablierung und Entwicklung von Montreal zum wichtigen Handelszentrum erklärte die kanadischen Regierung am 19. November 1982 die Stromschnellen zu einem „nationalen historischen Ereignis“.

Auszug des Wikipedia-Artikels Lachine-Stromschnellen (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Lachine-Stromschnellen
Piste cyclable des Berges, Montreal LaSalle

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 45.418 ° E -73.592 °
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Adresse

Pointe ouest du parc-des-Rapides

Piste cyclable des Berges
H8P 3K2 Montreal, LaSalle
Quebec, Kanada
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Rapides de Lachine 3
Rapides de Lachine 3
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In der Umgebung

Canal de l’Aqueduc
Canal de l’Aqueduc

Der Canal de l’Aqueduc ist ein zentraler Teil der Wasserversorgung von Montreal. Dabei handelt es sich um einen acht Kilometer langen Kanal, der teilweise als Aquädukt ausgeführt ist. In der Nähe der Lachine-Stromschnellen, an der Südspitze der Île de Montréal, bezieht der Kanal das Wasser aus dem Sankt-Lorenz-Strom. Er führt durch das Arrondissement La Salle und bildet die Grenze zwischen den Arrondissements Verdun und Le Sud-Ouest. Schließlich endet er beim unterirdischen Reservoir des Wasserwerks Atwater, wo das Wasser aufbereitet wird. Die 1801 gegründete private Wasserversorgungsgesellschaft Compagnie des propriétaires des eaux de Montréal ging 1845 in städtischen Besitz über. Damals war die Wasserversorgung in einem schlechten Zustand: Häufig zerbarsten Leitungen und die Wasserqualität war oft ungenügend. Ein verheerender Großbrand zerstörte 1852 mehrere hundert Gebäude und einen großen Teil des Leitungsnetzes. Eine Kommission unter der Leitung von Stadtrat Edwin Atwater beauftragte 1853 den Ingenieur Thomas Keefer mit dem Bau des Kanals. Die Bauarbeiten dauerten bis 1856. 1870 und 1905 wurde der Kanal verbreitert, um mit dem wachsenden Bedarf Schritt zu halten. Das bisherige Pumpwerk ersetzte man zwischen 1912 und 1918 durch das Wasserwerk Atwater, das erstmals eine Filtration des Wassers ermöglichte. 1913 wurde der Kanal ein weiteres Mal verbreitert und sein Ausgangspunkt etwas weiter flussaufwärts verlegt. Zwar ist der Kanal eingezäunt und somit nicht betretbar, seit 1990 führt jedoch ein Radweg am Südufer entlang.