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Bienitz (Gemeinde)

Ehemalige Gemeinde (Landkreis Leipzig)Ehemalige Gemeinde (Landkreis Nordsachsen)Ehemalige Gemeinde (Leipzig)Gemeindeauflösung 2000Gemeindegründung 1994
Schkeuditz

Bienitz war eine 1994 aus den benachbarten Gemeinden Burghausen, Dölzig (mit Kleinliebenau und Priesteblich) und Rückmarsdorf zusammengeschlossene Gemeinde. Sie gehörte zum Landkreis Leipziger Land und war eine westliche Nachbargemeinde der sächsischen Großstadt Leipzig. Der Name stammt vom Bienitz, einer bewaldeten Erhebung ungefähr in der Mitte der drei Orte. Die Gemeindeverwaltung hatte ihren Sitz im Rathaus Rückmarsdorf. Im Jahr 1998 hatte die Gemeinde 6307 Einwohner. Infolge des sächsischen Stadt-Umland-Gesetzes Leipzig vom 24. August 1998 wurde die Gemeinde zum 1. Januar 2000 aufgelöst. Die Ortschaft Dölzig (mit Kleinliebenau) wurde in die Stadt Schkeuditz eingegliedert, Burghausen und Rückmarsdorf kamen dagegen zu Leipzig (als Ortsteil Burghausen-Rückmarsdorf), Priesteblich wechselte in die Stadt Markranstädt. Ein von der Gemeinde Bienitz dagegen eingelegter Normenkontrollantrag vor dem sächsischen Verfassungsgerichtshof wurde zurückgewiesen.

Auszug des Wikipedia-Artikels Bienitz (Gemeinde) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.351781 ° E 12.243571 °
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Adresse

Der Zschampert

B 181
04435 , Dölzig
Sachsen, Deutschland
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Zschampert
Zschampert

Der Bach Zschampert ist ein linksseitiger Zufluss der Weißen Elster. Er fließt durch den Leipziger Stadtteil Miltitz und erhält heute sein Wasser vor allem aus dem Kulkwitzer See, da sein Oberlauf zwischen Seebenisch und Knautnaundorf ausgetrocknet ist. Von Miltitz aus fließt der Zschampert an Lindennaundorf und Rückmarsdorf vorbei und bildet über weite Strecken die Stadtgrenze zwischen Leipzig und Markranstädt bzw. Leipzig und Schkeuditz. Zwischen Rückmarsdorf und Burghausen unterquert er in einem 100 m langen Tunnel sieben Meter unter dem Wasserspiegel des Elster-Saale-Kanals diesen und mündet im Domholz (Leipziger Auenwald) in die Alte Luppe. Vor seiner Begradigung und Abkürzung floss der Zschampert noch weiter westlich, parallel zur Luppe und mündete bei Kleinliebenau in dieselbe. Sein verbliebener Altarm ist heute größtenteils ausgetrocknet, wie auch oftmals der Zschampert selbst während der Sommermonate. Der westlich von Kleinliebenau fließende Augraben ist ebenfalls ein ehemaliger Nebenarm des Zschampert. Er wird auch heute noch als Zschampert bezeichnet. Der gebräuchliche Name Augraben ist seit 1940 nachgewiesen. Der Augraben wird heute durch die Entwässerungsgräben westlich des neuen Zschampert gespeist und mündet bei Dölkau, einem Ortsteil von Leuna nahe Zweimen, in die Luppe. Bis in die 1990er-Jahre glich der Zschampert vor allem in Miltitz eher einem Abwasserkanal als einem Fluss. Hauptursachen waren Abwässer aus einem Chemiewerk und den nahegelegenen Wohngebieten. Im Rahmen des Projekts Lebendige Luppe wird der historische Gewässerverlauf des Zschamperts revitalisiert. Die Planungsarbeiten dafür laufen seit 2019, die Realisierung soll bis 2023 erfolgen. Bereits ab dem Elster-Saale-Kanal soll das Gewässerbett flacher, breiter und geschwungener gestaltet werden. Bei Normalwasser soll er zukünftig nicht mehr in die Neue Luppe münden, sondern westlich des Domholzes bei Kleinliebenau in die Wildbettluppe. Dadurch verlängert sich die Fließstrecke um sechs Kilometer. Es ist beabsichtigt, dass der Zschampert bei Starkregenereignissen in den Waldgebieten über die Ufer treten wird.