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Realschule Feuerbach

Feuerbach (Stuttgart)Gegründet 1960Realschule in Baden-WürttembergSchule in Stuttgart

Die Realschule Feuerbach im Stuttgarter Stadtteil Feuerbach ist eine von 19 Stuttgarter Realschulen und bildet eine Einheit mit der Hohewartschule (Grundschule). Sie hat etwa 30 Lehrer, die ca. 360 Schülerinnen und Schüler in 12 Klassen unterrichten.

Auszug des Wikipedia-Artikels Realschule Feuerbach (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Realschule Feuerbach
Hohewartstraße, Stuttgart Feuerbach

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N 48.805408 ° E 9.147266 °
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Adresse

Realschule Feuerbach

Hohewartstraße 95
70469 Stuttgart, Feuerbach
Baden-Württemberg, Deutschland
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In der Umgebung

Gräberfeld von Stuttgart-Feuerbach
Gräberfeld von Stuttgart-Feuerbach

Das alamannische Gräberfeld von Stuttgart-Feuerbach wurde 1904 bis 1912 vom Feuerbacher Stadtpfarrer Richard Kallee ausgegraben. Es liegt an der Ecke von Staufeneckstraße (früher Schlosserstraße) und Scharfenschloßstraße (früher Eich-Straße) bei der Stuttgarter Straße 115 (früher Wilhelm-Murr-Straße) in Stuttgart-Feuerbach. Richard Kallee grub mit Oberstabsarzt Reinhold Blind und weiteren Helfern über 100 alamannische Steingräber aus und dokumentierte 760 Fundstücke. Mit großer Sorgfalt stellte er die Funde aus dem alamannischen Gräberfeld sicher: Totenschädel und Gebeine, Münzen, Tonscherben, Kämme, Halsbänder, Gürtelschlösser, Schwerter, Lanzen, Pfeile und Sporen.Im Frühjahr 1910 wurden nach und nach 31 Reihengräber in 9 Reihen ausgegraben, die etwa aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. stammen. Der Inhalt der Gräber wurde unter Leitung von Stadtpfarrer Kallee mit Unterstützung von Dr. Hauff und Dr. Blind sorgfältig gesammelt und aufbewahrt. Die Gräber waren teils gemauert, teils durch Steinplatten geschützt. Es wurden etwa 11 Männer-, 14 Frauen- und 6 Kindergräber ausgegraben. Die Männergräber erkannte man an den Kriegerbeigaben. Es wurden unter anderem gefunden: fünf Kurzschwerter (Skramasaxe), eine Lanzenspitze, eine Pfeilspitze, Sporen, eine Trense, ein Dolch, viele Messer und Riemenzungen (mehrere Stücke waren mit Silber tauschiert). In Frauen- und Kindergräbern fanden sich zwei Kämme aus Bein und ein dazugehöriges Beinfutteral, Gürtelschnallen, Fibeln, Anhänger und vier Perlenhalsbänder. Die Fundorte der Halbedelsteine, Bernsteinperlen und künstlichen Perlen, aus denen die Halsbänder offenbar bestanden hatten, wurden jeweils sofort genau aufgezeichnet und die Perlen schließlich in ihrer richtigen Reihenfolge auf Seide aufgereiht.Zuletzt wurde das Grab eines Kriegers ausgegraben, das besonders bemerkenswerte und sehr gut erhaltene Beigaben enthielt: zwischen den Beinen lag ein eisernes Kurzschwert mit reichem Gehänge und einem vollständig erhaltenen bronzenen Gürtelschloss mit zwei Seitenbeschlagstücken, die durch ziselierte Halbkugelrosetten verziert sind. Der Gürtel war besetzt mit Achat- und anderen Halbedelsteinen. Dieses Grab, wie auch verschiedene vorher geöffnete Gräber, wurde während der Eröffnung durch Photograph Berthold aus Feuerbach photographiert. Ein besonderes Prachtstück ist ein eisernes Gürtelbeschlägstück mit kunstvollster Silbertouschierung, das eine Schlange mit zwei Köpfen darstellt.Im Oktober wurden 1910 auf Veranlassung Richard Kallees und des Landeskonservators Eugen Gradmann durch das städtische Hochbauamt archäologische Grabungen durchgeführt, die interessante Funde zu Tage förderten. Es handelte sich um drei alamannische Reihengräber aus dem 7. und 8. Jahrhundert, in denen sich Steinsärge befanden. Der am besten erhaltene Steinsarg wurde ins kurz zuvor erbaute Feuerbacher Rathaus gebracht. Die Ausgrabungen wurden wissenschaftlich wie folgt publiziert: „Im südlichen Grab lag neben den Gebeinen ein Halsschmuck von reizenden kleinen Perlen, goldgelb, rot und grün mit gelb. Es ist also wohl ein Frauengrab. Das nördliche Grab barg einen starken Kriegsmann von hohem Wuchs: Reste eines Schwertes lagen diagonal über dem Körper. Ein Rätsel gibt das mittlere Grab auf. Es war ganz unbeschädigt, enthielt aber kein vollständiges Skelett, sondern nur das Haupt und einen Teil des Körpers.“Fürst Karl von Urach, geleitet vom Grundstückbesitzer, dem Fabrikanten Hauff, besichtigte die Grabstätte im Oktober 1910 und ließ sich die Einzelheiten von Stadtpfarrer Kallee erläutern. Im Frühjahr 1911 wurden auf dem Grundstück durch die Firma J. Hauff u. Cie. (chemische Fabrik) für ihre Mitarbeiter vier Doppelhäuser fertiggestellt. Die Funde wurden bei der im August und September 1912 abgehaltenen Gewerbeausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.Am 4. November 1926 wurde unter Kallees Direktion das Feuerbacher Heimatmuseum eingeweiht. Die wichtigsten Fundstücke sind im Foyer des Feuerbacher Bezirksrathauses ausgestellt. Weitere Grabungen fanden unter Reinhold Blind im Jahr 1928 statt (Gräber Nr. 123–138)

Villa Kahn (Stuttgart)
Villa Kahn (Stuttgart)

Die Villa Kahn ist ein Wohnhaus in der Feuerbacher Heide 56, einer Straße im Stuttgarter Norden, gelegen am Killesberg. Die unter Denkmalschutz stehende zweigeschossige Villa wurde 1922/1923 vom 1918 als Ordinarius (Professor) an die Technische Hochschule Stuttgart berufenen Architekten Paul Schmitthenner, der als ein bedeutender Vertreter der Stuttgarter Schule gilt, für den jüdischen Bankier Richard Kahn erbaut. Zwar verkaufte die Familie Kahn das Haus bereits 1934 wieder, doch trägt es bis heute den Namen in deren Gedenken. Das Gebäude umgibt mit seinen rechtwinklig zueinander angeordneten drei Flügeln einen an den barocken Schlossbau erinnernden kleinen Ehrenhof, der zur Straßenseite hin durch eine halbhohe Mauer mit Tor abgeschlossen ist. Ein axial angelegter Weg führt zum mittig angeordneten Hauseingang. Die heute bestehende (zusätzliche) Einfriedung des Grundstücks durch eine halbhohe Hecke mit einem zweiten Tor bewirkt eine betonte Abgrenzung des Hauses gegenüber dem öffentlichen Straßenraum. Alle drei Gebäudeflügel tragen ein hohes, für Schmitthenners Werk typisches Walmdach, das durch ein kräftiges Gesims von dem hell verputzten Mauerwerk abgesetzt ist. Durch die geringere Tiefe der Seitenflügel ergibt sich eine geringere Firsthöhe dieser Dachabschnitte. Auf der Gartenseite, deren Fassade an beiden Gebäudekanten durch eine kräftige, abgerundete Eckquaderung eingefasst ist, führen von einer breiten Terrasse auf Höhe des Erdgeschosses zwei symmetrisch angeordnete Treppen zu einer tiefer gelegenen Wiesenterrasse hinab. Seitlich sind dem Haus ummauerte Höfe vorgelagert, an der Nordostseite ein „Chauffeurshof“ und ein „Frühstückshof“, an der Südwestseite ein „Küchenhof“. Der Baukörper wirkt insgesamt schlicht und ruhig. Außer historisierenden Formen sind auch einige expressionistisch beeinflusste Details erkennbar. Dazu gehören feingliedrige Schmiedeeisenarbeiten als Gitter an den Fenstern, Brüstungen und Geländern, am Gartentor und als Außenleuchten. Die Spitzbögen in der Eingangshalle und die an Netzgewölbe erinnernden Stuckdecken, die ursprünglich neben dem Gartensaal auch das Kabinett im Nordflügel zierten, belegen augenfällig die Wiederaufnahme gotischer Formen im Expressionismus. Seinem Nutzwert und den hohen an das Haus gesetzten Qualitätsmaßstäben verdankt das Gebäude seinen über die Jahrzehnte weitgehend unveränderten Substanzerhalt.Während der NS-Zeit wechselte das Anwesen mehrfach den Besitzer. Nach Kriegsende 1945 diente es als Wohnsitz des US-amerikanischen Standortkommandanten. In den 1950er-Jahren ging es wieder in Privatbesitz über. Da weiterhin mehrfache Eigentümerwechsel erfolgten, wurde das Gebäude den jeweiligen Anforderungen der Besitzer angepasst. Ab Ende 2006 erfolgte eine umfangreiche Sanierung der Villa durch den Stuttgarter Architekten Sandro Graf von Einsiedel. Für die Sanierung wurde der Bauherr Wilhelm Rall 2008 mit dem Denkmalschutzpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet.1925/1926 baute Schmitthenner in derselben Straße die ebenfalls unter Denkmalschutz stehende Villa Zerweck, Feuerbacher Heide 67.