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Haus Bruch (Hattingen)

Bauwerk in HattingenRittergut in Nordrhein-Westfalen
Haus Kliff Hattingen 1659
Haus Kliff Hattingen 1659

Haus Bruch, auch Haus Broich, war ein Rittergut bei Hattingen am linken Ufer der Ruhr, nahe der Einmündung des Sprockhöveler Bachs.

Auszug des Wikipedia-Artikels Haus Bruch (Hattingen) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Haus Bruch (Hattingen)
Hüttenstraße,

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.408556 ° E 7.192513 °
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Adresse

Hüttenstraße 45
45527
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Haus Kliff Hattingen 1659
Haus Kliff Hattingen 1659
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In der Umgebung

Wohnlager in Welper

Das Wohnlager in Welper war Teil des Systems der NS-Zwangsarbeit in Hattingen. Es befand sich nahe der Henrichshütte. Für das Deutsche Reich ist von einer Zahl von acht bis zehn Millionen ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter auszugehen, für Hattingen während des Zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945 von über 10.000 ausländischen Arbeitern, für die es etwa 90 Lager gab. Auf der Henrichshütte waren etwa 2.300 Zivilarbeiter, 1.000 Ostarbeiter sowie 3.500 Kriegsgefangene beschäftigt. Davon waren 2.500 Personen der Henrichshütte im Wohnlager in Welper untergebracht. Das Lager Welper war in zwei Bereiche unterteilt: Ein Teil lag zwischen der heutigen Marxstraße, Am Schulknapp und Hüttenstraße. Der andere Teil befand sich zwischen Marxstraße, Friedensstraße und Stahlhausstraße. 1943 kaufte die Ruhrstahl AG die Baracken, die zuvor von den Reichsautobahnen gemietet waren. Die ersten Wirtschafts- und Wohnbaracken wurden ab April 1940 errichtet. Das Lager umfasste neben den Wohnunterkünften auch Abort-, Schäl-, Kranken-, Wasch-, Aufenthalts- und Küchenbaracken sowie Kohleschuppen und eine eigene Friseurstube. Die Baracken waren in Stuben unterteilt, in denen jeweils 12 bis 16 Männer untergebracht waren. Jedem Bewohner standen lediglich knapp drei Quadratmeter zur Verfügung. Die Schlafplätze bestanden meist aus Doppelbetten mit Strohsäcken (Strohwechsel nur einmal jährlich), einem Kopfkeil und zwei Wolldecken. Pro Person gab es einen Stuhl, und zwei Personen mussten sich einen Spind teilen. Es gab sieben Waschräume, zwei Badebaracken sowie 24 Spülklosetts und acht Trockenabortbaracken mit jeweils 14 Sitzen. Das Lager verfügte über ein Revier mit Arzt- und Untersuchungszimmer, Warteraum und Baderaum. Zur Ausstattung gehörten unter anderem ein Ohrenbestrahler, eine Sollux-Lampe und ein Heißluftapparat. Es gab Unterhaltungsräume mit Klavier, Billard und Gesellschaftsspielen. Die Henrichshütte stellte Musikinstrumente bereit, und es bildeten sich sogar Sportgruppen. In der Theorie wurde versucht, das Essen den Nationalitäten anzupassen, was jedoch aufgrund des allgemeinen Mangels meist scheiterte. Wegen der Brandgefahr gab es im Lager eigene Feuerlöschteiche, die gleichzeitig zum Baden freigegeben waren, sowie eine eigene Lagerfeuerwehr. In den Jahren 1943 bis 1945 wurden Teile des Lagers durch Luftangriffe schwer beschädigt oder völlig zerstört. Nach dem Krieg diente das Gelände zunächst als Sammellager für „Ostarbeiter“ und später als Notunterkunft für Flüchtlinge sowie als Standort für kleine Handwerksbetriebe.