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Diepenbeck-Park

HattingenParkanlage im Ennepe-Ruhr-KreisParkanlage in Europa

Der Diepenbeck-Park ist der größte Park der Stadt Hattingen im Ennepe-Ruhr-Kreis. Er befindet sich im Stadtteil Welper. Er weist eine Fläche von etwa 31.000 m² auf. Im Norden schließt sich der Marktplatz Welpers an der Thingstraße an, nach Süden hin verläuft er in einem Siepen in Richtung Tal des Sprockhöveler Bachs. Westlich verläuft der Diepenbeckweg. Tatsächlich verlief hier die Diepenbecke nicht, sondern weiter nordwestlich im Ort. 2018 erließ die Stadt ein Verbot für Alkohol-Konsum im Park. 2019 wurde der Park umgestaltet, unter anderem wurde ein Bereich für Urban Gardening eingerichtet. Die Kosten betrugen 600.000 Euro.

Auszug des Wikipedia-Artikels Diepenbeck-Park (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Diepenbeck-Park
Ferdinand-Freiligrath-Straße,

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse In der Umgebung
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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.409899 ° E 7.20138 °
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Adresse

Ferdinand-Freiligrath-Straße 16
45527
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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In der Umgebung

Wohnlager in Welper

Das Wohnlager in Welper war Teil des Systems der NS-Zwangsarbeit in Hattingen. Es befand sich nahe der Henrichshütte. Für das Deutsche Reich ist von einer Zahl von acht bis zehn Millionen ausländische Arbeiterinnen und Arbeiter auszugehen, für Hattingen während des Zweiten Weltkrieges von 1939 bis 1945 von über 10.000 ausländischen Arbeitern, für die es etwa 90 Lager gab. Auf der Henrichshütte waren etwa 2.300 Zivilarbeiter, 1.000 Ostarbeiter sowie 3.500 Kriegsgefangene beschäftigt. Davon waren 2.500 Personen der Henrichshütte im Wohnlager in Welper untergebracht. Das Lager Welper war in zwei Bereiche unterteilt: Ein Teil lag zwischen der heutigen Marxstraße, Am Schulknapp und Hüttenstraße. Der andere Teil befand sich zwischen Marxstraße, Friedensstraße und Stahlhausstraße. 1943 kaufte die Ruhrstahl AG die Baracken, die zuvor von den Reichsautobahnen gemietet waren. Die ersten Wirtschafts- und Wohnbaracken wurden ab April 1940 errichtet. Das Lager umfasste neben den Wohnunterkünften auch Abort-, Schäl-, Kranken-, Wasch-, Aufenthalts- und Küchenbaracken sowie Kohleschuppen und eine eigene Friseurstube. Die Baracken waren in Stuben unterteilt, in denen jeweils 12 bis 16 Männer untergebracht waren. Jedem Bewohner standen lediglich knapp drei Quadratmeter zur Verfügung. Die Schlafplätze bestanden meist aus Doppelbetten mit Strohsäcken (Strohwechsel nur einmal jährlich), einem Kopfkeil und zwei Wolldecken. Pro Person gab es einen Stuhl, und zwei Personen mussten sich einen Spind teilen. Es gab sieben Waschräume, zwei Badebaracken sowie 24 Spülklosetts und acht Trockenabortbaracken mit jeweils 14 Sitzen. Das Lager verfügte über ein Revier mit Arzt- und Untersuchungszimmer, Warteraum und Baderaum. Zur Ausstattung gehörten unter anderem ein Ohrenbestrahler, eine Sollux-Lampe und ein Heißluftapparat. Es gab Unterhaltungsräume mit Klavier, Billard und Gesellschaftsspielen. Die Henrichshütte stellte Musikinstrumente bereit, und es bildeten sich sogar Sportgruppen. In der Theorie wurde versucht, das Essen den Nationalitäten anzupassen, was jedoch aufgrund des allgemeinen Mangels meist scheiterte. Wegen der Brandgefahr gab es im Lager eigene Feuerlöschteiche, die gleichzeitig zum Baden freigegeben waren, sowie eine eigene Lagerfeuerwehr. In den Jahren 1943 bis 1945 wurden Teile des Lagers durch Luftangriffe schwer beschädigt oder völlig zerstört. Nach dem Krieg diente das Gelände zunächst als Sammellager für „Ostarbeiter“ und später als Notunterkunft für Flüchtlinge sowie als Standort für kleine Handwerksbetriebe.

St. Joseph (Hattingen)
St. Joseph (Hattingen)

Die Kirche St. Joseph ist eine römisch-katholische Kirche im Ortsteil Welper in Hattingen. Sie wurde nach Plänen der Architekten Metzendorf und Schneider 1929 erbaut. Von ihnen stammten auch die Reformsiedlung Gartenstadt Hüttenau in Welper und die Siedlung Margarethenhöhe in Essen. 1970 erfolgte eine Sanierung durch die Münsteraner Architekten Kösters und Balke. Das erforderte auch eine Neuordnung im Innern. Der Vorschlag, mit Hilfe des Werkes Henrichshütte ein Bekenntnis zur Arbeitswelt im Revier und speziell im Ortsteil Welper der Stadt Hattingen zu formen, fand breite Zustimmung auch beim Bistum Essen. Die Inneneinrichtung der Kirche ist ein einmaliges Bekenntnis zur Arbeitswelt Stahl: Brammen bilden den Altar, auch Taufbecken, Tabernakel und Kreuzwegbilder wurden nach Entwürfen des Hattinger Künstlers Egon Stratmann in der Lehrwerkstatt der Henrichshütte aus Stahl und Edelstahl gefertigt. Die Werksleitung der Henrichshütte förderte und unterstützte die Arbeiten zur Einrichtung der Kirche. Am autofreien Sonntag, 2. Dezember 1973, erfolgte die Altarweihe durch den Bischof von Essen und späteren Kardinal Franz Hengsbach. Die Josephskirche gehört seit den Umstrukturierungen im Ruhrbistum 2006 bis 2008 zur Pfarrei St. Peter und Paul in Hattingen und bildet innerhalb dieser die Hauptkirche des Pfarrbezirks St. Joseph, zu dem außer Welper auch die Filialgemeinde St. Johannes Baptist in Blankenstein zählt.