place

Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Gegründet 1953Höherer KommunalverbandKreis LippeKörperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Organisation (Münster)Organisation (Westfalen)
Wappen des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe
Wappen des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ist eine 1953 gebildete Körperschaft des öffentlichen Rechts ohne Gebietshoheit in Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Münster. Er folgt dem Provinzialverband der Provinz Westfalen nach und ist mit 19.000 Beschäftigten für ein Gebiet mit 8,3 Millionen Menschen zuständig. Der Zuständigkeitsbereich dieses Landschaftsverbandes umfasst die Landesteile Westfalen und Lippe. Die Kreise und kreisfreien Städte in diesem Gebiet sind die Mitglieder des LWL, der im Rahmen der Kommunalen Selbstverwaltung regionale Aufgaben wahrnimmt. Mit seinen 35 Förderschulen, 21 Krankenhäusern, 18 Museen und als einer der größten deutschen Hilfezahler für behinderte Menschen erfüllt der LWL Aufgaben in den Bereichen Soziales, Jugend und Schule sowie Psychiatrie, Maßregelvollzug und Kultur. Zum letzten Bereich gehört auch die LWL-Archäologie für Westfalen. Ebenfalls ist der LWL dazu berechtigt Beamte zu beschäftigen.

Auszug des Wikipedia-Artikels Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Landschaftsverband Westfalen-Lippe
Fürstenbergstraße, Münster Innenstadtring (Münster-Mitte)

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse In der Umgebung
placeAuf Karte anzeigen

Wikipedia: Landschaftsverband Westfalen-LippeBei Wikipedia weiterlesen

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.962361111111 ° E 7.6358333333333 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Landschaftsverband Westfalen-Lippe

Fürstenbergstraße
48147 Münster, Innenstadtring (Münster-Mitte)
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
mapBei Google Maps öffnen

Wappen des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe
Wappen des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe

Die Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe (inoffiziell Westfalenparlament) ist die Verbandsversammlung des höheren Kommunalverbandes Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Die Landschaftsversammlung steht in der Tradition des Provinziallandtages von Westfalen. Mitglieder der Landschaftsversammlung sind gewählte Vertreter der Verbandsmitglieder, das heißt der Kreise und kreisfreien Städte. Diese sind in der Regel Vertreter der Parteien, der freien Wählergemeinschaften oder der sonst in den Kommunen vertretenen Gruppierungen. Die Zahl der Mandate richtet sich nach den Ergebnissen der letzten Kommunalwahlen. Wählbar sind nicht nur Mitglieder der Kreistage und Stadträte, sondern auch Beamte und sonstige Beschäftigte der Mitgliedskommunen. Innerhalb der Landschaftsversammlung schließen sich die Versammlungsmitglieder zu Fraktionen zusammen. Seit der 15. Wahlperiode (2020) werden mindestens 3 Mitglieder der Landschaftsversammlung zur Bildung einer Fraktion benötigt (zuvor 4). Vorsitzender der Landschaftsversammlung ist Klaus Baumann (CDU). Aufgabe der Landschaftsversammlung ist der Beschluss über grundsätzliche Fragen und die Verabschiedung des Haushaltes des Landschaftsverbandes. Für die verschiedenen Aufgabengebiete des Verbandes bildet die Versammlung besondere Ausschüsse. Das Plenum tagt in der Regel zweimal im Jahr öffentlich im Haus des Landschaftsverbandes in Münster. Es wählt den Landschaftsausschuss, den Landesdirektor und die Landesräte. Da der Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Gegensatz zum Land Nordrhein-Westfalen keine Staatsqualität aufweist, hat er keine Legislative. Die Landschaftsversammlung ist vielmehr Teil der Exekutive. Tagungsort ist das Landeshaus Münster.

LWL-Medienzentrum für Westfalen

Das LWL-Medienzentrum für Westfalen in Münster ist eine öffentliche Bildungs- und Kultureinrichtung in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und eines von zwei Landesmedienzentren in Nordrhein-Westfalen. 1928 als „Landesbildstelle“ gegründet, hat das LWL-Medienzentrum für Westfalen – wie es seit 2006 heißt – heute einen dreifachen Auftrag: Die Förderung des Lernens mit und über Medien in Schule und außerschulischer Bildung, die mediengestützte Dokumentation und Vermittlung von Geschichte und Gegenwart Westfalens und die Sicherung der fotografischen, filmischen und tonlichen Überlieferung Westfalens in einem Bild-, Film- und Tonarchiv. Zu seinen besonderen Aufgaben gehört die mediengestützte Vermittlung des Landesteils Westfalen in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit. Filme, Fotodokumentationen, Audio- und Multimedia-Produktionen beschäftigen sich mit der Geschichte und Gegenwart Westfalens. Das Bildarchiv des LWL-Medienzentrums, das Bildarchiv Westfalen, archiviert, erschließt und präsentiert historische und aktuelle Fotografien aus ganz Westfalen. Es stellt damit eine umfangreiche Quelle zur Geschichte der Region und ihrer Menschen dar. Rund 600.000 Fotografien aus der Zeit zwischen 1850 und der Gegenwart veranschaulichen westfälische Landschaften, Städte und Dörfer, Landwirtschaft, Handwerk- und Industriekultur, Kunst, Architektur, Brauchtum und nicht zuletzt auch die Menschen und ihren Alltag im Wandel der Zeit. Über 10 Prozent des Bestands können online recherchiert und betrachtet werden. Das Film- und Tonarchiv des LWL-Medienzentrums hat die Aufgabe, Filme und Tondokumente aus und über Westfalen zu sammeln, zu sichern, zu erschließen und wieder zugänglich zu machen. Seit seiner Gründung Anfang der 1990er Jahre haben zahlreiche Kommunalarchive, Museen, Heimatvereine und andere Institutionen ihre Filme bzw. Filmbestände in den klimatisierten Magazinräumen des LWL-Medienzentrums eingelagert. Im Gegenzug erhalten die Eigentümer eine Umspielung ihrer Schätze auf einem Datenträger, so dass die Filme am Ort ihrer Entstehung präsent bleiben. Über die Editionsreihe „Westfalen in historischen Filmen“ werden ausgewählte Filmdokumente für eine breite Öffentlichkeit verfügbar gemacht. Mit der Medienberatung NRW, FILM+SCHULE NRW sowie Bildungspartner NRW nimmt das LWL-Medienzentrum gemeinsam mit dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung im Auftrag des nordrhein-westfälischen Schulministeriums auch landesweite Aufgaben wahr. Ebenfalls zusammen mit dem LVR-Zentrum für Medien und Bildung betreibt das LWL-Medienzentrum den Online-Dienst EDMOND NRW, über den Lehrkräfte kostenlos Bildungsmedien für ihren Unterricht herunterladen können. Leiter des LWL-Medienzentrums waren seit seiner Gründung: Otto Brandt (1928), Paul Buhl (1928–1945), Walter Hagemann (1952–1959), Adolf Lensing (1959–1982), Wolfgang Linke (1982–2000) und Markus Köster (seit 2002).