place

Calden

CaldenErsterwähnung im 12. JahrhundertGemeinde in HessenOrt im Landkreis Kassel
Wappen Calden
Wappen Calden

Calden ist eine Gemeinde im nordhessischen Landkreis Kassel. Bekannt ist sie vor allem durch das Schloss Wilhelmsthal und durch den 1970 eröffneten Flughafen Kassel-Calden, der nach Aus- bzw. Neubau seit April 2013 als Regionalflughafen besteht und seit 2015 die Eigenbezeichnung Kassel Airport trägt.

Auszug des Wikipedia-Artikels Calden (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Calden
Wilhelmsthaler Straße, Calden

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse In der Umgebung
placeAuf Karte anzeigen

Wikipedia: CaldenBei Wikipedia weiterlesen

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.409444444444 ° E 9.4005555555556 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Wilhelmsthaler Straße 2
34379 Calden
Hessen, Deutschland
mapBei Google Maps öffnen

Wappen Calden
Wappen Calden
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Frankenhausen (Grebenstein)
Frankenhausen (Grebenstein)

Frankenhausen ist eine Wüstung in der Gemarkung von Burguffeln, einem Stadtteil von Grebenstein im nordhessischen Landkreis Kassel. Sie befindet sich etwa 2 km südlich von Burguffeln und 1,5 km östlich von Calden, auf 235 m Höhe über NHN, rund 700 m südwestlich des im 17. Jahrhundert eingerichteten Kammerguts, der heutigen Staatsdomäne Frankenhausen, im Bereich der Flurbezeichnung „Kirchhof“. Die Bundesstraße 7 verläuft westlich, die Bundesstraße 83 östlich an der einstigen Siedlung vorbei. Der Ort wurde um 1120 als „villa Franconhuson“ erstmals urkundlich erwähnt. Neuere Forschungen ergaben allerdings, dass bereits im 9. Jahrhundert Güter des Klosters Corvey im Umfang von vier Hufen in Frankenhausen verzeichnet waren. Siedlungsgeschichtliche Untersuchungen ergaben, dass der Ort ein Kirchdorf war, und noch im 19. Jahrhundert wurden Profilsteine der verschwundenen Kirche im Mauerwerk einer Frankenhäuser Scheune bei deren Abriss gefunden. Die Siedlung war wahrscheinlich 1323 bereits wüst gefallen und wurde 1336 definitiv als Wüstung bezeichnet, aber Teile der Gemarkung wurdern weiterhin bearbeitet. Im 12., 13. und 14. Jahrhundert hatten, unter Kurmainzer Oberherrschaft, verschiedene Klöster aus der weiteren Umgebung Besitz im Ort, so das Kloster Helmarshausen, das Kloster Hardehausen und das Stift Kaufungen. Spätestens ab 1322 erhoben auch die Landgrafen von Hessen Besitzansprüche, als ihnen die Familie Groppe von Gudenberg u. a. 2½ Hufen im inzwischen offenbar bereits wüst gefallenen Frankenhausen veräußerte und sie diesen Besitz mit dem Grebensteiner Burglehn verknüpften. Kurmainz gab seine Ansprüche keineswegs auf, und 1336 versetzte der Erzbischof von Trier und Mainzer Administrator Balduin von Luxemburg dem Ritter Arnold von Portenhagen, seiner Frau und ihren Erben das nahe Dorf Calden und die mainzische Hälfte der Wüstung Frankenhausen. Der hessische Anteil der Gemarkung war spätestens ab Mitte des 14. Jahrhunderts Lehen der Herren von Grifte. Als die Mainzer Besitzungen zwischen Diemel und Weser von Erzbischof Adolf II. im Jahre 1462 an Landgraf Ludwig II. verpfändet werden mussten, kam auch die mainzische Hälfte von Frankenhausen an Hessen. 1539 gelangte der Ort von den Herren von Grifte an Wilhelm von Schachten, dessen Familie schrittweise die anderen Besitzer kleinerer Anteile der Gemarkung verdrängten, so die von Stockhausen und das Kloster Lippoldsberg. 1643 verkaufte Anna von Schachten, Witwe Dietrichs von Schachten, für 14.400 Taler der Landgräfin Amalie Elisabeth, Witwe des 1637 verstorbenen Landgrafen Wilhelm V. und vormundschaftliche Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel, neben dem Gut Amelgotzen auch die Feldmark Frankenhausen. Im Nordosten der aufgegebenen Siedlung wurde in den Jahren von 1643 bis 1653, zur wirtschaftlichen Versorgung des neu errichteten fürstlichen Landsitzes Amalienthal, ein Vorwerk errichtet und ein Kammergut gegründet, das seitdem kontinuierlich durch Pächter als landwirtschaftliches Gut bewirtschaftet wurde. Das Gut wurde 1926 Staatsdomäne und sein Grundbesitz wurde 1928 nach Burguffeln eingemeindet. Die Domäne wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hessisch Im Juli 1998 pachtete die Universität Kassel die Hessische Staatsdomäne Frankenhausen und sie betreibt dort seitdem ein Lehr-, Versuchs- und Transferzentrum für Ökologische Landwirtschaft und Nachhaltige Regionalentwicklung.

Rittergut Schachten
Rittergut Schachten

Das Rittergut Schachten ist ein Gutshof am Westrand des Stadtteils Schachten der Stadt Grebenstein im Landkreis Kassel in Hessen. Es befand sich nachweislich seit 1162 im Besitz der Herren von Schachten, bis zu ihrem Aussterben 1922, und bis heute ihrer Erben aus der Familie der Grafen Grote. Die nach Osten offene Hofanlage mit altem und neuem Herrenhaus und rechtwinklig dazu stehenden Scheunen befindet sich im Nordosten einer rund 2½ Hektar großen Parkanlage mit Teich und gilt als ein Glanzstück unter den ehemaligen hessischen Rittergütern. Neben dem in den Jahren 1909/10 erbauten, schlossartigen, zweigeschossigen Herrenhaus mit seinem Krüppelwalmdach, dem runden Treppenturm an der Südostecke und einem Erker an der Südostecke, beide mit geschwungenen Dachhauben bedeckt, gehören zur Anlage das alte Herrenhaus oder Verwalterhaus. Diese wurden in den Anfangsjahren des 19. Jahrhunderts umgebaut und erweitert (mit älteren Bauteilen aus dem 17. Jahrhundert, als die Herren von und zu Schachten ihren Stammsitz nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges wieder aufbauten). Dazu kommt das Wohnwirtschaftsgebäude am Hofeingang (datiert auf 1691) und das um 1910 errichtete Scheunengebäude. Die Hofanlage ist gut erhalten und wird als landwirtschaftlicher Großbetrieb vom Eigentümer Karl-Ernst Graf Grote von und zu Schachten bewirtschaftet. Sie ist ein hessisches Kulturdenkmal und steht mit allen wesentlichen Gebäuden unter Denkmalschutz.