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St. Anton (Bozen)

Geographie (Bozen)Ort in Südtirol
Klebenstein
Klebenstein

St. Anton (italienisch Sant’Antonio) ist ein Stadtteil von Bozen, der Südtiroler Landeshauptstadt. Die kleine Örtlichkeit befindet sich orographisch links der Talfer am Ausgang des Sarntals in den Bozner Talkessel. Innerhalb Bozens ist St. Anton dem Stadtviertel Zentrum-Bozner Boden-Rentsch zugeordnet und liegt im Norden des Gemeindegebiets direkt an der Grenze zur Gemeinde Ritten, an den Ausläufern des Rittner Bergs. Der Ortsname leitet sich von der St.-Anton-Kapelle ab, die zum Ansitz Klebenstein gehört. Knapp nördlich befindet sich mit Rendelstein noch eine zweite burgähnliche Anlage, die – wie Klebenstein – auf einen mittelalterlichen Wohnturm zurückgeht. An den Hängen oberhalb von St. Anton erstreckt sich der Weiler St. Peter. Nach der Örtlichkeit, die am Nordende der Bozner Wassermauer liegt, sind zwei Bauwerke benannt: Die einspurige St.-Anton-Brücke vermittelt eine Verbindung über die Talfer zum Stadtviertel Gries-Quirein; das Wasserkraftwerk St. Anton ist unmittelbar nordöstlich des Stadtteils bereits auf Rittner Gemeindegebiet gelegen. Bis 1911 gehörte St. Anton zur alten Landgemeinde Zwölfmalgreien. Dort war die Örtlichkeit – wie auch weitere, Bozen-Dorf genannte Gebiete flussabwärts in der flachen Talsohle bis hinunter zu den Toren der Altstadt von Bozen – der historische Malgrei St. Peter zugeordnet.

Auszug des Wikipedia-Artikels St. Anton (Bozen) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

St. Anton (Bozen)
Sankt-Anton-Straße, Bozen Zentrum-Bozner Boden-Rentsch

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 46.511869 ° E 11.352074 °
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Adresse

Castel Sant'Antonio - Schloss Klebenstein

Sankt-Anton-Straße
39100 Bozen, Zentrum-Bozner Boden-Rentsch
Trentino-Südtirol, Italien
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Klebenstein
Klebenstein
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In der Umgebung

Ansitz Klebenstein
Ansitz Klebenstein

Der Ansitz Klebenstein, oft auch Schloss genannt, befindet sich in Bozen in Südtirol. Den Kern der Anlage bildet ein mittelalterlicher Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert, der ursprünglich Karnol hieß. Der Turm entstand an einer Wegkreuzung der Straße von Bozen ins Sarntal und von Jenesien nach Gries und Moritzing. An der Stelle des Turmes führte schon sehr früh eine Brücke über die Talfer. Im Verlauf des 14. bis 16. Jahrhunderts wurde die Anlage mehrfach zu einem Ansitz erweitert, unter anderem um eine Kapelle und mehrere Wohntrakte. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie allerdings erst um 1900. Nach den schon im Jahr 1422/26 in den Kirchpropstrechnungen der Grieser Marienpfarrkirche mit Adam von Clewenstain bezeugten Besitzern von Klebenstein wurde der Ansitz später benannt. Im 19. Jahrhundert war das Anwesen Sitz der Herren von Kofler, die auch das nahe gelegene Schloss Runkelstein verwalteten. Sehenswert ist die kleine barocke St.-Anton-Kirche, die zur Anlage gehört. Die Häuser rund um den Ansitz Klebenstein und dem nahegelegenen Rendelstein bis zu den Füßen von Schloss Runkelstein gehören zum Bozner Stadtteil St. Anton, dessen Name auf die barocke St.-Antonius-Kapelle beim Schloss Klebenstein zurückgeht. Beim Ansitz enden zwei Promenaden: die Talfer-Promenade oder Bozner Wassermauer und die St.-Oswald-Promenade. Unterhalb von Klebenstein nimmt der heute gedeckte Mühlbach, eine künstliche Ableitung der Talfer, seinen Ausgang.

Rendelstein
Rendelstein

Rendelstein (auch „Gschlössl“ genannt) ist ein seit 1953 denkmalgeschütztes Gebäude im Bozner Stadtteil St. Anton in Südtirol. Die Burg Rendelstein entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts als befestigter Wohnturm im Umfeld der Burg Runkelstein nahe der Talfer an der Straße vom Sarntal nach Bozen. Ersturkundlich erwähnt wurde sie um 1278 als „Rennilstein“ im Urbar von Stift Neustift bei Brixen. Die darauf sitzenden Ministerialen sind urkundlich erstmals 1294 mit Schwiker von „Renlistein“ fassbar. 1306 wird ein Kunzlin von „Reinlistain“ mit Burg und Turm Rendelstein vom Stift Neustift belehnt. Über Jahrhunderte war die Burg – meist mit dem benachbarten Ansitz Klebenstein – in wechselndem adeligen Besitz, im 14. Jahrhundert gehörte sie etwa der Familie Vintler, später den Hueppher und den Grafen Troyer. Das heutige, eher unscheinbare Aussehen bekam das Gebäude erst in jüngerer Zeit. Nach einem Brand wurde der Turm 1859 unter seinem Besitzer Franz Anton von Kofler, dem Präsidenten der Bozner Handelskammer, abgetragen und der ganze Bau unter ein einheitliches Dach gebracht. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammt ein Zubau an der Ostseite. Neben einem quadergerahmten Rundbogentor weisen vor allem das romanische Sichtmauerwerk und Teile des ehemaligen Burghofes auf die einstige Burg Rendelstein hin. Im Trakt des ehemaligen Gasthauses Gschlössl befindet sich jetzt der Waldorfkindergarten.

St. Peter auf Karnol
St. Peter auf Karnol

St. Peter auf Karnol ist ein Südtiroler spätmittelalterlicher Kirchenbau im Weiler St. Peter, einem Stadtteil von Bozen in der ehemaligen Landgemeinde Zwölfmalgreien. Die Kirche befindet sich in erhöhter Talrandlange auf den Ausläufern des Rittner Bergs, unmittelbar oberhalb des Stachlhofs. Der romanische Bestand, im Jahr 1213 als „ecclesia sancti Petri“ in einer Urkunde Graf Alberts III. von Tirol erwähnt, wurde im 15. Jahrhundert als einfacher, tonnengewölbter Bau mit Rundapsis, Spitzturm und einer Seitenkapelle mit Spitzbogenfenstern und Kreuzgratgewölbe vergrößert. Die romanisierende Fassadengestaltung stammt aus dem 19. Jahrhundert. 1288 wird die Kirche im landesfürstlichen Gesamturbar Graf Meinhards II. von Tirol-Görz als „sand Pêter“ genannt. 1295 ist ein Weinhof „ad Curnol ad sanctum Petrum“ im Register des Bozner Notars Jakob Tugehenn belegt. In der Landgerichtsordnung von Gries-Bozen aus dem Jahr 1487 erscheint mit Ulrich Rueb ein eigener Viertelhauptmann „zu sand Peter auf Karnol“, der zugleich als landesfürstlicher Steuereinnehmer fungiert.Der neuromanische Nischenaltar wurde von Josef Überbacher geschnitzt, die Statuen von ca. 1880 wurden von Anton Kob gefertigt. Aus den Jahren 1603 bis 1806 sind 69 Rechnungsbücher von St. Peter auf Karnol im Stadtarchiv Bozen überliefert (Hss. 1251–1320), die von den jeweiligen Kirchpröpsten geführt wurden.Die Kirche wurde 1977 unter Denkmalschutz gestellt.

Fagenbach
Fagenbach

Der Fagenbach (italienisch Rio Fago), im oberen Bereich auch Altenbach genannt, ist ein rechter Zufluss der Talfer, der im Bozener Ortsteil Gries bei Scharfeck (Rastbichl) in den Stadtfluss einmündet. Der Wasserlauf entspringt im Gemeindegebiet von Jenesien am nördlichen Gipfelbereich des Alten. Die sog. Leck, der oberste Teil des Fagenbachtals, ist mit gut sichtbaren Grödener Schichten ausgebaut. Kurz vor der Vereinigung mit der Talfer bildet der Bach in einer schluchtartigen Enge einen als Naturdenkmal ausgewiesenen Wasserfall aus, der vom winterseitigen Teil der Guntschnapromenade gut eingesehen werden kann. Hier quert auch die 1981 eröffnete Landesstraße nach Jenesien in gerundeter Brückenbauweise als Viadukt den talartigen Einschnitt des Fagenbachs. Der Bachname ist bereits 1276 als „Vach“ urkundlich bezeugt. Im 15. Jahrhundert wird der „Vagenpach“ genannt. Vom Fagenbach geht bei Starkregenereignissen aufgrund seines großen Wassereinzugsgebiets erhebliche Überschwemmungsgefahr für Gries und Bozen aus. Dies führte bereits im 15. Jahrhundert zur Begründung einer sogenannten Wasserleege am Fagen („lege am Vagen“), wie aus einer von König Maximilian I. im Jahr 1497 erlassenen Verfügung hervorgeht. Sie war unter anderem für die Eindämmung der Wassergefahr durch Uferschutzmaßnahmen zuständig. Für die Verbesserung des Hochwasserschutzes wurde am unteren Bachlauf im Jahr 2023 bei St. Georgen eine 8 m hohe Betonsperre errichtet. Ein letztes großes Hochwasserereignis ereignete sich am 8. August 1957.