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Saal Bechstein

Abgegangenes Bauwerk in BerlinBerlin-TiergartenSpielstätte für Musik (Berlin)

Der Saal Bechstein oder Bechsteinsaal war ein 1892 zu Ehren von Carl Bechstein eröffnetes Konzerthaus in der Linkstraße 42 in Berlin, das im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört wurde. Es wurde vor allem zur Aufführung von Kammerkonzerten genutzt. In Auftrag gegeben wurde das Konzerthaus von der Konzertdirektion Hermann Wolff. Architekt war Franz Schwechten. Der Saal mit 500 Plätzen war an die italienische Renaissance erinnernd in Weiß und Gold gehalten. An den glatten Wänden zum reichen Deckenstuck emporragende Säulenprospekte von korinthischer Form sowie eine Statue der Polyhymnia hinter dem Podium folgten einem griechischen Vorbild. Innerhalb des dreitägigen Festprogramms zur Eröffnung spielte der Pianist Hans von Bülow seine letzte Klaviersoirée vor seinem Tod. Weitere frühe berühmte Mitwirkende an Konzerten im Bechsteinsaal waren Johannes Brahms, Artur Rubinstein und Joseph Joachim. An sie erinnerten später zum 25-jährigen Jubiläum an den Seitenwänden aufgestellte Büsten. Im Saal Bechstein traten in hoher Frequenz Künstler von internationalem Ruf auf, so waren hier z. B. allein in der zweiten Februarhälfte 1898 u. a. Veranstaltungen mit Ákos Buttykay, Gisella Grosz, Amalie Joachim, Ludvig Schytte, Ernst Jedliczka und Sven Scholander annonciert. Viele Künstler traten nach ihrem Debüt im Bechsteinsaal immer wieder dort auf.

Auszug des Wikipedia-Artikels Saal Bechstein (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Saal Bechstein
Linkstraße, Berlin Tiergarten

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Deutschland
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Dienstgebäude der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin
Dienstgebäude der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin

Das ehemalige Dienstgebäude der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin am Schöneberger Ufer 1–3 im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wurde 1892 bis 1895 als Sitz der Königlichen Eisenbahndirektion Berlin, die dem preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten unterstellt war, errichtet. Der nach Plänen des Architekten Armin Wegner errichtete, aus Kostengründen eher zurückhaltende, historistische Verwaltungsbau in den Formen der deutschen Neorenaissance diente nach Übergang der Preußischen Staatseisenbahnen per 1. April 1920 in die Reichseisenbahn, der späteren Deutschen Reichsbahn, als Sitz der Reichsbahndirektion Berlin. Heute befindet sich das Gebäude im Eigentum der Immobiliengesellschaft Vivico. Die exterritoriale Lage in West-Berlin führte in der Nachkriegszeit zu verschiedenen Zwischenfällen zwischen der sowjetischen und amerikanischen Besatzungsmacht sowie der West-Berliner Polizei, bis die Deutsche Reichsbahn 1958 mit der Nutzung als Poliklinik für die West-Berliner Reichsbahnangestellten eine weniger konfliktträchtige Verwendung fand. Nach der Generalsanierung von 1991 bis 1995, einem Intermezzo als Zentrale der Berliner Niederlassung der Deutschen Bahn bis 2002 und einem längeren Leerstand diente das ehemalige Dienstgebäude seit Anfang 2006 u. a. als Hauptsitz von Bombardier Transportation. Seit 2017 ist das Gebäude der Standort der Bundespolizeidirektion 11. Neben der GSG 9 der Bundespolizei gehören auch der Bundespolizei-Flugdienst sowie die Dienststellen Polizeiliche Schutzaufgaben Ausland der Bundespolizei, Besondere Schutzaufgaben Luftverkehr der Bundespolizei und die Einsatz- und Ermittlungsunterstützung der Bundespolizei zu den operativen Einheiten der Behörde.