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Marienstraße 13 und 15

Erbaut in den 1820er JahrenKlassizistisches Bauwerk in WeimarKulturdenkmal in Weimar
Marienstraße 13 Weimar 2020 06 05 6
Marienstraße 13 Weimar 2020 06 05 6

In der Marienstraße 13 und 15 in Weimar befinden sich die baugleichen schlichten klassizistischen Gebäude mit offenen Durchgängen zum Innenhof. Diese gehören zur Bauhaus-Universität Weimar. Diese Gebäude entstanden unter Clemens Wenzeslaus Coudray. Unter der Leitung der Weimarer Oberbaubehörde unter Clemens Wenzeslaus Coudray wurde die Marienstraße in einem einheitlichen Stil ausgebaut. Diese beiden 1829 entstandenen Gebäude entsprechen gänzlich dieser Maßgabe. Im Haus Marienstraße 15 wohnte der Oberforstmeister von Lincker, der zugleich der Bauherr war. In diesen Gebäuden war ab 1935 das Thüringische Landesamt für Rassewesen untergebracht. Hier wurde die Thüringer Bevölkerung hinsichtlich rassischer Kriterien erfasst und kontrolliert. „Das Amt war damit ein zentraler Ausgangspunkt nationalsozialistischer Verbrechen in Thüringen“, beschreibt es die Bauhaus-Universität Weimar. Diese Gebäude stehen auf der Liste der Kulturdenkmale in Weimar (Einzeldenkmale).

Auszug des Wikipedia-Artikels Marienstraße 13 und 15 (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Marienstraße 13 und 15
Bauhausstraße,

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 50.97552 ° E 11.32936 °
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Adresse

Bauhaus-Universität Weimar

Bauhausstraße 7-9
99423 , Altstadt
Thüringen, Deutschland
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Webseite
uni-weimar.de

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Marienstraße 13 Weimar 2020 06 05 6
Marienstraße 13 Weimar 2020 06 05 6
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Jägerhaus (Weimar)
Jägerhaus (Weimar)

In der Marienstraße 5/7 in Weimar befindet sich das ehemalige Jägerhaus, bestehend aus einem großen und einem kleinen Jägerhaus, das heute zur Bauhaus-Universität Weimar gehört. Das zwischen 1717 und 1720 unter Christian Richter errichtete Gebäude Zunächst war ursprünglich zur Unterbringung der herzoglichen Jagdhunde und Jagdausrüstungen bestimmt sowie als Wohngebäude für Jäger und Forstbeamte. Im Jahre 1774 wurde hier eine katholische Kapelle eingerichtet. Goethe wohnte hier von 1789 bis 1792 zusammen mit Christiane Vulpius. Christiane Vulpius wurde 1791 im Jägerhaus von Johann Heinrich Lips in einer Zeichnung festgehalten. Später zog Charles Gore hier ein. Hier wurde später im Jahre 1816 die Freie Mal- und Zeichenschule eingerichtet. Diese nutzte das Gebäude bis 1930. Auch die Großherzoglich-Sächsische Baugewerkenschule Weimar war hier untergebracht. Hier waren bedeutende Künstler untergebracht wie Friedrich Preller, Buonaventura Genelli, Angelica Facius, Ferdinand Jagemann und Louise Seidler. Im Kleinen Jägerhaus wurden während des Nationalsozialismus Verhöre und Inhaftierungen vorgenommen. Eines der Nachbarhäuser beherbergte das „Landesamt für Rassewesen“.Der ursprünglich zweigeschossige Giebelaufsatz und das Türmchen im Mittelteil wurden im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe auf Weimar zerstört; das Haus wurde in veränderter Form wieder aufgebaut. Auf der Seite der Bettina-von Arnim-Straße befindet sich eine Bronzeplatte an der Hauswand: VEREIN ZUR ZÜCHTUNG DES WEIMARANER VORSTEHHUNDES 1897-1997. Die gesamte Marienstraße und damit auch dieser Komplex steht auf der Liste der Kulturdenkmale in Weimar (Sachgesamtheiten und Ensembles).