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Pulverturm (Rottweil)

Kulturdenkmal in RottweilTurm in Rottweil
Pulverturm in Rottweil 04
Pulverturm in Rottweil 04

Der Pulverturm im baden-württembergischen Rottweil ist ein geschütztes Kulturdenkmal. Er befindet sich im sogenannten Bockshof über dem Neckartal an der Nordostseite der früheren Stadtbefestigung. Es handelt sich um einen zweigeschossigen verputzten, halbrunden Eckturm mit angeschnittenem Kegeldach. Er sitzt mit dem Untergeschoss auf dem massiven Fels auf. Zum Bockshof hin besitzt er einen Vorbau mit Pultdach, der 1912 angebaut wurde. Auf der stadtabgewandten Seite befinden sich schmale Schießscharten, sie südwestliche Seite zum Bockshof ist mit Rechteckfenstern und Natursteingesims ausgestattet. Über dem Eingang befindet sich ein Fries mit der Inschrift „Der Vergangenheit zur Wehr, der Gegenwart zur Lehr“ und das Rottweiler Stadtwappen auf einem eingelassenen Medaillon. Die Balken des Dachwerks wurden dendrochronologisch auf das Jahr 1466/67 datiert, der Turm selbst ist vermutlich älter. Die Stadtmauer um den Bockshof wurde im Jahr 1805 zum Teil abgetragen, wodurch auch die Wehrgänge verschwanden, die mit dem Pulverturm verbunden waren. Der Bockshof diente bis in das 19. Jahrhundert als Friedhof, neben dem Pulverturm befindet sich noch das Grabmal des einstigen Stadtarztes Dr. Vogel. Der Turm diente ab 1700 als Munitionsmagazin der Stadt und des Schwäbischen Kreises, der hier das in der Pulvermühle hergestellte Schießpulver einlagerte. Seit 1912 wird das Gebäude vom Stadtarchiv genutzt.

Auszug des Wikipedia-Artikels Pulverturm (Rottweil) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Pulverturm (Rottweil)
Lorenzgasse, Verwaltungsgemeinschaft Rottweil

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Pulverturm

Lorenzgasse
78628 Verwaltungsgemeinschaft Rottweil
Baden-Württemberg, Deutschland
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Pulverturm in Rottweil 04
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In der Umgebung

Rottweiler Viadukt
Rottweiler Viadukt

Der Rottweiler Viadukt ist eine zweispurige Straßenbrücke in Rottweil. Sie führt die Balinger Straße, einen Abschnitt der L 423, aus dem Neckartal in einem 300 Meter langen und bis zu 30 m hohen, rampenartigen Aufstieg zur Kernstadt. Dort mündet sie in der unteren Hauptstraße. Der Viadukt steht unter Denkmalschutz. Er besteht aus 13 aus Muschelkalk und Buntsandstein gemauerten Rundbögen. Es wurde von 1874 bis 1876 unter dem Straßenbauinspektor Julius Mährlen im Rahmen der sogenannten Linden- und Mühlsteig-Correktion erbaut. Von 1960 bis 1961 wurde die Fahrbahn verbreitert. Seither kragt die Fahrbahntafel, bzw. die beiderseits der Fahrbahn verlaufenden Gehwege, weit aus. Durch den Viadukt wurde der vormals sehr steile Anstieg der Unteren Hauptstraße durch einen für Gespanne und Fuhrwerke leichter zu überwindende flachere Steigung ersetzt. Die frühere Straße existiert heute noch nördlich des Viadukts als verlängerte untere Hauptstraße. Der frühere Neckarübergang bei der Drehersmühle wurde aber zurückgebaut. Der Verlauf der Balinger Straße wurde durch den Neubau weiter nach Nordosten verlegt und mit der König-Karls-Brücke wurde ein neuer Neckarübergang geschaffen. Das Landesamt für Denkmalpflege bezeichnet den Viadukt als „stadtbildprägendes und technikgeschichtlich herausragendes, über das Kreisgebiet hinaus bedeutendes Zeugnis des württembergischen Straßenbaus im 19. Jh. Vor dem Bau von Autobahnen stellten solche sehr großen, hauptsächlich im Eisenbahnbau erstellten Viadukte im Straßenbau noch seltene Ausnahmen dar.“