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Paul-von-Hindenburg-Jugendherberge

Architektur im NationalsozialismusBauwerk der Moderne in HannoverDienstleistungsunternehmen (Hannover)Ehemalige Jugendherberge (Deutschland)Ehemaliges Unternehmen (Hannover)
Erbaut in den 1930er JahrenHitlerjugendPaul von Hindenburg als NamensgeberSüdstadt (Hannover)Umgenutztes Bauwerk in Hannover

Die Paul-von-Hindenburg-Jugendherberge in Hannover war eine nach dem Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg benannte und zur Zeit des Nationalsozialismus errichtete Jugendherberge. Die schlicht auch Hindenburg-Jugendherberge genannte Einrichtung diente anfangs vor allem der Erziehung der Hitlerjugend (HJ).Das HJ-Heim wurde 1934 bis 1935 am Rudolf-von-Bennigsen-Ufer an dem noch in Bau befindlichen Maschsee nach einen Wettbewerbs-Entwurf des Architekten Wilhelm Kröger unter Mitarbeit von Albert Richard errichtet. Die Stadtverwaltung Hannover hatte hierzu einen Zuschuss für den Erwerb des Grundstückes sowie für die Baukosten in Höhe von 227.000 Reichsmark beigesteuert.Die Fassade der Einrichtung wurde mit einem großflächigen „Gemälde der Hitlerjugend“ versehen.Während der Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude nur zum Teil ein Opfer der Fliegerbomben. Nach Aufhebung der Jugendherberge unter der britischen Militärregierung wurde die Immobilie unter dem hannoverschen Oberbaurat Otto Meffert für den Betrieb einer Waldorf-Schule zur Verfügung gestellt: Am 1. Oktober 1945 konnten die ersten Schüler der Freien Waldorfschule Maschsee Einzug in das noch teilzerstörte Gebäude halten.

Auszug des Wikipedia-Artikels Paul-von-Hindenburg-Jugendherberge (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Paul-von-Hindenburg-Jugendherberge
Rudolf-von-Bennigsen-Ufer, Hannover Südstadt (Südstadt-Bult)

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Breitengrad Längengrad
N 52.350854 ° E 9.749494 °
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Adresse

Altbau

Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 70
30173 Hannover, Südstadt (Südstadt-Bult)
Niedersachsen, Deutschland
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Webseite
waldorfschule-maschsee.de

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Grabmal Otto von Emmich
Grabmal Otto von Emmich

Das Grabmal Otto von Emmich auf dem Stadtfriedhof Engesohde in Hannover, Abteilung 15, Nummer 188 a–d, ist eines von zahlreichen Ehrengräbern in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Der General Otto von Emmich war insbesondere im Ersten Weltkrieg 1914 durch seine handstreichartige Einnahme der belgischen Festung Lüttich bekannt und ausgezeichnet worden und am 26. August 1915 – gemeinsam mit dem Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg – zum Ehrenbürger Hannovers ernannt worden. Nachdem er wenige Monate später in Hannover verstarb, wurde für ihn am 25. Dezember 1915 eine große öffentliche Trauerfeier vor dem Neuen Rathaus der Stadt ausgerichtet. Die in Leipzig herausgegebene Illustrirte Zeitung entsandte ihren Sonderzeichner Alfred Liebing nach Hannover, der die Beisetzungsfeierlichkeiten und den Trauerzug zeichnerisch festhielt.Das Historische Museum Hannover ist im Besitz eines Fotos mit dem Blindstempel von Friedrich Astholz junior, das die pompöse Trauer-Inszenierung als langgezogenen „Abmarsch des Trauerzuges“ vom Trammplatz über den Friedrichswall noch erahnen lässt.Als einer der obersten Repräsentanten der Monarchie und Vertreter des Hauses Hannover nahm der Herzog von Braunschweig, Herzog Ernst August mit seiner Gemahlin Viktoria Luise von Preußen an den Trauerfeierlichkeiten vor dem Neuen Rathaus teil, fotografiert im Gespräch mit einem mit Pickelhaube bedeckten Militär durch den Dokumentarfotografen Alfred Grohs, der seine Aufnahme als Fotopostkarte über den Berliner Verlag von Gustav Liersch & Co. verbreiten ließ.Während die Zeitschrift Die Woche den „Leichenzug in den Straßen“ hinter der Sargüberführung im Bild festhielt, publizierte der Bildverlag Paul Hoffmann & Co. aus Berlin-Neukölln anschließend eine mit dem Hinweis „Zensiert“ gekennzeichnete Foto-Ansichtskarte mit dem Titel „Beisetzung des Generals von Emmich in Hannover. Das Gebet am Grabe“. Auf der Fotografie ist das von zahlreichen Soldaten, hochrangigen Offizieren und Zivilpersonen umstandene und noch geöffnete Grabloch zu sehen, während ein Pastor mit einem Buch in den Händen ein Gebet spricht und etliche der wohl ausnahmslos männlichen Anwesenden ihre Kopfbedeckungen abgenommen haben.Noch während des Kriegs ließ die Stadt Hannover 1917 unter Stadtdirektor Heinrich Tramm und auf Kosten der Stadt Hannover auf dem Stadtfriedhof Engesohde ein monumentales Ehrengrab für von Emmich errichten. Damit sollte einerseits die Kriegführung propagandistisch unterstützt werden, andererseits das Image der Stadt patriotistisch aufgewertet werden. Das von dem Stadtbaurat Paul Wolf entworfene und vermutlich von Ludwig Vierthaler ausgestaltete Grabmal in Form eines Mausoleums sollte hierzu bewusst an das Grabmal des Gotenkönigs Theoderich erinnern.