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Lütten Klein

Ehemalige Gemeinde (Rostock)GroßsiedlungLütten KleinOrtsteil von RostockPlattenbausiedlung (DDR)
Siedlung (Städtebau) in Rostock
Lütten Klein in Rostock
Lütten Klein in Rostock

Lütten Klein ist ein Ortsteil im Nordwesten der Stadt Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Die den Ortsteil prägende Großwohnsiedlung in Plattenbauweise mit 10.531 Wohnungen für rund 26.000 Einwohner entstand zwischen 1965 und 1975 unter der planerischen Leitung von Erich Kaufmann als erster und auch größter Ortsteil im Nordwesten. Die Anlage des Wohngebietes erfolgte im Stil der Zeit sehr regelmäßig. Freigestellte Wohnblocks mit bis zu fünf Geschossen herrschen vor, unterbrochen von einzelnen Hochhäusern oder Hochhauszeilen, die an markanten Punkten städtebauliche Akzente setzen. Im Süden endet Lütten Klein am Schmarler Bach im Fischerdorf, einer Parkanlage mit Rodelberg und einem Teich, welche sich bis in den benachbarten Ortsteil Evershagen erstreckt. Die Straßen sind nach Hafenstädten im Ostseeraum benannt.

Auszug des Wikipedia-Artikels Lütten Klein (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Lütten Klein
Rigaer Straße, Rostock Lütten Klein (Ortsbeirat 5 : Lütten Klein)

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Breitengrad Längengrad
N 54.139166666667 ° E 12.052222222222 °
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Adresse

Rigaer Straße 12
18107 Rostock, Lütten Klein (Ortsbeirat 5 : Lütten Klein)
Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland
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Lütten Klein in Rostock
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Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen
Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen

Die Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen zwischen dem 22. und 26. August 1992 gegen die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber (ZAst) und ein Wohnheim für ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter im sogenannten Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen waren die massivsten rassistisch sowie fremdenfeindlich motivierten Angriffe in Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkrieges. An den Ausschreitungen beteiligten sich mehrere hundert teilweise rechtsextreme Randalierer und bis zu 3000 applaudierende Zuschauer, die den Einsatz von Polizei und Feuerwehr behinderten. Nachdem die Aufnahmestelle am Montag, dem 24. August, evakuiert worden war, wurde das angrenzende Wohnheim, in dem sich noch über 100 Vietnamesen und ein Fernsehteam des ZDF aufhielten, mit Molotowcocktails in Brand gesteckt. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzungen zog sich die Polizei zeitweise völlig zurück, und die im brennenden Haus Eingeschlossenen waren schutzlos sich selbst überlassen. Die Übergriffe in Lichtenhagen werden auch als Pogrom bezeichnet. Sie stehen im Zusammenhang mit der Asyldebatte zu Beginn der 1990er Jahre. Politikern und Medien wird dabei vorgeworfen, durch eine zum Teil populistische Kampagne die Stimmung gegen Ausländer angeheizt und so Ausschreitungen wie denen in Rostock-Lichtenhagen den Boden bereitet zu haben. Sowohl die Asyldebatte als auch die Zahl gewaltsamer Übergriffe auf Asylbewerber und andere Einwanderer erreichten 1991/92 ihren Höhepunkt.