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Bornhöck

Abgegangenes Bauwerk in Sachsen-AnhaltArchäologischer Fundplatz (Bronzezeit)Aunjetitzer KulturBauwerk in SchkopauElitegrab
Erbaut im 2. Jahrtausend v. Chr.Hügelgrab in Sachsen-Anhalt
Bornhöck 1843
Bornhöck 1843

Der Bornhöck war ein um 1800 v. Chr. errichteter Grabhügel der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur (2300–1550 v. Chr.) bei Raßnitz, einem Ortsteil von Schkopau im Saalekreis (Sachsen-Anhalt). Mit einem Durchmesser von 65 Metern und einer Höhe von vermutlich 15 Metern war er einer der größten bronzezeitlichen Grabhügel Mitteleuropas. Wohl im Mittelalter wurde er auf eine Breite von über 80 Meter und eine Höhe von etwa 20 Meter erweitert. Bis ins 19. Jahrhundert prägte er die umliegende Landschaft weiträumig und markierte seit dem 18. Jahrhundert die Grenze zwischen Sachsen und Preußen. Im Zuge der Braunkohleförderung östlich von Schkopau wurde 1844 die Genehmigung zur Abtragung des Hügels erteilt, die sich bis etwa 1900 hinzog. Seitdem galt der Bornhöck als vollständig zerstört. 2010 wurden allerdings auf einem Luftbild an seinem Standort unterirdisch erhaltene Strukturen festgestellt, die zwischen 2014 und 2017 ausgegraben wurden. Die Aufarbeitung der Grabung und die systematische Untersuchung des Umfelds der Fundstelle dauern zurzeit noch an. Nach den ersten Ergebnissen scheint es sich um die bedeutendste Begräbnisstätte der Spätphase der Aunjetitzer Kultur in Mitteldeutschland zu handeln; der Bestattete könnte einer der Besitzer oder sogar der Hersteller der Himmelsscheibe von Nebra gewesen sein.

Auszug des Wikipedia-Artikels Bornhöck (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.413299 ° E 12.084806 °
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Adresse

Bornhöck

L 168
06258 Kabelsketal (Gröbers)
Sachsen-Anhalt, Deutschland
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linkWikiData (Q30670739)
linkOpenStreetMap (550409212)

Bornhöck 1843
Bornhöck 1843
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In der Umgebung

Depot von Bennewitz

Das Depot von Bennewitz (auch Gröbers-Bennewitz I) ist einer der bedeutendsten Depotfunde der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur. Es datiert in die Zeit zwischen 2000 und 1700 v. Chr. Das Depot wurde 1879 beim Pflügen auf einem Acker in Bennewitz, heute Teil der Gemeinde Kabelsketal (Saalekreis, Sachsen-Anhalt), in einem Tontopf gefunden. Der Topf ist nicht mehr erhalten. Das Depot umfasst 297 Randleistenbeile derselben Machart. Zusammengenommen wiegen die Fundstücke ca. 70 kg. Die Beile sind augenscheinlich nie verwendet worden. Das Depot ist heute auf mehrere Sammlungen verteilt. 200 Beile gelangten ins Museum für Vor- und Frühgeschichte nach Berlin, 36 ins Landesmuseum für Vorgeschichte nach Halle (Saale) und 14 ins Landesmuseum für Vorgeschichte nach Dresden. Einzelne Beile befinden sich zudem im Kulturhistorischen Museum in Magdeburg, in den Regionalgeschichtlichen Sammlungen der Lutherstadt Eisleben, im Braunschweigischen Landesmuseum in Braunschweig, im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und im Archäologischen Museum in Krakau. Die nähere Umgebung des Fundortes ist äußerst reich an Funden der Aunjetitzer Kultur. Westlich bei Dieskau wurden drei weitere bedeutende Depots (I, II und III) entdeckt. Weiterhin befanden sich hier mehrere (im 19. Jahrhundert weitgehend abgetragene) Grabhügel, darunter der Bornhöck bei Raßnitz, der Grabhügel von Dieskau und der Hallberg zwischen Benndorf und Osmünde.