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Gainfeld

Geographie (Bischofshofen)Ort im Bezirk St. Johann im PongauTal im Land Salzburg

Das Gainfeld ist ein Hochtal mit teils spezieller Alpenflora westlich oberhalb von Bischofshofen im Pongau und zugleich Ortsteil von Bischofshofen. Es befindet sich zwischen Bischofshofen und den östlichen Ausläufern des Hochkönigmassivs, den Mandlwänden, auf einer mittleren Höhe von 865 m ü. A. Das Gainfeldtal wird nördlich von buchendominierte Wäldern über Kalk (teilweise noch recht naturnah), südlich von Fichtenwälder über Grauwacke dominiert. Das hintere Tal bei der Kematenalm ist einsam und wenig begangen, nördlich oberhalb ist das Moor bei der Grünmaißalm noch ein anthropogen praktisch nicht beeinflusstes Hochmoor. Beim Talschluss geht es in Richtung Hochkönig hinauf: bunte Almwiesen, Schuttfluren und Felsen prägen das Bild. Das Bauerngut Egg im Gainfeld wurde als Ritterlehen der Herren von Pongau bereits 1180 erwähnt. Da fiel es wieder an das Salzburger Erzbistum zurück und kam 1304 an die Herren von Guetrat. Am östlichen Ausgang des Gainfelds befindet sich die Paul-Außerleitner-Schanze.

Auszug des Wikipedia-Artikels Gainfeld (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 47.417482 ° E 13.183804 °
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Adresse

Gainfeld 9
5500
Salzburg, Österreich
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Sinnhubschlössl

Das Sinnhubschlössl ist eine urzeitliche Siedlung und eine mittelalterliche Befestigung im Salzachtal etwa 2,5 km nördlich von Bischofshofen im Bezirk St. Johann im Pongau im Bundesland Salzburg in Österreich. Im Mündungswinkel von Fritzbach und Salzach liegt ein als Halbinsel ausgebildeter langgestreckter Felshügel aus Werfener Schiefer. 1956 wurde beim Bau der Salzachbrücke (B 99) der südliche Teil abgetragen. Dabei kamen Wohnhorizonte mit Hütten des Endneolithikums und der frühen Bronzezeit sowie Funde der späten Hallstattzeit zu Tage. Spuren eines frühbronzezeitlichen Hauses wurden unter einer Planierschicht aus keltischer Zeit festgestellt. Klopfsteine und Unterlagsplatten dienten dem Zerkleinern von Erzen und Schlacken und sind Hinweise auf eine frühe Kupferverhüttung auf der am Schnittpunkt von Handelswegen gelegenen und von Natur gut geschützten felsigen Halbinsel. Die Grabungen ab 1984 konzentrieren sich auf eine kleine Befestigungsanlage, die auf der höchsten Erhebung des Felsrückens liegt. Der Erdwall umschließt eine Fläche von etwa 10 × 30 m. An den Schmalseiten sind dem Wall quer über den Grat laufende Gräben vorgelagert. Auf der Wallkrone wurden die Reste einer Trockenmauer mit Holzverstärkung entdeckt. Die im 5. Jahrhundert v. Chr. errichtete frühkeltische Burg fiel, vermutlich im Zuge kriegerischer Ereignisse, einem Brand zum Opfer. Im Mittelalter soll die Anlage als Sperrbefestigung gedient haben. Aufgrund der Fundstellensituation ist das Sinnhubschlössl nicht unter Denkmalschutz gestellt, sondern als Naturdenkmal ausgewiesen (1959, NDM00058, 1,2409 ha), Schutzzweck ist das Landschaftsbild, die Kulturgeschichte wie auch die Erhaltung eines Standorts seltener Pflanzen. Benachbart liegt der ebenfalls geschützte Kreuzberg, der geologisch interessante die Halbinsel fortsetzende Terrassensporn.