place

Winkl (Gemeinde Kapfenberg)

Ehemalige Gemeinde in der SteiermarkGeographie (Kapfenberg)Katastralgemeinde im Bezirk Bruck-MürzzuschlagOrt im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag
Kapfenberg Stammwerk Böhler Redfeld
Kapfenberg Stammwerk Böhler Redfeld

BW Am nordwestlichen Rand gelegen ist Winkl mit einer Fläche von ca. 860 Hektar die größte Katastralgemeinde der Stadt Kapfenberg (Steiermark). Der Großteil des Hauptsitzes der Böhler-Edelstahlwerke befindet sich im Bereich der Katastralgemeinde Winkl. Trotz des industriellen Anteiles sind zwei Drittel des Ortsteiles bewaldet, wobei sich der höchste Punkt von Winkl mit 1163 m ü. NN auf dem Frieslingberg befindet. Von 1795 bis 1885 wurde in Winkl Kohle abgebaut. Die Förderung wurde aber wegen der geringen Ergiebigkeit des Flözes eingestellt. Etwa 20 Prozent des Ortsgebietes werden zwar noch landwirtschaftlich genutzt, jedoch wird der Wohnbau-Anteil immer größer.

Auszug des Wikipedia-Artikels Winkl (Gemeinde Kapfenberg) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Winkl (Gemeinde Kapfenberg)
Winkler Straße,

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse In der Umgebung
placeAuf Karte anzeigen

Wikipedia: Winkl (Gemeinde Kapfenberg)Bei Wikipedia weiterlesen

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 47.451388888889 ° E 15.262777777778 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Winkler Straße 54b
8605
Steiermark, Österreich
mapBei Google Maps öffnen

Kapfenberg Stammwerk Böhler Redfeld
Kapfenberg Stammwerk Böhler Redfeld
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Einöd (Gemeinde Kapfenberg)

BW Einöd ist eine Katastralgemeinde (ca. 831 ha) und Ortschaft am nördlichen Rand von Kapfenberg in der Steiermark. Nach dem Gemeindegesetzes von 1848 sollte im Jahre 1850 die Steuergemeinde Einöd (und andere) mit Kapfenberg in einen Steuerverband treten. Kapfenberg wurde am 9. Mai 1924 als vierter Markt in der Steiermark zur Stadt erhoben und Einöd im selben Zug angegliedert (eingemeindet). Vermutlich erste Besiedelung gab es vor etwa 5000 Jahren in der Jungsteinzeit. Hinweise dafür in finden sich in der Rettenwandhöhle, einer Tropfsteinhöhle mit 250 m langem Schauteil. Sie wurde 1922 erforscht und erschlossen, im Zweiten Weltkrieg diente sie als Schutzraum vor Luftangriffen. Geringe Freiflächen im engen Tal werden ursprünglich durch Landwirtschaft genutzt. Jakob Haberfellner erhielt 1784 die „Flossenzerrennfeuergerechtsame“ (Bewilligung des Eisenschmelzens), war anderswo von Hochwasser betroffen und verlegte 1787 nach Bewilligung durch das Grazer Guberniums seine gesamte Hammeranlage mit (damals) acht Feuern an die Stübming (Fluss; auch: Stübmingbach, Thörlbach) nach Einöd. "In der Krisenzeit um 1880 kaufte der Gewerke Hans Pengg von Auheim, dessen Familie im Besitz des Hammerwerkes am Thörl war, die Anlage und erzeugte bis 1922 Hufnägel." Ab 1923 Standort von Pengg-Walenta Steirische Kettenfabrik AG. Im Jahr 1885 gründet Hans Pengg in Einöd ein Eisenwerk (Hansenhütte), aus welchem nach der Fusionierung mit der Grazer Kettenfabrik der Fa. Walenta die Pengg-Walenta KG entstand, die unter anderem Schneeketten erzeugt (PEWAG-Ketten). Von 1896 bis etwa 1960 war Einöd auch Sitz eines Holzverarbeitungsbetriebes (Fa. Haberler), welcher bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts Spezialartikel aus Holz und Pappe in alle Welt exportierte. Ab 1936 wurden hier erstmals in Österreich leichte Holzfaserplatten hergestellt. Seit 1960 ist hier der Sitz des Kabelwerkes der Fa. Pengg. Zwischen 1903 und 1923 wird die Capra-Quelle in Einöd gefasst und eine Wasserleitung entlang der Mariazeller Straße verlegt, um den Bedarf von Kapfenberg besser zu erfüllen. 1951 bis 1955 wird die zentrale Brunnenanlage in Hafendorf geschaffen und die Einödquelle aufgelassen.

Kapfenberg
Kapfenberg

Kapfenberg ist mit 22.182 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2023) die drittgrößte Stadt im österreichischen Bundesland Steiermark sowie größte Stadt im Gerichtsbezirk Bruck an der Mur und im politischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Die Stadt liegt zwischen Kindberg und Bruck an der Mur am Fluss Mürz im Mürztal. Im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark wurde Kapfenberg am 1. Jänner 2015 mit der vormals eigenständigen Gemeinde Parschlug vereinigt. Das Gebiet der Stadtgemeinde ist wesentlich vom Wald geprägt, der rund 66 % der Gemeindefläche ausmacht.Bekannt wurde die im Jahr 1145 zum ersten Mal urkundlich erwähnte Stadt vor allem durch die ansässige Stahlindustrie. Die Nähe zum steirischen Erzberg und Wasserkraft in ausreichendem Maß haben hier schon ab dem 15. Jahrhundert mehrere Hammerwerke entstehen lassen. Insbesondere seit der Übernahme der Werke durch die Gebrüder Böhler – heute allesamt im Eigentum der voestalpine AG – im Jahr 1894 wurde der Ruf als Stahlstadt begründet. Heute liegt der Schwerpunkt auf der Erzeugung von speziellen Stahllegierungen für Werkzeuge, Medizintechnik, Luftfahrt sowie Legierungspulver für additive Fertigung (Metall 3D-Druck). Kapfenbergs Bedeutung als Industriestadt hat durch neue High-Tech Betriebe, unter anderem Pankl Racing, weiter zugenommen. Die örtlichen Betriebe gehören zu den wichtigsten Arbeitgebern der Region.Oberhalb der Stadt befindet sich die 1173 erstmals urkundlich erwähnte Burg Oberkapfenberg, auf der jährlich eines der größten Ritterfeste Österreichs stattfindet. Die in den Jahren nach 1992 restaurierte Burg und ein großes Angebot von Sportmöglichkeiten bilden den Mittelpunkt der touristischen Aktivitäten der Stadt.

Burg Oberkapfenberg
Burg Oberkapfenberg

Die Burg Oberkapfenberg ist eine Höhenburg oberhalb von Kapfenberg, nordöstlich von Bruck an der Mur in der Steiermark (Österreich). Im Jahr 1173 wurde hier erstmals eine Burg Chaffenberch (Burg am Ausschauberg) erwähnt. Reste ihres Oberhaues sind noch unterhalb der Loreto-Kapelle zu erkennen. Im 13. Jahrhundert erbauten die Grafen von Stubenberg die heutige Burg als Wohn- und Verwaltungssitz. Um 1550 erfolgte der Umbau zur Renaissance-Festung. Nachdem die Grafen von Stubenberg im Jahr 1739 ihren Wohnsitz ins Schloss Wieden an der Mürz verlegt hatten, stand die Burg Oberkapfenberg leer und verfiel zur Ruine. Erst 1953 begann Graf von Stubenberg mit dem Wiederaufbau zu einem Burghotel unter Einbeziehung der Ruinen der alten Burg. Aber im Jahr 1985 ging der Pächter in Konkurs und die Burg stand erneut leer und begann zu verfallen. 1992 kaufte die Stadtgemeinde Kapfenberg die Burg. Es wurde ein Verein gegründet, der die Restaurierung vorantrieb. 1994 konnte das Burgrestaurant eröffnet werden. Seit einigen Jahren beherbergt die Burg auch eine Greifvogelschau. Von 2003 bis 2008 fand eine Ausstellung historischer Waffen, sowie in einem Sonderteil Foltermethoden und Folterinstrumente statt. Seit April 2009 gibt es die neue Ausstellung Grenzgänge – Eine Zeitreise mit Kreuzrittern und Alchemisten. Nach einer Hangrutschung im Herbst 2011 wurden einige archäologische Funde aus „Stubenbergs Küche“ gemacht. Dies ist auch die Bezeichnung der Sonderausstellung 2012 in der Burg Oberkapfenberg mit Töpfen, Knochenresten und Spielzeug der Kinder. Alljährlich findet im Juni das Ritterfest statt, welches eine der größten Veranstaltungen dieser Art in Österreich ist.