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Fulbert-Stollen

Abtei Maria LaachBauwerk im Landkreis AhrweilerEifel im MittelalterErbaut im 12. JahrhundertGrubengebäude
Wasserbauwerk in Rheinland-Pfalz
Laacher See 04
Laacher See 04

Der Fulbert-Stollen ist ein mittelalterlicher Wasserlösungsstollen am Laacher See. Er wurde aufgefahren, um den Wasserspiegel zu stabilisieren und Land am Seeufer zu gewinnen. Der Swisttaler Geodät und Archäologe Klaus Grewe nimmt an, dass eine dendrochronologisch nachgewiesene Dürrezeit in den Jahren ab 1164 die Voraussetzung für den Stollenbau war. Grewe benannte den Stollen deshalb nach Abt Fulbert von Laach (1152 bis 1177). Nach Grewe sollte der Stollen das im Bau befindliche Kloster vor Hochwasser schützen. Neuere Quellen nehmen eine Entstehung bereits während der Römerherrschaft an.

Auszug des Wikipedia-Artikels Fulbert-Stollen (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Fulbert-Stollen
Deutsche Vulkanstraße, Brohltal

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 50.400958 ° E 7.266657 °
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Adresse

Mundloch des sog. DELIUS-Tunnels

Deutsche Vulkanstraße
56653 Brohltal
Rheinland-Pfalz, Deutschland
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linkOpenStreetMap (6725709066)

Laacher See 04
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In der Umgebung

Deutsche Vulkanologische Gesellschaft

Die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft (DVG) ist eine geowissenschaftliche Interessengemeinschaft mit Sitz in der rheinland-pfälzischen Stadt Mendig. Sie hat sich gemäß eigenem Bekunden dem Ziel verschrieben, durch „Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung Interesse an der Entstehung, Nutzung und Erforschung der Vulkane zu wecken.“ Zu diesem Zweck bietet sie Vorträge und Exkursionen an, publiziert regelmäßig Bücher über vulkanologische Themen und erstellt Fachgutachten. Ferner engagiert sie sich in zahlreichen Projekten und Museen. Die Mitgliedschaft steht allen thematisch Interessierten offen, sodass die DVG sowohl fachliche Laien als auch studierte Geowissenschaftler aus 15 Nationen vereint. Als gemeinnütziger Verein finanziert sich die DVG ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Sie besitzt eine Arbeitsgemeinschaft Polarisationsmikroskopie/Petrographie und eine Arbeitsgemeinschaft Mineralien/Gesteine mit Kontakten zum Mineralien- und Fossilienfreunde Bonn e.V. Im März 2007 wurde darüber hinaus auf Initiative von Landrat Rudolf Marx die in Grebenhain ansässige DVG-Fachsektion Vogelsberg gegründet. Damit soll eine fachliche Verbindung von diesem zur Vulkaneifel als jüngster Vulkanlandschaft Deutschlands – in der bis dahin der Tätigkeitsschwerpunkt der Gesellschaft lag – erreicht werden. Die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft ist eine der Trägereinrichtungen der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung.

Lavakeller (Mendig)
Lavakeller (Mendig)

Die Lavakeller in Mendig (lokaler Name Mendiger Ley) sind etwa drei Quadratkilometer große Felsenkeller und das ehemals größte Basaltlava-Bergwerk der Welt. Sie wurden in einen erkalteten Lavastrom des vor 200.000 Jahre ausgebrochenen Wingertsbergvulkans bis in eine Tiefe von 32 m gegraben, um Basalt für Mühlsteine abzubauen. Die Lava ist von etwa 30 m Löss und Bimstuffen vom Ausbruch des Laacher-See-Vulkans vor etwa 13.000 Jahren überlagert und wurde deshalb seit dem 18. Jahrhundert unterirdisch abgebaut.Die temperaturstabilen Stollen (5–8 °C) bei einer Luftfeuchtigkeit von 72 % wurden nach dem Niedergang der Mühlsteinindustrie aufgrund der Einführung von Stahlwalzen im Mühlenwesen ab 1843 zu Gär- und Lagerkellern für zeitweise 28 Brauereien. Mendig hat wegen dieser hohen Zahl von Brauereien bis heute den Ruf einer Bierbrauerstadt. Mit Erfindung der Kühltechnik durch Carl von Linde verschwanden viele der Brauereien wieder. Heute gibt es am Ort nur noch eine Brauerei, die für die eigene Gaststätte und Abnehmer aus der Region braut. Die ehemaligen Bierkeller sind teilweise für Besucher zugänglich. Da bereits viele Stollen eingestürzt sind, mussten viele Zugänge gesperrt werden. Ab und zu passiert es, dass in Mendig Straßen oder Grundstücke durch die Unterhöhlung absacken. 1995 übernahm die Deutsche Vulkanologische Gesellschaft per Mietvertrag die Verwaltung des Lavakellers – ihr Hauptsitz liegt genau darüber. Die Lavakeller gehören wie der benachbarte Lava-Dome zum Vulkanpark im Landkreis Mayen-Koblenz. Sie sind als Denkmalzone ausgewiesen.