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St. Johann (Bozen)

Geographie (Bozen)Ort in Südtirol
St. Johannkirche in Bozen rechts der Ansitz Prackenstein
St. Johannkirche in Bozen rechts der Ansitz Prackenstein

St. Johann (italienisch San Giovanni) ist eine historische Ortslage von Bozen, der Südtiroler Landeshauptstadt. Bis 1911 bildete St. Johann eine Malgrei der alten Landgemeinde Zwölfmalgreien, im Laufe des 20. Jahrhunderts verlor die knapp nordöstlich der Bozner Altstadt gelegene Örtlichkeit ihren ländlichen Siedlungscharakter. Als Ortsbezeichnung ist St. Johann, das heute gemeinhin als Teil von Bozen-Dorf aufgefasst wird, kaum noch gebräuchlich. Innerhalb Bozens ist es dem Stadtviertel Zentrum-Bozner Boden-Rentsch zugeordnet. Der Ortsname leitet sich von der Kirche St. Johann im Dorf ab. Die alte Malgrei umfasste die Gegend am Hangfuß des Rittner Bergs zwischen der Runkelsteiner Straße im Westen und dem Ansitz Hörtenberg im Osten. Zu weiteren historischen Bauwerken in St. Johann gehören beispielsweise Unterpayrsberg, die Villa Defregger, die Landkommende Weggenstein mit der Deutschhauskirche und St. Oswald.

Auszug des Wikipedia-Artikels St. Johann (Bozen) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

St. Johann (Bozen)
St.-Johann-Gasse, Bozen Zentrum-Bozner Boden-Rentsch

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 46.502365 ° E 11.358747 °
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Adresse

St.-Johann-Gasse 5
39100 Bozen, Zentrum-Bozner Boden-Rentsch
Trentino-Südtirol, Italien
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St. Johannkirche in Bozen rechts der Ansitz Prackenstein
St. Johannkirche in Bozen rechts der Ansitz Prackenstein
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In der Umgebung

Andreas-Hofer-Straße (Bozen)
Andreas-Hofer-Straße (Bozen)

Die Andreas-Hofer-Straße (italienisch Via Andreas Hofer) ist eine Straße nordöstlich des altstädtischen Bereichs der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Sie verbindet die Vintlerstraße mit dem Zwölfmalgreiner Platz (Zollstange). Sie ist nach Andreas Hofer, dem Anführer des Tiroler Volksaufstands von 1809, benannt. Die Straße weist ein kontinuierliches West-Ost-Gefälle auf. Sie nimmt ihren Ausgang am Landesfürstlichen Amtshaus, dem heutigen Südtiroler Naturmuseum, führt entlang dem Batzenhäusl, der früheren Weinschenke des Deutschen Ordens, und erreicht am Gasthaus Löwengrube (dem früheren Zollhaus) die alte Zollstange, den heutigen Zwölfmalgreiner Platz.Der älteste Name des Straßenzugs war Zollgasse; über sie lief der Verkehr der überregionalen Brenner-Route nach Bozen ein und wieder aus. 1901 wurde die Straße nach dem Bozner Ehrenbürger Andrä Kirchebner (1825–1891), Magistrats- und Handelskammerrat sowie Obmann des kaufmännischen Vereins, benannt. Der Straßenname wurde von der faschistischen Administration 1929 revidiert und die einsprachige Bezeichnung Via Ca' de Bezzi eingeführt. Erst nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die zunächst Batzenhäuslgasse genannte Straße zur Andreas-Hofer-Straße. Im Jahr 2015 wurde in der Andreas-Hofer-Straße (vor dem ehemaligen Hauseingang Nr. 18, einer heutigen Garagenzufahrt) ein Stolperstein verlegt, der an das Holocaust-Opfer Bernhard Czopp (1879–1944) erinnert.Die Andreas-Hofer-Straße ist einspurig nur in westöstlicher Richtung befahrbar.

St. Oswald (Bozen)
St. Oswald (Bozen)

St. Oswald (auch St. Oswald im Dorf) war eine Kirche am Oswaldweg in Bozen (Stadtteil Dorf, ehemals der alten Landgemeinde Zwölfmalgreien zugehörig), die dem hl. Oswald von Northumbria geweiht war. Die spätromanische Ostturmkirche wird 1288 zum ersten Mal erwähnt („sanctus Oswaldus“ und „neben sant Oswalten“), nach Beschädigungen durch Bergstürze 1323 und 1405 neu geweiht und 1412 als „sant Oswalt pey Poczen“ bezeichnet. Das Kirchweihfest wurde am Todestag des hl. Oswald am 5. August begangen. Bei der Bombardierung Bozens im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche am 2. Dezember 1943 durch eine amerikanische Fliegerbombe vernichtet. Erhalten sind nur noch die Grundmauern. Seit 1951 stehen diese unter Denkmalschutz.Aus den Jahren 1481 bis 1800 sind über 60 Rechnungsbücher von St. Oswald im Stadtarchiv Bozen überliefert (Hss. 1398–1461), die von den jeweiligen Kirchpröpsten geführt wurden. Bozens Oswaldpromenade trägt ihren Namen nach der Kirche; ihr stadtseitiger Zubringer wurde am 29. November 1908 eröffnet, nimmt annähernd vom ehemaligen Kirchplatz seinen Ausgang und führt über die Felsformation der sog. Schwarzmander nach St. Anton (Westteil), während die Verzweigung nach St. Magdalena entlang des Hanges des Hörtenbergs im Jahr 1937 aus Stiftungsmitteln des Wohltäters Karl von Müller errichtet wurde (Ostteil). Vom Karl-von-Müller-Denkmal geht ein alter Fußweg auf den Ritten ab, der über den Weinhof Peterploner und das Hörtenberg-Kreuz nach Oberbozen-Himmelfahrt führt. Am Beginn der Oswaldpromenade befindet sich der um 1900 in historistischen Formen errichtete Ansitz St. Oswald samt Park.