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Laurinstraße

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Pfarrkirche Laurin und Bristol 1917
Pfarrkirche Laurin und Bristol 1917

Die Laurinstraße, italienisch Via Laurin, ist eine Straße im altstädtischen Bereich der Südtiroler Landeshauptstadt Bozen. Sie verbindet das Südende der Weintraubengasse, ausgehend vom Friedl-Volgger-Platz, auf dem sich Rain- und Gerbergasse kreuzen, mit dem Bahnhof. Der nur ca. 200 m lange Straßenzug trägt den gleichen Namen wie das an seiner oberen Westseite gelegene Hotel Laurin, der Name geht auf König Laurin aus den Dolomitensagen zurück. Er wird weiter vom Alcide-Berloffa-Park, dem Landhaus 1 (Palais Widmann) und dem Silvius-Magnago-Platz gesäumt und endet am Bahnhofsplatz neben dem Froschbrunnen. An der Laurinstraße liegt außerdem der Laurin-Brunnen. Die Anlage der Straße wurde vom Bau der Brennerbahn und des neuen Bozner Bahnhofs im Jahr 1859 angestoßen. Sie gehört zu den strahlenförmig vom Bahnhofsvorplatz ausgehenden neuen Stadtachsen, deren Planung auf Stadtbaumeister Sebastian Altmann zurückgeht. Die Straße hieß bis zum Ersten Weltkrieg Kaiser-Franz-Josef-Straße, wurde nach der italienischen Annexion Südtirols 1921 kurzzeitig zur Andreas-Hofer-Straße, ehe sie 1929 von der faschistischen Administration in Via del Littorio umbenannt wurde und während der NS-Besetzung Südtirols 1943/45 zur Tizianstraße mutierte. Die heutige Namensgebung erfolgte 1949.

Auszug des Wikipedia-Artikels Laurinstraße (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Laurinstraße
Laurinstraße, Bozen Altstadt

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 46.497819 ° E 11.357285 °
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Adresse

Laurinstraße 13
39100 Bozen, Altstadt
Trentino-Südtirol, Italien
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Pfarrkirche Laurin und Bristol 1917
Pfarrkirche Laurin und Bristol 1917
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Laurin-Brunnen
Laurin-Brunnen

Der Laurin-Brunnen ist ein Brunnen in Bozen. Er zeigt eine Szene aus der Sage König Laurins Rosengarten, in der Dietrich von Bern den Zwergenkönig Laurin niederringt. Der Brunnen ist ein Werk der Bildhauer Andreas Kompatscher und Arthur Winder und wurde im Mai 1907 auf der Bozner Wassermauer, im Sichtfeld des Rosengartens, aufgestellt. In Auftrag gegeben hatte das Werk der Talferleege Culturverein, um Bozen gezielt als Laurin-Stadt vermarkten zu können. Auf Fuße des Brunnens erläuterte dementsprechend eine Inschrift das touristische Motiv der Errichtung: Der Bürger Wohl zu mehren, dem fremden Gast zu Ehren. Nach der Annexion Südtirols durch Italien wurde der Brunnen in der Nacht vom 4. auf den 5. Juni 1933 von Faschisten demoliert. Anschließend überführte man ihn in das Stadtmuseum Bozen, später in das Kriegsmuseum Rovereto. Erst 1993 wurde er – nach langjährigem Bemühen der Südtiroler Kulturlandesräte Anton Zelger und Bruno Hosp – wieder nach Bozen zurückgebracht und 1996 zentral auf dem heutigen Silvius-Magnago-Platz vor dem Landtagsgebäude und dem Palais Widmann aufgestellt. Nach der Neugestaltung des Platzes im Sommer 2018 befindet sich der Laurin-Brunnen nun leicht versetzt vor dem Eingang des Palais Widmann. Durch seine gewalttätige Entfernung wurde das ursprünglich zu touristischen Zwecken aufgestellte Kunstwerk zu einem Konfliktthema der Südtiroler Gesellschaft. Die italienische Rechte bemüht sich dabei um eine ethnisch-nationalistische Interpretation der Figurengruppe, bei der der „germanische“ Held Dietrich von Bern den „romanischen“ König Laurin im Kampfe bezwinge, was den Brunnen in seiner politischen Symbolik als öffentliches Denkmal disqualifiziere. Umgekehrt verteidigt die deutschsprachige Rechte den Brunnen als identitätsstiftendes Denkmal.