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Sendlinger Straße 10

Barockbauwerk in MünchenBarocktheaterBaudenkmal in der Münchner AltstadtBauwerk in der Münchner AltstadtErbaut im 17. Jahrhundert
Sendlinger StraßeWohn- und Geschäftshaus in München
Sendlinger Str10 München
Sendlinger Str10 München

Sendlinger Straße 10 in München ist ein denkmalgeschütztes Ensemble aus zwei Häusern in der Münchener Altstadt. Auf dem teils schon im Mittelalter besiedelten Anwesen war der nördlichere der beiden in der Sendlinger Straße gelegenen Bauten bereits 1570 auf dem Münchener Stadtmodell von Jakob Sandtner dargestellt. Das südlichere, direkt neben dem Hackerhaus gelegene Haus ist im Kern ein barockes Gebäude, dem später eine klassizistische Fassade vorgesetzt wurde. Das Bauwerk war Sitz des Faberbräu und diente im 18. Jahrhundert verschiedenen Wandertheatern zunächst als volkstümliche Spielstätte. Der Schauspieler Johann Nieser, Namensgeber der Nieserstraße, richtete hier als Direktor das erste ständige Theater Münchens ein. In der Zeit der Aufklärung diente das Gebäude als Theater beispielsweise für Münchner Erstaufführungen von Schiller, so 1784 für das Drama Die Räuber und 1788 für Kabale und Liebe. Anfang der 2000er Jahre waren beide Häuser Teil weiterer von der Süddeutschen Zeitung genutzten Immobilien. Umnutzungspläne sahen vor, die Bauten nach Denkmalpflegerischer Bestandsaufnahme und archäologischen Untersuchungen bis Frühling 2013 in das insgesamt rund 11.000 Quadratmeter große Gelände das Luxusquartiers Hofstatt zu integrieren.

Auszug des Wikipedia-Artikels Sendlinger Straße 10 (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Sendlinger Straße 10
Sendlinger Straße, München Altstadt-Lehel

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Breitengrad Längengrad
N 48.135918607744 ° E 11.571511572316 °
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Adresse

Calzedonia

Sendlinger Straße
80331 München, Altstadt-Lehel
Bayern, Deutschland
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Webseite
calzedonia.com

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Sendlinger Str10 München
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In der Umgebung

Gasthaus Schwarzfischer
Gasthaus Schwarzfischer

Das Gasthaus Schwarzfischer war eine Schankwirtschaft im Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt München. Es befand sich im Angerviertel an der Ecke Dultstraße/Oberanger. Benannt war das Lokal nach dem Gastwirt Anton Schwarzfischer, der 1890 Miteigentümer des Hauses wurde, das seine Ehefrau seit 1887 besaß. Ende der 1920er Jahre wurde es zu einer der frühesten Schwulenbars der Stadt. Um die Leser der homosexuellen Freundschaftsblätter warb es mit „dezenter, gemütlicher Stimmung bei Ia Wiener Küche“. Zu den regelmäßigen Gästen gehörte Klaus Mann, bevor er und die ganze Familie Mann in die Emigration gehen mussten. Am 20. Oktober 1934 stand der Schwarzfischer zusammen mit dem Arndthof am Glockenbach im Zentrum der ersten groß angelegten Razzia der Nationalsozialisten gegen Homosexuelle. An diesem Abend wurden 145 Männer festgenommen und auf die Wache an der Ettstraße gebracht. 39 der Männer wurden für mehrere Wochen in das Konzentrationslager Dachau verbracht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude schwer beschädigt. Von dem Lokal sind keine Baureste erhalten, auf dem Grundstück befindet sich ein Geschäftsgebäude. Am 20. November 2014 beschloss der Münchner Stadtrat die Realisierung eines Denkmals für die im Nationalsozialismus verfolgten Lesben und Schwulen am Standort des Gasthauses Schwarzfischer. Ausgewählt wurde das Konzept eines Bodenmosaiks der Künstlerin Ulla von Brandenburg.