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Užupis

Kultur (Vilnius)KünstlerkolonieKünstlerviertelMikronationStadtteil von Vilnius
Lithuania Vilnius Užupis sign
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Užupis ist ein Stadtteil am Rand der Altstadt von Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Der Name bedeutet „jenseits des Flusses“ (už = hinter, upė = Fluss). Es handelt sich dabei um die Vilnia oder Vilnelė, die der Stadt Vilnius ihren Namen gibt. Užupis ist mit ca. 0,6 km² ein kleiner und abgeschlossener Stadtteil. Auf drei Seiten wird es durch den Fluss von der Altstadt getrennt, auf einer Seite gibt es steile Berge und in der sowjetischen Zeit entstandene Industriegelände.

Auszug des Wikipedia-Artikels Užupis (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Užupis
Užupio g., Wilna Užupis

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 54.680556 ° E 25.296944 °
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Adresse

Užupio g. 15
01202 Wilna, Užupis
Bezirk Wilna, Litauen
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In der Umgebung

St. Anna (Vilnius)
St. Anna (Vilnius)

Die römisch-katholische Annenkirche (litauisch Šv. Onos bažnyčia; offiziell St. Anne und Bernhardine) ist eine bedeutende Kirche der litauischen Hauptstadt Vilnius. Sie ersetzte eine Holzkirche, welche bei einem Feuer 1419 zerstört wurde. Der Bau der heutigen Kirche geht auf den Großfürsten Alexander Jagiellon zurück. Die Kirche ist ein seltenes Beispiel der Gotik in Litauen, hier sogar im Stil der „flammenden“ Gotik. Besonders an der Hauptfassade, aber auch an den Seiten findet sich eine Kombination aus geraden und geschwungenen Linien. Pilaster, Vierbündel, schlanke Stäbe, durchbrochene Türme und drei verschiedene Arten von Bögen (rund, spitz und geschweift) bestimmen die Fassadengestaltung. Möglicherweise symbolisiert die Fassadengestaltung die Säulen des Gediminas, eines der ältesten bekannten litauischen Symbole. Bis auf mehrere Renovierungen blieb die Gestalt der roten Backsteinkirche seit dem 15. Jahrhundert praktisch unverändert. Die Baudaten sind nicht genau bekannt, konnten jedoch in die Zeit zwischen 1495 und 1500 datiert werden. Der leitende Architekt war der Böhme Benedikt Ried, der auch Teile der Prager Burg schuf. Der Außenbau besteht aus 33 verschiedenen Backsteinarten und gilt als das Meisterwerk der litauischen Gotik. Während das Äußere sehr ausdrucksstark ist, zeigt sich der Innenraum einfacher. Grund für das schmucklose Innenleben der Kirche sind Plünderungen und Verwüstungen während der napoleonischen Zeit. Der recht schlichte, einschiffige Innenraum ist mit barocken Seitenaltären geschmückt. Die Gewölbe tragen die Handschrift des 20. Jahrhunderts. Höhepunkt im Innenraum bilden die farbigen Fenster. Zum Kirchenensemble gehören der frei stehende neogotische Glockenturm von Nikolai Tschagin aus dem 19. Jahrhundert und die barocke Kapelle der heiligen Stiege aus dem 17. Jahrhundert. Die Kapelle gehört eher zur Bernhardinerkirche (offiziell St. Franziskus und Bernhard). Sie ist eine der größten gotischen Kirchen der Stadt, welche barock ergänzt wurde, und bildet daher ein spannungsreiches Ensemble aus drei Kirchen. Zusammen mit dem Rest der Altstadt gehört die Kirche seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Restaurierungen erfolgten 1902–1909 und 1960–1970. Seit 2009 werden Dach, Fassadenelemente und die Seitentürmchen erneut restauriert.

Orthodoxe Heilig-Geist-Kirche (Vilnius)
Orthodoxe Heilig-Geist-Kirche (Vilnius)

Die Heilig-Geist-Kirche in der litauischen Hauptstadt Vilnius ist eine russisch-orthodoxe Kirche. Sie ist von der katholischen Heilig-Geist-Kirche zu unterscheiden. An der Stelle der heutigen Kirche befand sich bereits eine kleine Holzkirche, welche 1638 in Form eines lateinischen Kreuzes errichtet wurde. Zur Kirche gehörte ein Konvent, der bereits 1567 öffnete. Nach einem Brand wurde die Kirche ab 1749 unter dem bedeutenden Wilnaer Architekten Johann Christoph Glaubitz neu errichtet. Für eine orthodoxe Kirche ungewöhnlich zeigt sie sich in Formen des Barock und des Rokoko, die Innengestaltung dauerte daher von 1749 bis 1753. Auch wenn im 19. Jahrhundert kleinere neobyzantinische Elemente hinzukamen, blieben doch die prunkvollen barocken Formen vorherrschend. Sowohl die Fresken als auch die altarartige Ikonostase aus Holz und die Kuppel verstärken den Prunk, bedingt durch die Farbgebung von kräftigem Blau und Grün. Ebenso untypisch für orthodoxe Kirchen sind die Skulpturen aus Stuckmarmor. Ein neuer Reliquienschrein wurde 1853 geschaffen. In der Krypta befinden sich die Heiligen Jonas, Eustachius und Antanas. Eine Eigenart der Gemeinde ist, dass diese Heiligen zu Weihnachten weiß, während der Fastenzeit schwarz und zu anderen hohen kirchlichen Feiertagen in rot überkleidet werden. Am 26. Juni werden sie ganz entkleidet gezeigt. Die Kirche ist nicht nur die wichtigste orthodoxe Kirche Litauens, sondern auch Klosterkirche von gleich zwei Klöstern: dem Mönchskloster des Heiligen Geistes und dem Nonnenkonvent der Heiligen Maria Magdalena. Diese beiden Klöster sind auch die einzigen noch bestehenden orthodoxen Klöster des Landes.