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Kyllmannshof

Baudenkmal in SolingenErbaut in den 1780er JahrenUmgenutztes Bauwerk in SolingenWohngebäude in Solingen
Weyerstraße 235 (Solingen)
Weyerstraße 235 (Solingen)

Der Kyllmannshof ist ein historischer Gutshof in der bergischen Großstadt Solingen. Er besteht aus einem herrschaftlichen Wohnhaus sowie einen benachbarten Schieferhaus im Solinger Stadtteil Wald. Dort befinden sie sich an der Weyerstraße 235 und 241 im gleichnamigen Ortsteil Weyer. Das Gutshaus wurde zwischen 1783 und 1785 am sogenannten Rheinweg errichtet, der das Wirtschaftszentrum Wald mit dem Rheinhafen in Hitdorf verband. Es handelt sich bei dem Gebäude um einen zweigeschossigen, siebenachsigen Putzbau mit Sandsteinrahmungen und Mansarddach. Eine Freitreppe verbindet das über einem erhöhten Kellergeschoss liegende, zentrale Portal mit der Straße. Östlich durch eine Hofeinfahrt getrennt befindet sich ein großes, um das Jahr 1840 erbautes, traufenständiges Schieferhaus mit Krüppelwalmdach. Das zweigeschossige Gebäude verfügt über sechs Fensterachsen. Im Jahre 1984 wurde das Gebäude des Kyllmannshofs unter der Nummer 52 und das benachbarte Schieferhaus unter der Nummer 58 in die Denkmalliste der Stadt Solingen eingetragen. Heute werden große Teile der Anlage durch eine Spedition genutzt.

Auszug des Wikipedia-Artikels Kyllmannshof (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Kyllmannshof
Weyerstraße, Solingen Wald

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.17673889 ° E 7.02753889 °
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Adresse

Weyerstraße 235
42719 Solingen, Wald
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Weyerstraße 235 (Solingen)
Weyerstraße 235 (Solingen)
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In der Umgebung

Merscheid (Solingen)
Merscheid (Solingen)

Merscheid ist ein Stadtteil der nordrhein-westfälischen Großstadt Solingen. Zusammen mit Ohligs und Aufderhöhe bildet er knapp vor Solingen-Mitte den einwohnerreichsten Solinger Stadtbezirk. Der Stadtteil Merscheid hat seinen geschichtlichen Ursprung als bergische Hofschaft wohl mindestens im 14. Jahrhundert. Das gesamte Gebiet war lange Zeit dünn besiedelt, Merscheid wurde als größte der diversen Hofschaften in seiner Umgebung im Jahre 1808 zur Mairie und 1815 zur Bürgermeisterei erhoben. Noch bei Verleihung des Stadtrechts 1856 stand auch die Hofschaft Ohligs unter Merscheider Verwaltung. Im Gegensatz zu Merscheid profitierte Ohligs ab 1867 von dem Anschluss an das Eisenbahnnetz durch den Bahnhof Ohligs-Wald, den heutigen Solinger Hauptbahnhof. Die Hofschaft Ohligs und angrenzende Höfe entwickelten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts infolge der Bahnhofseröffnung zum neuen Zentrum der Stadt, so dass diese im Jahr 1891 in Ohligs umbenannt wurde.Heute dominieren im Stadtteil die Wohngebiete, die noch immer von den alten Hofschaften durchsetzt sind. Der für den Stadtteil Merscheid namensgebende Merscheider Hof liegt mit seinen bergischen Fachwerkhäusern in einem dieser Wohngebiete nördlich der Merscheider Straße. In der Nachkriegszeit wurden in Merscheid aber auch einige Gewerbe- und Industriegebiete erschlossen, darunter das in Scheuren und das an der Schmalzgrube. Die 1986 stillgelegte Gesenkschmiede Hendrichs ist heute Schauplatz des LVR-Industriemuseums und eine der Sehenswürdigkeiten Merscheids.

Merscheider Hof
Merscheider Hof

Der Merscheider Hof ist eine denkmalgeschützte Wohnanlage im Stadtteil Merscheid der bergischen Großstadt Solingen. Er besteht aus einer Gruppe von Fachwerkhäusern hauptsächlich aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die Hofanlage befindet sich in einer Senke zwischen Herzog- und Turnerstraße inmitten eines Wohngebiets des heutigen Stadtteils Merscheid und hat die Adresse Herzogstraße 48–52e. Sie besteht aus einem älteren Hauptgebäude (Herzogstraße 52 b–d) aus dem 17. oder 18. Jahrhundert und einem jüngeren Hauptgebäude (Herzogstraße 48b) aus dem 18. Jahrhundert. Bei beiden Hauptgebäuden handelt es sich um zweigeschossige Fachwerkhäuser mit Satteldächern, die von zwei weiteren zweigeschossigen und drei eingeschossigen Nebengebäuden umgeben sind. Diese wurden unter anderem als Scheunen oder Ställe genutzt. Das Gebäude Herzogstraße 48b verfügt über ein bemerkenswertes Portal mit Holzschnitzereien mit Schlangenmotiv im Oberlicht. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Nachbildung des Originals, welches gestohlen wurde. Die Anlage wurde ursprünglich rein bäuerlich genutzt, der im 14. Jahrhundert erstmals erwähnte Hof gilt dabei als Keimzelle des heutigen Stadtteils. Sein Name ging auf die im 19. Jahrhundert gebildete Bürgermeisterei Merscheid und den heutigen Stadtteil über. Im 18. und 19. Jahrhundert wandelte sich die Hofschaft in eine für den Solinger Raum typische Wohn- und Gewerbehofschaft. Ab 1979 wurde der Merscheider Hof umfassend saniert und zu Wohnhäusern umgebaut. Bereits zuvor vom Landeskonservator des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege als Denkmal eingestuft, wurde er am 9. Oktober 1984 unter der Nummer 61 Teil der Solinger Denkmalliste. Für die vorbildliche Sanierung des Ensembles wurde der Denkmalschutzpreis 1995 des Bergischen Geschichtsvereins, Abteilung Solingen e. V. verliehen.