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Bibliotheksrotunde

Abgegangenes Bauwerk in NiedersachsenBarockbauwerk in NiedersachsenBauwerk von Hermann KorbErbaut in den 1700er JahrenFachwerkgebäude in Niedersachsen
Herzog August BibliothekZerstört in den 1880er Jahren
Rotunde Wolfenbüttel Foto 1887
Rotunde Wolfenbüttel Foto 1887

Die Bibliotheksrotunde in Wolfenbüttel wurde zwischen 1705 und 1713 auf Veranlassung des Welfen-Herzogs Anton Ulrich durch den Baumeister Hermann Korb errichtet. Die Rotunde diente der Aufnahme des Bestandes der Herzog August Bibliothek. Bedeutende Bibliothekare, die den Buch- und Handschriftenbestand der Rotunde betreuten, waren der Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz und der Dichter der Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing. Wegen seiner architektonisch außergewöhnlichen Erscheinung wurde das Gebäude bereits kurz nach seiner Fertigstellung von Zeitgenossen als „Wunder-Werk“ und als „Wolfenbütteler Pantheon“ bezeichnet. Da die Rotunde zunehmend baufällig wurde, errichtete man zwischen 1881 und 1886 das heutige Bibliotheksgebäude nach Plänen des Architekten Gustav Bohnsack. Die Rotunde wurde 1887 abgerissen.

Auszug des Wikipedia-Artikels Bibliotheksrotunde (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Bibliotheksrotunde
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Rotunde Wolfenbüttel Foto 1887
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In der Umgebung

Kornspeicher (Wolfenbüttel)
Kornspeicher (Wolfenbüttel)

Der Kornspeicher (auch Proviantboden, Kornmagazin oder Magazinhaus genannt) ist das größte Fachwerkgebäude in der niedersächsischen Stadt Wolfenbüttel. Das Gebäude wurde von 1659 bis 1662 wenige Meter hinter dem im Jahre 1619 fertiggestellten steinernen Zeughaus an der Stelle eines früheren (vermutlich des zweiten) Zeughauses der damaligen Festung Wolfenbüttel errichtet, die als Residenz der Herzöge und Fürsten des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel diente. Zweck des Gebäudes war es, den Proviant für die fürstliche Hofhaltung und die Besatzung der Festung Wolfenbüttel aufzunehmen. Davor diente der Dachboden des Zeughauses als Kornschütte, aber die gestiegenen Ansprüche des Hofes unter der Herrschaft von Herzog August dem Jüngeren verlangten nach einer größeren Lösung. So wurde hinter dem steinernen Zeughaus der kostengünstige Fachwerkbau mit dreischiffiger Halle errichtet. Für Besucher des Schlossplatzes und des Schlosses, die von Süden und Südwesten auf den Gebäudekomplex blicken, steht der Kornspeicher vollkommen im Sichtschatten des Zeughauses und benötigte daher keine repräsentative Gestaltung. Lediglich die Westseite wies einen Renaissancegiebel und steinernes Portal mit entsprechenden Dekorationen auf. Der Kornspeicher wurde im 19. Jahrhundert umgestaltet, erhielt einen steinernen Unterbau und wurde an der Westseite um neun Meter verkürzt. Dabei gingen auch der dekorierte Giebel und das Westportal verloren. Das Gebäude wurde in den Jahrhunderten – vor allem nach dem Wegzug des fürstlichen Hofes um 1753 – unterschiedlich genutzt, im 20. Jahrhundert auch als Standort der Wolfenbütteler Feuerwehr. Heute dient es als Depotgebäude der Herzog August Bibliothek.

Rudolph-Antoniana
Rudolph-Antoniana

Die Akademie Rudolph-Antoniana war eine frühneuzeitliche Ritterakademie in Wolfenbüttel, die am 18. Juli 1687 von den Brüdern Herzog Rudolf August (1627–1704) und Herzog Anton Ulrich (1633–1714) gegründet wurde. Bis zur Auflösung 1715 trugen sich 331 junge Herren mit ihrem Wappen in die Matrikel ein. Die Studenten kamen nicht nur aus dem Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel, zu dem die Akademie gehörte, sondern auch aus anderen deutschen Ländern und wurde auch von Ausländern genutzt, die hier Deutsch lernen wollten.Unterrichtet wurden Theologie, Jura, Geschichte, Beredsamkeit, Mathematik und Mechanik, sowie die Sprachen Latein, Deutsch, Italienisch und Französisch. Neben dem eigentlichen Studium konnte man auch Englisch und Spanisch lernen. Zur ritterlichen Ausbildung gehörten Reiten, Schießen, Fechten und Tanzen. Die Akademie war im Kleinen Schloss in Wolfenbüttel (am heutigen Schloßplatz Nr. 14) untergebracht. In direkter Nachbarschaft zum Schloss Wolfenbüttel und der berühmten Herzog August Bibliothek bestand Gelegenheit, das Leben am Hofe kennenzulernen, Bücher auszuleihen, aber auch Opern und Komödien zu besuchen und an Jagden im Harz und Elm teilzunehmen. Am 10. November 1712 übertrug Herzog Anton Ulrich das Akademiegebäude an Herzog Ferdinand Albrecht II. als erbliches Eigentum zur Residenz.Gottfried Wilhelm Leibniz rühmte die hohe wissenschaftliche Qualifikation der Wolfenbütteler Professoren, wie z. B. die Mathematiker und Architekten Johann Balthasar Lauterbach (1663–1694) und Leonhard Christoph Sturm (1669–1719). Bekannte Schüler der Ritterakademie waren etwa der Baron Münchhausen und der Gelehrte Anton Wilhelm Amo, der erste bekannte Philosoph und Rechtswissenschaftler afrikanischer Herkunft in Deutschland.