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Rathaus Nikolassee

Baudenkmal in BerlinBauwerk der Reformarchitektur in BerlinBerlin-NikolasseeErbaut in den 1910er JahrenRathaus in Berlin
Nikolassee Rathaus Nikolassee 002
Nikolassee Rathaus Nikolassee 002

Das Rathaus Nikolassee ist das ehemalige Rathaus der einstmals selbstständigen Landgemeinde Nikolassee, die 1920 nach Berlin eingemeindet wurde und seit 2001 ein Ortsteil des Bezirks Steglitz-Zehlendorf ist. Das Bauwerk wurde von 1912 bis 1913 nach Entwürfen von Bruno Möhring am Hohenzollernplatz in unmittelbarer Nähe des S-Bahnhofs Nikolassee errichtet. Stiltechnisch orientiert sich das Rathaus mit dem hohen Walmdach und der Laterne am ländlichen norddeutschen Barock, zeigt allerdings bereits deutliche Anklänge an die Reformarchitektur. Ein Relief über dem Hauptportal zeigt den Heiligen Nikolaus, den Namenspatron von Nikolassee. Am 15. Oktober 1913 wurde der repräsentative Sitzungssaal erstmals von der Gemeindevertretung benutzt. Für die heute nur noch in Teilen vorhandene Ausmalung der Kassettendecke sorgte der aus Nikolassee stammende Maler August Unger. Durch die Eingemeindung von Nikolassee nach Groß-Berlin im Jahr 1920 verlor das Rathaus seine Funktion. Der Umbau zu einem Schulgebäude erfolgte 1934. Heute wird das ehemalige Rathausgebäude von der Berliner Polizei als Dienstgebäude benutzt.

Auszug des Wikipedia-Artikels Rathaus Nikolassee (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Rathaus Nikolassee
Hohenzollernplatz, Berlin Nikolassee

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14129 Berlin, Nikolassee
Deutschland
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Nikolassee Rathaus Nikolassee 002
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Gedenkstätte 17. Juni 1953
Gedenkstätte 17. Juni 1953

Die Gedenkstätte 17. Juni 1953 befindet sich in Berlin-Nikolassee und erinnert an den Aufstand des 17. Juni. Am 25. Juni 1953, nur wenige Tage nach der Niederschlagung des Aufstandes, wurde auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Chaussee im West-Berliner Ortsteil Nikolassee ein großes Holzkreuz zum Gedenken an die Opfer und die unerschrockenen Kämpfer errichtet. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe des Zehlendorfer Kleeblattes unweit des ehemaligen Checkpoint Bravo. 1954 wurde das Mahnmal auf Initiative einer russischen Exilgruppe um einen Gedenkstein ergänzt, der „den russischen Offizieren und Soldaten, die sterben mussten, weil sie sich weigerten, auf die Freiheitskämpfer des 17. Juni 1953 zu schießen“, gewidmet ist. Dabei soll es sich um 18 sowjetische Soldaten handeln, die von einem Militärgericht zum Tode verurteilt und am 28. Juni 1953 erschossen wurden. Historiker bezweifeln jedoch, dass diese Hinrichtungen tatsächlich stattgefunden haben, und gehen davon aus, dass es sich um eine bewusste Fehlinformation handelt. Es wurde ermittelt, dass die Information zu den Hinrichtungen nur einer einzigen Quelle entstammen: Einem Flugblatt, das von dem russischen Emigrantenbund NTS – Bund der russischen Solidaristen verbreitet worden war. Zeitgenössischen Veröffentlichungen zufolge lieferte den Hinweis dazu ein Sowjetmajor namens Nikita Ronschin, der nach dem Aufstand in den Westen geflüchtet sein soll. Eine Untersuchung der Archive des Ministeriums für Staatssicherheit durch die Gauck-Behörde ergab jedoch, dass Ronschin schon im April 1953 zu dem Amerikanern übergelaufen und nach Westdeutschland gebracht worden war. Hinzu kommt, dass die Armeeeinheit, in der die betroffenen Soldaten laut Angaben der Organisation NTS gedient haben sollen, bereits vor dem 17. Juni aufgelöst worden war.

Autobahnkreuz Zehlendorf
Autobahnkreuz Zehlendorf

Das Autobahnkreuz Zehlendorf, auch Zehlendorfer Kleeblatt genannt, ist die Bezeichnung für die Kreuzung der vom Dreieck Nuthetal kommenden und zum Dreieck Funkturm führenden Bundesautobahn 115 mit der Bundesstraße 1, die hier als alte Berliner Ein- und Ausfallstraße den Namen Potsdamer Chaussee hat. Als voll ausgebautes kreuzungsloses Autobahnkreuz hat die Anlage von oben gesehen die Form eine vierblättrigen Kleeblatts. Das Autobahnkreuz Zehlendorf liegt im Ortsteil Nikolassee in der Nähe der brandenburgischen Gemeinde Kleinmachnow. Während der Deutschen Teilung verlief die innerdeutsche Grenze in Form der Berliner Mauer zwischen West-Berlin und der DDR nur wenige hundert Meter südlich des Autobahnkreuzes. An dieser Stelle befand sich die Grenzübergangsstelle Dreilinden-Drewitz und der Checkpoint Bravo. Auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Chaussee in unmittelbarer Nähe des Kreuzes befindet sich etwas versteckt und nur schwer zugänglich die Gedenkstätte 17. Juni 1953.In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg hatte am Kleeblatt ein sowjetischer Panzer des Typs T-34 gestanden. Es soll sich dabei um den Panzer gehandelt haben, der bei der Eroberung Berlins durch die Rote Armee als erster die Stadtgrenze erreichte. Ursprünglich als Symbol der Befreiung aufgestellt, wurde er jedoch zunehmend zum Ziel anti-sowjetischer Angriffe und musste von amerikanischen Militärpolizisten geschützt werden. 1954 wurde er dann auf DDR-Gebiet weiter südlich umgesetzt. Dort blieb er bis zum Abzug der sowjetischen Truppen im Jahr 1990. Heute steht auf dem Sockel an der Autobahn eine rosa lackierte Schneefräse.