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Villa Duttenhofer (Rottweil)

Bauwerk in RottweilErbaut in den 1860er JahrenKulturdenkmal in RottweilVilla in Baden-WürttembergWohngebäude im Landkreis Rottweil
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Die Villa Duttenhofer in Rottweil entstand durch An- und Umbauten eines 1857 erstellten Wohnhauses des Pulverfabrikanten Xaver Flaiz. Sie wurden durch Max von Duttenhofer (1843–1903) als Erbe des Firmeneigentümers nach Plänen von Prof. Emil Otto Tafel, Stuttgart vorgenommen. Er schuf damit am Stadtzugang zur Kernstadt Rottweils an städtebaulich dominierender Stelle einen standesgemäßen Familiensitz. Das Gebäude liegt heute in der Königstraße (Nr. 1). Es ist seit 1919 im Besitz der Stadt Rottweil.

Auszug des Wikipedia-Artikels Villa Duttenhofer (Rottweil) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Villa Duttenhofer (Rottweil)
Königstraße, Verwaltungsgemeinschaft Rottweil

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 48.165571 ° E 8.628735 °
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Adresse

Königstraße 1
78628 Verwaltungsgemeinschaft Rottweil
Baden-Württemberg, Deutschland
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In der Umgebung

Städtische Turnhalle Rottweil
Städtische Turnhalle Rottweil

Die Städtische Turnhalle Rottweil ist eine ehemalige Turnhalle in Rottweil. Ihr Bau wurde am 8. Februar 1889 unter Mitwirkung Max Duttenhofers beschlossen. Mit dem Bau wurde im Sommer 1890 unter der Leitung von Stadtbaumeister Wilhelm Haug begonnen, die Einweihung fand am 12. Mai 1891 statt. Bei der Festrede erklärte Gymnasialdirektor Eble den Zweck der Turnhalle: sie solle „der geistigen und körperlichen Entwicklung der Jugend und der Vorbereitung derselben zum Waffendienste“ dienen. In der Tat enthielt sie eigene Räume „zum Zwecke militärischer Musterungen“. Die Turnhalle wurde als Klinkerbau im Stil des Historismus mit rechteckigem Grundriss und Tonnendach erbaut. Diese Bauform brachte ihr den umgangssprachlichen Namen „Möbelwagen“ ein. Das Gebäude gilt, da vergleichbare Bauten zerstört wurden, in Süddeutschland als einzigartig. Vermutlich ist es das erste Gebäude, das in Rottweil über eine Zentralheizung, nämlich eine Niederdampfdruckheizung, verfügte. Ab 1942 wurde das Gebäude für Vorführungen der Wehrmacht genutzt, die Kriegsgerät, zum Beispiel eine Vierlingsflak und ein Kettenkrad, ausstellte. Allerdings fungierte sie auch als Sammelstelle für Personen, die „in das Gefangenenlager nach Dachau“ (gemeint wohl: das Konzentrationslager Dachau) deportiert wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete die französische Besatzungsmacht in der Turnhalle ein Gefangenenlager ein, ab April 1948 konnte sie aber wieder für schulische Zwecke sowie für den Vereinssport genutzt werden. Am 10. Juni 1951 fand hier ein Boxkampf zwischen Richard Armleder und dem vierfachen deutschen Boxmeister Fritz Bihler aus Stuttgart statt, weitere Boxkämpfe folgten. 1970 wurde die Turnhalle von der Stadt Rottweil an die damalige Deutsche Bundespost verkauft, die auf einem angrenzenden Grundstück ein Hauptpostamt errichtet hatte. Vor dem Hintergrund des Denkmalschutzes wurde das Postgebäude als stilistisch angeglichener Klinkerbau ausgeführt. Im Anschluss traten jedoch massive, gefährdende Setzungen am Gebäude auf. Letztlich wandte sich die Post gegen den Erhalt des Gebäudes und beantragte 1986 eine Abrissgenehmigung, die ihr jedoch versagt blieb. Sowohl das Verwaltungsgericht Freiburg, als auch der Verwaltungsgerichtshof Mannheim (1992) entschieden, dass das Gebäude nicht abgerissen werden dürfe. Noch im selben Jahr veräußerte die Post das Grundstück. Seit dem Jahr 2000 wird der mittlerweile sanierte, denkmalgeschützte Bau nun als Markthalle mit 400 Quadratmetern Verkaufsfläche genutzt.

Rottweiler Viadukt
Rottweiler Viadukt

Der Rottweiler Viadukt ist eine zweispurige Straßenbrücke in Rottweil. Sie führt die Balinger Straße, einen Abschnitt der L 423, aus dem Neckartal in einem 300 Meter langen und bis zu 30 m hohen, rampenartigen Aufstieg zur Kernstadt. Dort mündet sie in der unteren Hauptstraße. Der Viadukt steht unter Denkmalschutz. Er besteht aus 13 aus Muschelkalk und Buntsandstein gemauerten Rundbögen. Es wurde von 1874 bis 1876 unter dem Straßenbauinspektor Julius Mährlen im Rahmen der sogenannten Linden- und Mühlsteig-Correktion erbaut. Von 1960 bis 1961 wurde die Fahrbahn verbreitert. Seither kragt die Fahrbahntafel, bzw. die beiderseits der Fahrbahn verlaufenden Gehwege, weit aus. Durch den Viadukt wurde der vormals sehr steile Anstieg der Unteren Hauptstraße durch einen für Gespanne und Fuhrwerke leichter zu überwindende flachere Steigung ersetzt. Die frühere Straße existiert heute noch nördlich des Viadukts als verlängerte untere Hauptstraße. Der frühere Neckarübergang bei der Drehersmühle wurde aber zurückgebaut. Der Verlauf der Balinger Straße wurde durch den Neubau weiter nach Nordosten verlegt und mit der König-Karls-Brücke wurde ein neuer Neckarübergang geschaffen. Das Landesamt für Denkmalpflege bezeichnet den Viadukt als „stadtbildprägendes und technikgeschichtlich herausragendes, über das Kreisgebiet hinaus bedeutendes Zeugnis des württembergischen Straßenbaus im 19. Jh. Vor dem Bau von Autobahnen stellten solche sehr großen, hauptsächlich im Eisenbahnbau erstellten Viadukte im Straßenbau noch seltene Ausnahmen dar.“