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Kathedrale von Nîmes

Basilica minorBasilika (Bautyp)Bauwerk der Romanik in OkzitanienBauwerk in NîmesCastorkirche
Disposition einer OrgelErbaut im 17. JahrhundertKirchengebäude im Bistum NîmesKirchengebäude im Département GardKirchengebäude in EuropaKlassizistische KircheKlassizistisches Bauwerk in OkzitanienLiebfrauenkircheMonument historique (Kathedrale)Monument historique in NîmesMonument historique seit 1906Römisch-katholische Kathedrale in Frankreich
Cathedral, Nimes
Cathedral, Nimes

Die Kathedrale von Nîmes oder Cathédrale Notre-Dame-et-Saint-Castor (deutsch Kathedrale Unserer Lieben Frau und St. Castor) ist eine römisch-katholische Kathedrale in Nîmes im französischen Département Gard in der Region Okzitanien. Das klassizistische Bauwerk mit neobyzantinischer Ausstattung stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Kathedrale des Bistums Nîmes mit dem Titel einer Basilica minor ist Maria und dem hl. Castor gewidmet.

Auszug des Wikipedia-Artikels Kathedrale von Nîmes (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Kathedrale von Nîmes
Place du Chapitre, Nîmes Gambetta

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Breitengrad Längengrad
N 43.838333333333 ° E 4.3605555555556 °
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Adresse

Cathédrale Notre-Dame et Saint-Castor

Place du Chapitre
30033 Nîmes, Gambetta
Okzitanien, Frankreich
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Cathedral, Nimes
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In der Umgebung

Maison Carrée
Maison Carrée

Die Maison Carrée (deutsch: Rechteckiges Haus) in Nîmes, Frankreich, ist einer der am besten erhaltenen Tempel auf dem Gebiet des Römischen Reiches. Seit 2023 gehört er zum UNESCO-Welterbe. Er wurde ganz zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr., möglicherweise auf Veranlassung des Marcus Vipsanius Agrippa errichtet. Der Tempel war den Söhnen des Agrippa, Gaius und Lucius, den jung verstorbenen Adoptivsöhnen des Augustus, gewidmet. Die Inschrift mit der Widmung wurde im Mittelalter entfernt. Es war jedoch dem ortsansässigen Gelehrten Jean-François Séguier möglich, die Inschrift 1758 anhand der Dübellöcher der 30 Zentimeter hohen Buchstaben zu rekonstruieren. Ursprünglich umfasste die Inschrift nur die erste Zeile im Friesbereich der Tempelfront, wurde aber wohl im Jahr 4 n. Chr. um die zweite Zeile auf dem Architrav erweitert. Sie lautet: C(aio) CAESARI AUGUSTI F(ilio) CO(n)S(uli) L(ucio) CAESARI AUGUSTI F(ilio) CO(n)S(uli) DESIGNATOPRINCIPIBUS IUVENTUTIS Dem Gaius Caesar, Sohn des Augustus, Konsul; dem Lucius Caesar, Sohn des Augustus, gewählter Konsulden Ersten der Jugend. Die Maison Carrée ist ein hervorragendes Beispiel eines klassischen augusteischen Podiumstempels. Sie erhebt sich auf einem 2,85 m hohen Podium, das das Forum der römischen Stadt überragte. Die rechteckige Grundfläche ist beinahe zweimal so lang wie breit (26,42 m mal 13,54 m). Die Vorderseite des pseudoperipteralen Tempels wird von einer tiefen prostylen Vorhalle (Portikus) dominiert, die ein Drittel der Gebäudelänge einnimmt. Ihre zehn Säulen besitzen wie die 20 Halbsäulen der äußeren Cellawände korinthische Kapitelle. Über dem auf den Kapitellen liegenden Drei-Faszien-Architrav folgt ein Fries mit feinen Reliefs, die Rosetten und Akanthusblätter zeigen. Eine große Tür (6,87 m hoch und 3,27 m breit) führt in die kleine und fensterlose Cella, den Ort für die Aufstellung der Kultbilder. Dieser Raum wird heutzutage gelegentlich für Kunstausstellungen genutzt. Es sind keine Reste der antiken Inneneinrichtung erhalten. Der Tempel blieb erhalten, weil er im frühen fünften Jahrhundert, eine unbestimmte Zeit nach seiner Aufgabe, zu einer Kirche geweiht wurde. Dadurch entging er der weitverbreiteten Zerstörung der Tempel, die auf die Annahme des Christentums als Staatsreligion folgte. Später wurde er ein Versammlungsort der städtischen Senatoren, ein Stall während der französischen Revolution und ein Lagerort des Stadtarchivs. Im Jahr 1823 wurde er zum Museum. Der heutige Name des Gebäudes stammt aus dem 16. Jahrhundert. Damals bedeutete »carré« noch »rechteck(ig)« und nicht wie heute »quadrat(isch)«, für das man »carré parfait« benutzte. Somit ist die korrekte Übersetzung des Namens »rechteckiges Haus«. Das Gebäude erfuhr über die Jahrhunderte eine Vielzahl von Umbauten. Bis zum 19. Jahrhundert war es Teil eines größeren Komplexes von angrenzenden Gebäuden. Diese wurden abgerissen, als die Maison Carrée zum Museum umgewandelt wurde. Dadurch wurde dem Gebäude die prominente Stellung wiedergegeben, die es zu römischen Zeiten hatte. Der Pronaos wurde wiederhergestellt, als zu Beginn des letzten Jahrhunderts das Dach erneuert wurde. Die gegenwärtige Tür wurde 1824 angefertigt. Eine weitere Renovierung wurde zwischen 1988 und 1992 durchgeführt, als das Dach wiederum erneuert und in dem Zusammenhang der umgebende Platz freigelegt wurde. Dabei kamen die Außenseiten des römischen Forums zum Vorschein. Sir Norman Foster wurde damit beauftragt, an der gegenüberliegenden Seite des Platzes eine moderne Kunstgalerie zu errichten, das Carré d’Art. Sie stellt einen Kontrast zur Maison Carrée dar, entlehnt jedoch viele architektonische Elemente vom römischen Tempel, wie den Portikus und die Säulen (allerdings aus Stahl und Glas angefertigt). Der Gegensatz zwischen Moderne und Antike wird so durch eine Vielzahl von Zitaten etwas abgemildert. Die Maison Carrée inspirierte den Architekten der klassizistischen Kirche der Madeleine in Paris. Seit dem 18. September 2023 ist das Gebäude UNESCO-Welterbe.

Tour Magne
Tour Magne

Die Tour Magne ist ein Denkmal aus gallo-römischer Epoche in Nîmes. In seinen ältesten Teilen aus dem 3. Jahrhundert vor Christus stammend, ist der Turm eines der ältesten Gebäude in Europa. Ursprünglich 36 Meter hoch, misst er heute nur 32,50 Meter. Sein achteckiger Sockel umschließt einen Trockenmauerturm – daher die Unregelmäßigkeit seiner Form. Eine verkröpfte, 70 Meter lange Rampe, von der noch der südliche Anfang und der letzte Bogen erhalten sind, führte zum Rundgang, der das erste Geschoss umschloss. Von dort konnte man auf die Mauerkrone gelangen, die auf diesem Niveau im Westen und Norden anschloss. Oberhalb dieses in die Stadtmauer integrierten Geschosses ist der auf vieleckigem Grundriss erbaute Turm völlig fensterlos. Der Zugang zur Terrasse, die ursprünglich den Turm krönte, erfolgte anschließend über eine innere Treppe. Das nächste Geschoss war mit toskanischen Pilastern geschmückt, das oberste, von dem fast nichts übrig geblieben ist, mit Säulen. Wer heute in die Tour Magne eintritt, kann als Negativform den alten Natursteinturm erkennen, auf dem das römische Denkmal erbaut wurde. 18 Meter hoch, stammt der Turm aus prä-römischer, gallischer Zeit und wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. errichtet; Thomas Platter sah ihn bereits 1596 hohl. Über den ursprünglichen Zweck des Gebäudes gibt es viele Vermutungen. In römischer Zeit hat er als Teil der Stadtmauer eine Rolle zur Verteidigung, Wache und wohl auch Nachrichtenübermittlung gespielt. Indem sie seine Höhe verdoppelten, demonstrierten die Römer ihre Macht. Der Turm wird von der Société culturespaces erhalten.