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Maaßener Gaipel

Bergbau (Langelsheim)Bergwerk auf dem Lautenthaler GangzugErzbergwerk in DeutschlandGeographie (Langelsheim)Geschichte (Langelsheim)
SilberbergwerkStillgelegtes Bergwerk in Niedersachsen
Maassener Gaipel 01
Maassener Gaipel 01

Der Maaßener Gaipel ist eine Ausflugsgaststätte am Nordosthang des Kranichsberges auf 420 m ü. NN oberhalb der Bergstadt Lautenthal im Harz. Der Name geht auf die Tagesanlagen des Maaßener Treibeschachtes zurück, der sich unmittelbar östlich des Lokals befand. Gaipel ist eine im Oberharz gebräuchliche Bezeichnung für ein Schachtgebäude (Treibehaus) und geht auf den (Pferde-)Göpel zurück, mit dessen Hilfe früher Schachtförderungen und Wasserhaltungsmaschinen angetrieben wurden. Maaßen steht für die Grube Zweite, Dritte, Vierte, Fünfte und Sechste Maß nach der Sachsenzeche. Maß (oder Maaß, Maas bzw. Mas) ist eine Längenangabe für ein Grubenfeld und beträgt im Oberharzer Bergbau 28 Lachter entsprechend 53,8 Metern. Die Gaststätte wurde 1924 auf Initiative des Harzklubs auf dem ehemaligen Schachtgelände eingerichtet. Schon Jahrzehnte davor war der Zechenplatz wegen der Aussicht auf die Bergstadt und das Tal der Laute ein beliebtes Ausflugsziel von Spaziergängern.

Auszug des Wikipedia-Artikels Maaßener Gaipel (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Maaßener Gaipel
Am Maaßener Gaipel,

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.86388889 ° E 10.28972222 °
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Adresse

Maaßener Gaipel

Am Maaßener Gaipel
38685
Niedersachsen, Deutschland
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Maassener Gaipel 01
Maassener Gaipel 01
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In der Umgebung

Laute (Fluss)
Laute (Fluss)

Die Laute ist ein rechter Nebenfluss der Innerste im Oberharz. Sie entspringt westlich von Hahnenklee etwa 540 m. ü. NN am Fuß des Kuttelbacher Berges und fließt entlang der Landstraße 516 nach Westen. Im dicht bebauten Ortskern von Lautenthal fließt sie unweit südlich der Hahnenkleer Straße, der ältesten Straße der Stadt, und wird von rund einem Dutzend kleinerer Brücken und Stege überspannt. In einer parallel zum Fluss verlaufenden Nebenstraße mit dem Namen „An der Laute“ ist das „Kleinste Haus des Westharzes“ eine bekannte Sehenswürdigkeit der Stadt. Nach ca. 6 km mündet sie am westlichen Rand von Lautenthal westlich der Wildemanner Straße in einer Höhe von ca. 300 m. ü. NN in die Innerste. Das Wasser der Laute war für das 1538 als Bergstadt gegründete Lautenthal – die Stadt entwickelte sich aus einem Straßenmarkt, der sich an der Laute entlang der heutigen Hahnenkleer Straße erstreckte – stets von großer Bedeutung, da man es für den Bergbau nutzte. Bereits 1570 wurde mit dem Bau des heute noch vorhandenen Lautenthaler Kunstgrabens begonnen, der am östlichen Stadtrand von der Laute abzweigt und mehrere Bergwerke Lautenthals mit Wasser versorgte. Das Wasser der Laute wurde z. B. für den Transport des Erzes in Kähnen unter Tage genutzt. Noch heute ist in der 1982 in ein Museum umgewandelten Silbermine Lautenthals Glück die Erzkahnschifffahrt eine beliebte Attraktion.In den Jahren 1669–72 wurde der Harz von einer großen Trockenheit heimgesucht, so dass die Laute zeitweise austrocknete und der Bergbau für einige Zeit eingestellt werden musste.1875 wurde dicht an der Mündung in die Innerste für die Innerstetalbahn eine Eisenbahnbrücke über die Laute gebaut. Obwohl die Eisenbahnlinie 1977 stillgelegt wurde, ist die Brücke noch gut erhalten und wird von Wandern genutzt. Am 10. April 1877 entstand in Lautenthal durch ein Hochwasser der Laute nach einem Dammbruch im Bereich des Neuen Teiches erheblicher Sachschaden. Am 10. und 11. Juli 1888 trat die Laute nach einem schweren Unwetter über die Ufer und überflutete die Straße "An der Laute", die damals "Hinterstraße" hieß, so dass einige Menschen von der Feuerwehr mit Leitern gerettet werden mussten.