place

Markusturm (Venedig)

BauwerkseinsturzCampanileErbaut im 10. JahrhundertErbaut in den 1910er JahrenGeläut
Rekonstruiertes Bauwerk in ItalienRekonstruiertes Bauwerk in VenetienSakralbau in EuropaSakralbau in VenedigTurm in EuropaTurm in VenetienWeltkulturerbe Venedig und seine LaguneZerstört in den 1900er Jahren
Campanile of St. Mark's Basilica remote view
Campanile of St. Mark's Basilica remote view

Der Markusturm (italienisch Campanile di San Marco) ist der Campanile (Glockenturm) des Markusdoms in Venedig. Seine Höhe beträgt 98,6 Meter, damit ist er das höchste Gebäude Venedigs. Ursprünglich diente seine Turmspitze den Schiffen als Leuchtturm. Der Turm gilt als Symbol der Stadt. Traditionell wurde er im Venezianischen „El paron de casa“ (der Herr des Hauses) genannt. Zahlreiche Türme in Venetien, Slowenien, Kroatien und bis nach Dalmatien, ursprünglich venezianisches Herrschaftsgebiet, sind als Zitate des Markusturms errichtet und somit weithin sichtbare Zeichen der Herrschaft der Serenissima, der historischen Republik Venedig.

Auszug des Wikipedia-Artikels Markusturm (Venedig) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Markusturm (Venedig)
Galleria di Piazza San Marco, Venedig Venezia-Murano-Burano

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse In der Umgebung
placeAuf Karte anzeigen

Wikipedia: Markusturm (Venedig)Bei Wikipedia weiterlesen

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 45.433991666667 ° E 12.338783333333 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Piazza San Marco

Galleria di Piazza San Marco
30124 Venedig, Venezia-Murano-Burano
Venetien, Italien
mapBei Google Maps öffnen

Campanile of St. Mark's Basilica remote view
Campanile of St. Mark's Basilica remote view
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Uhrturm von San Marco
Uhrturm von San Marco

Der Uhrturm von San Marco (italienisch Torre dell’orologio) ist ein venezianisches Bauwerk, das von 1496 bis 1499 errichtet wurde. Die Glocke stammt von Simeone Campanato, der sie 1497 im Arsenal gießen ließ. Unklar ist, ob der Turm tatsächlich auf den Baumeister Mauro Codussi zurückgeht, dem das Werk meist zugeschrieben wird. Im Gegensatz zu einem bis Ende des 15. Jahrhunderts bestehenden Turm mit ähnlicher Funktion, dem Torre di Sant’Alipio, der sich am Nordwestrand des Markusplatzes befand, wurde der neue Uhrturm zwischen dem größten Platz Venedigs und den Mercerie errichtet, der bis zur Rialtobrücke reichenden Gasse, in der sich die meisten Geschäfte Venedigs ballten. Schon 1493 hatten die Rogati, der Senat, dem Baumeister Zuan Carlo da Reggio den Auftrag für die zugehörige Uhr erteilt, doch erst 1495 erfolgte die Entscheidung über den genauen Ort für den Turm. In diesem Jahr wurde entschieden, den Turm „sopra la bocha de Marzaria“ zu errichten, ‚an der Mündung der Merzeria‘, also an der Einmündung der Mercerie und somit am Nordrand des Platzes. Nach Marin Sanudo „adì 10 zugno fu dato principio a butar zoso le caxe al intrar de Marzaria (…) per far le fondamente di un horologio multo excelente“; am 10. Juni 1496 also begannen die Abrissarbeiten am besagten Ort, um das Fundament für einen herausragenden „horologio“ zu bauen. Nach Sanudo erfolgte die Fertigstellung einschließlich des Uhrwerks im Februar 1499 auf einer Fläche von 9 mal 6 Metern. Die beiden Seitenflügel sollten nach einem Senatsbeschluss von 1503 entstehen. Doch 1512 zerstörte ein Brand erhebliche Teile der benachbarten Prokuratien, so dass diese ab 1513 abgerissen und neu gebaut werden mussten. Mehr als ein Jahrzehnt stand der Uhrturm allein. Die Uhr zeigt neben der Tageszeit in einer 24-Stunden-Uhr mit lateinischem Zifferblatt bis heute die Mondphasen und die Sternzeichen. Zu Himmelfahrt erscheinen stündlich die drei Könige aus dem Morgenland, die drei ‚Magier‘, denen ein Engel mit einer Trompete vorangeht. Vor der Madonna knien die drei Männer, während sie die Kopfbedeckung abnehmen, um dann wieder zu verschwinden. Oberhalb der Szenerie thront der Markuslöwe, vor dem ursprünglich der Doge Agostino Barbarigo kniete, der 1501 starb. Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgten bauliche Erweiterungen durch Giorgio Massari, die insbesondere das Innere vollständig veränderten, aber auch die Fassade berührten.